Studien
Schilddrüse und Mikronährstoffe
Funktionsstörungen der Schilddrüse sind im medizinischen Alltag sehr häufig. Schilddrüsenknoten finden sich bei 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung über 50 Jahre. Viele Menschen leiden an einer Schilddrüsenunterfunktion, die meist durch eine Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst wird. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, von der bevorzugt Frauen betroffen sind, die aber auch bei Kindern und Männern auftreten kann.
Viele Menschen ist sicher bekannt, dass Jod ein essenzieller Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist. Wesentlich weniger bekannt ist, dass für eine normale Schilddrüsenfunktion auch verschiedene andere Mikronährstoffe erforderlich sind. Eine gezielte Supplementierung von Mikronährstoffen hat auch vorteilhafte Effekte bei verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen. Hierzu einige Studien, die in den letzten Mo
Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren beeinflusst das Risiko für Hashimoto-Thyreoiditis
Wissenschaftler aus China haben im Dezember 2025 publiziert, dass eine ungenügende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren ein möglicher Risikofaktor für die Hashimoto-Thyreoiditis ist.
Zur Überprüfung der Wirksamkeit einer Omega-3- Supplementierung zur Vermeidung oder Besserung von Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse seien aber klinische Studien erforderlich.
Vitamin B6 kann Thyroxinspiegel reduzieren
Die Auswertung von NHANES-Daten vonseiten chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass die Vitamin-B6-Aufnahme negativ mit den Thyroxinspiegeln bei Männern korrelierte. Außerdem bestand eine signifikante negative Korrelation zwischen der Vitamin-B6-Aufnahme und den Thyroxinspiegeln bei älteren Menschen zwischen 60 und 80 Jahren sowie bei übergewichtigen Personen. Die Autoren des Fachartikels vermuten, dass Vitamin B6 durch eine Verhinderung der Entzündungsaktivität die Thyroxinspiegel im Serum senken kann.
Vitamin E und Schilddrüsenfunktion
Bei 7.773 Teilnehmern von NHANES wurden mögliche Zusammenhänge zwischen Schilddrüsenerkrankungen und der Vitamin-E-Aufnahme untersucht. Eine hohe Vitamin-E- Aufnahme war signifikant mit einem niedrigeren Auftreten von subklinischer Schilddrüsenunterfunktion assoziiert. Bei Männern war dieser Effekt stärker ausgeprägt als bei Frauen. Eine höhere Vitamin-E-Aufnahme war auch mit einem niedrigeren Auftreten der Autoimmun-Thyreoiditis bei Männern assoziiert.
Günstiger Effekt von Selen bei Morbus Basedow
Forscher aus Kolumbien publizierte im Oktober 2025, dass eine Selen-Supplementierung bei Patienten mit Morbus Basedow hinsichtlich der klinischen Symptomatik einen günstigen Effekt hatte. Außerdem zeigte sich durch Selen eine Besserung der Schilddrüsenparameter.




