Studien 2026

 

Eisenmangel erhöht Demenzrisiko

Wissenschaftler aus Schweden haben im April 2026 publiziert, dass sowohl ein absoluter als auch ein funktioneller Eisenmangel das Demenzrisiko bei Menschen über 50 Jahre erhöhte. Untersucht wurden die Daten von 70.935 Personen im Zeitraum zwischen 1985 und 1996. Nach durchschnittlich 12,6 Jahren erhielte 4.994 Personen die Diagnose Demenz.

Referenz:
Mozhu Ding, Alexandra Wennberg et al.: Iron deficiency and dementia risk: evidence from the Swedish population-based cohort study AMORIS; BMC Med.2026 Apr 8;24(1):226.


Spurenelemente bei Diabetes

Wissenschaftler aus Indien untersuchten bei 473 neu diagnostizierten Diabetes-Patienten und bei 303 Kontrollpersonen verschiedene Spurenelemente und auch toxische Schwermetalle. Nickel und Arsen waren unabhängig mit den HbA1c-Konzentrationen und der Insulinresistenz assoziiert. Mangan war bei den Typ-2-Diabetikern im Vergleich zu den Kontrollpersonen signifikant vermindert. Die Autoren des Fachartikels empfehlen unter anderem eine Verbesserung des Manganstatus bei Typ-2-Diabetikern.

Referenz:
Shefali Singh, Manish Raj Kulshrestha et al.: Modulatory Effects of Essential Trace Elements on Glycemic Biomarkers in Toxic Metal-Induced Associated Diabetes; Biol Trace Elem Res. 2026 Apr 11


Kupfermangel kann hämatologische Probleme bewirken

Ein Kupfermangel kann zu Anämie und verminderten Konzentrationen von weißen Blutkörperchen und Thrombozyten führen. Durch einen Kupfermangel wird die Aktivität der Ferroxidase beeinträchtigt und dadurch auch die Eisenverwertung. Außerdem kommt es zu einer Reduzierung der Überlebenszeit der neutrophilen Leukozyten durch eine Störung der Cytochrom-c-Oxidase und der Superoxiddismutase.
Ein Kupfermangel sollte also rechtzeitig erkannt und behoben werden.

Referenz:
Akiyoshi Takami, Kaori Uchino et al.: Discovering the hidden link: hematological disorders caused by copper deficiency; Int J Hematol. 2025 Sep;122(3):358-367


Zusammenhang zwischen Kupferspiegel und hohen Harnsäurewerten bei Jugendlichen

Wissenschaftler aus China fanden bei Jugendlichen einen Zusammenhang zwischen den Kupferspiegeln und dem Auftreten einer Hyperuricämie (erhöhte Harnsäure). Erhöhte Kupfer-Konzentrationen könnten also ein Risikofaktor sein für die Entstehung erhöhter Harnsäurewerte. Aus diesem Grund sei die Bestimmung des Kupferspiegels bei jungen Menschen sinnvoll zur Prävention einer Hyperuricämie.

Referenz:
Wu Y, et al.: The association between serum copper levels and hyperuricemia in adolescents: an observational study; Eur J Med Res. 2026. PMID: 41721441


Niedrige Zinkspiegel erhöhen Risiko für Vorhofflimmern

Wissenschaftler aus Taiwan konnten nachweisen, dass ein Zinkmangel im Serum ein wichtiger unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von Vorhofflimmern ist. Daraus ergibt sich, dass die Bestimmung des Zinkstatus bedeutsam ist für die Einschätzung kardiovaskulärer Risikofaktoren.

Referenz:'
Chen IW, et al.: Low serum zinc levels and risk of incident atrial fibrillation/flutter: a multi-institutional study. Front Nutr. 2026. PMID: 41798843 Free PMC article.


Zinkmangel erhöht die Sterblichkeit und Komplikationen bei Patienten mit Demenz

In einer Beobachtungsstudie war ein Zinkmangel mit einer erhöhten Einjahresmortalität und mit schwereren Infektionsverläufen bei Demenzpatienten assoziiert. Bei einem schweren Zinkmangel waren die erwähnten Komplikationen umso ausgeprägter.

Referenz:
Chen IW, et al.: Association between zinc deficiency and adverse outcomes in patients with dementia: a matched cohort study; Front Nutr. 2026. PMID: 41939182 Free PMC article.


Chrompicolinat beim metabolischen Syndrom

48 Patienten mit metabolischem Syndrom erhielten täglich 400 µg Chrompicolinat über einen Zeitraum von zwölf Wochen oder ein entsprechendes Placebopräparat im Sinne einer randomisierten kontrollierten Doppelblindstudie. Bei den Patienten mit Chrom-Supplementierung zeigten sich eine Verbesserung des HbA1c und eine Senkung des systolischen Blutdrucks.

Referenz:
Behrooz Ebrahimzadehkour, Sara Jambarsang et al.: The Effect of Chromium Picolinate Supplementation on Cardiometabolic Biomarkers, Tumor Necrosis Factor-α Gene Expression, and DNA Damage in Subjects with Metabolic Syndrome: a Randomized Placebo-Controlled Clinical Trial; Biol Trace Elem Res. 2026 Jun;204(6):4067-4077.


Selen-Supplementierung beim metabolischen Syndrom

Eine systematische Übersicht und eine Metaanalyse chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass eine Selen-Supplementierung bei Patienten mit metabolischem Syndrom die Insulinresistenz verbesserte sowie die Konzentrationen der Triglyceride. Außerdem kam es zu einer Verminderung der Entzündungsaktivität und des oxidativen Stress.

Referenz:
Qiu W, Huang N et al.: The effects of selenium supplementation on cardiovascular risk factors in patients with metabolic diseases - A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials; Nutr Hosp. 2026 Feb 25.


Zink und Interferon-Gamma

Wissenschaftler der Universität Aachen haben 2026 publiziert, dass ältere Menschen im Vergleich zu jungen Erwachsenen einen niedrigeren Zinkstatus und niedrigere Interferon- Gamma-Spiegel aufwiesen. Die Einnahme von Protonenpumpenhemmern korrelierte mit dem Zinkmangel. Eine Zink-Supplementierung über einen Zeitraum von sieben Tagen bei den Patienten mit Zinkmangel erhöhte die Zinkkonzentration im Serum sowie die Bildung von Interferon Gamma.

Referenz:
Olah K, Zenk J, Jakobs J et al.: Zinc Supplementation Partially Reconstitutes Impaired Interferon-gamma Production in the Elderly; Int J Mol Sci. 2026 Jan 20;27(2):1039.


Niedrige Ferritinkonzentrationen und Vitamin-D-Mangel begünstigen Haarausfall

Ein systematischer Übersichtsartikel und eine Metaanalyse von Wissenschaftlern aus Saudi-Arabien beschäftigten sich mit dem Zusammenhang zwischen Spurenelementen und telogenem Effluvium (TE). Unter TE versteht man einen gesteigerten Haarverlust durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die Ruhephase. Die Veränderungen im Zellzyklus der Haarzellen können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten, unter anderem auch bei langanhaltendem emotionalem Stress. Die Metaanalyse ergab bei TE-Patienten im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant niedrigere Ferritin- und Vitamin-D-Spiegel.

Referenz:
Ahmed A, Alali A et al.: Association between Serum Trace Elements and Telogen Effluvium: A Systematic Review and Meta-Analysis. Skin Appendage Disord. 2026 Mar 18.

 

 

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