Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS
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Unter Asthma versteht man eine chronische Schleimhautentzündung der Atemwege, die durch eine Hyperreagibilität der Bronchien charakterisiert ist. Die Empfindlichkeit der Bronchialschleimhaut bewirkt, dass häufig immer geringere Dosen eines Reizes zu einer Verengung der Bronchien führen. Es kommt zu einem anfallsartigen Auftreten typischer Symptome: Atemnot, erschwerte Ausatmung, trockenen und pfeifenden Atemgeräuschen und Husten. Asthma bronchiale ist eine sehr häufige Erkrankung, an der etwa zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen leiden.
Beim Asthma unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Formen. Das allergische Asthma wird durch Allergene aus der Umwelt verursacht, zum Beispiel Polen oder Hausstaub. Das allergische Asthma tritt oft zusammen mit anderen allergischen Erkrankungen auf wie Heuschnupfen oder Neurodermitis. Beim nicht allergischen Asthma sind unterschiedliche unspezifische Reize der Auslöser. Dazu gehören Luft, körperliche Belastung, Luftverschmutzung, psychische Belastung, Atemwegsinfektionen oder auch die Einnahme bestimmter Medikamente. Häufiger als rein allergisches oder nicht allergisches Asthma sind Asthma-Mischformen, die sich meistens im Verlauf eines allergischen Asthmas entwickeln. Bei Kindern ist Asthma überwiegend allergisch bedingt.
Aus Sicht der Mikronährstoffmedizin gibt es verschiedene therapeutische Ansatzpunkte zur Verbesserung der Asthmasymptomatik oder zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs. Dazu gehören eine Verminderung der Entzündungsaktivität, eine Reduzierung des oxidativen Stresses und der allergischen Reaktionsbereitschaft. Allergien, so auch das allergische Asthma, sind gekennzeichnet durch eine TH2- Polarisierung der Immunsystens, was auch mit einer vermehrten Bildung von IgE einhergeht. Ein Defizit an einzelnen Mikronährstoffen, unter anderem Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin A und Eisen, begünstigen die Entstehung von Allergien.
Bei Asthma bronchiale ist eine optimale Unterstützung des Immunsystems von zentraler Bedeutung. Die Funktionsfähigkeit des Immunsystems hängt wiederum ganz wesentlich von der Verfügbarkeit an Mikronährstoffen ab.
Vitamin D ist ein wichtiges Regulatormolekül des Immunsystems mit antientzündlichen Eigenschaften. Zahlreiche Studien zeigten einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und dem Schweregrad von Asthmaanfällen und der Vitamin-D-Versorgung.
Eine Metaanalyse von randomisierten Studien hat ergeben, dass eine Vitamin-D-Supplementierung die Zahl der Asthmaanfälle reduzieren konnte und gleichzeitig auch einen positiven Effekt auf die Lungenfunktion der Patienten hatte. Dies betraf besonders Patienten mit einer ungenügenden Vitamin-D-Versorgung.
Eine Metaanalyse von 35 Studien von Seiten chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass Kinder mit Asthma signifikant niedrigere 25(OH)D-Spiegel aufwiesen als gesunde Kinder.
Wissenschaftler der Universität von Aberdeen publizierten 2019, dass eine niedrige Aufnahme von Vitamin D und E während der Schwangerschaft das Risiko für Asthma bei den Kindern in den ersten zehn Lebensjahren erhöhte.
Vitamin A ist wichtig für eine intakte Haut und für intakte Schleimhäute sowie für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Chinesische Wissenschaftler haben 2023 eine Metaanalyse von Beobachtungsstudien über den Zusammenhang zwischen Vitamin A und Asthma publiziert. Die Vitamin-A-Spiegel waren bei dem Patienten mit Asthma niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen. Es zeigte sich aber keine signifikante Korrelation zwischen der Vitamin-A-Aufnahme und dem Asthmarisiko, auch nicht bei Kindern. Eine aktuelle Studie, publiziert im November 2025, ergab jedoch, dass ein subklinischer oder klinischer Vitamin-A-Mangel signifikant mit einem erhöhten Asthmarisiko in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern assoziiert war.
Vitamin E ist ein wichtiges fettlösliches Antioxidans mit antientzündlichen und antiallergischen Eigenschaften. Ein Vitamin-E-Mangel könnte deshalb das Asthmarisiko erhöhen.
Niedrige Vitamin-E-Spiegel von Schwangeren können
das Asthmarisiko des Kindes beeinflussen, so ein Ergebnis einer Metaanalyse von chinesischen Wissenschaftlern von 2018. Zum Verständnis der Effektivität und Sicherheit von Vitamin E bei Kindern mit Asthma seien aber große randomisierte Studien erforderlich.
2021 publizierten Wissenschaftler aus dem Iran, dass Vitamin E, speziell in Kombination mit Selen, unter anderem auch Asthma-Symptome bessern und entzündliche Veränderungen der Lunge reduzieren konnte.
Vitamin C ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans und hat sehr vielfältige Eigenschaften im Stoffwechsel. Unter anderem wirkt Vitamin C auch immunmodulierend und fördert den Histaminabbau, was natürlich im Hinblick auf eine Asthmasymptomatik von großer Bedeutung ist. Vitamin C vermag auch eine Verengung der Bronchien durch körperliche Anstrengung deutlich zu reduzieren. Wissenschaftler aus Korea publizierten 2023, dass eine höhere Vitamin-C-Aufnahme möglicherweise das Auftreten von Asthma reduzieren könnte. Nach Einschätzung von italienischen Wissenschaftlern, publiziert 2025, hat Vitamin C das Potenzial als Zusatztherapie bei der Behandlung von Asthma durch Reduzierung von oxidativem Stress und Entzündungen der Atemwege. Iranische Forscher aus dem Iran fanden bei Asthmapatienten signifikant niedrigere Vitamin-C-Spiegel im Plasma und in den Leukozyten als bei gesunden Kontrollpersonen.
Ein Eisenmangel hat auch nachteilige Effekte auf die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Die TH2-Lymphozyten erleiden hierbei die geringsten Einschränkungen, so dass ein Eisenmangel per se eine TH2-Immundominanz fördert. Letztere führt zu einer vermehrten Freisetzung von Interleukin-4 und zu ein erhöhten allergischen Reaktionsbereitschaft. Die Mastzellen spielen eine wichtige Rolle für allergische Reaktionen, weil sie Histamin freisetzen. Ein Eisenmangel begünstigt die Histaminfreisetzung. Damit ist ein Eisendefizit ein Faktor, der allergische Reaktionen und damit auch allergisches Asthma forciert.
Eine Metaanalyse von 2025 von Seiten chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass eine Anämie signifikant mit einem erhöhten Asthmarisiko assoziiert war - besonders bei Kindern. Bei Asthma sollte immer auch eine Untersuchung auf Anämie erfolgen.
Bei US Amerikanerinnen waren Ferritinkonzentrationen größer 76 µg/ml mit einem verminderten Asthmarisiko assoziiert.
Zink ist Cofaktor von über 300 Enzymen im gesamten Stoffwechsel und spielt auch eine zentrale Rolle für das Immunsystem. Zink hat nicht nur immunmodulierende, sondern auch antioxidative und antientzündliche Eigenschaften. Zink ist wichtig für die Aufrechterhaltung der TH1/TH2-Balance. Bei Asthmapatienten wurden sehr häufig verminderte Zinkkonzentrationen festgestellt.
Eine Metaanalyse von 21 Fachartikeln, die 2024 publiziert wurde, hat ergeben, dass die Zinkspiegel bei Kindern signifikant mit dem Risiko für Asthma assoziiert waren.
Wissenschaftler aus Thailand haben 2022 veröffentlicht, dass ein Zink- und/ oder Vitamin-C-Mangel mit einer schwereren Symptomatik und einer verminderten Lungenfunktion bei Kindern mit anhaltendem Asthma assoziiert war.
Selen ist ein wichtiges antioxidatives Spurenelement. Eine gute Selenversorgung ist bei allen Krankheiten von großer Bedeutung, die mit oxidativem Stress einhergehen, zum Beispiel auch mit Asthma. Aus einem Fachartikel über Spurenelemente bei Asthma geht hervor, dass Personen mit Asthma häufig niedrige Selenspiegel haben und Selenmängel mit einem erhöhten Risiko für Asthma assoziiert sind.
Möglicherweise spielt auch Mangan eine Rolle bei der Entstehung von Asthma. Aus einem türkischen Fachartikel von 2004 geht hervor, dass die niedrigste Aufnahme von Mangan mit einem mehr als fünffach erhöhten Risiko für eine Überempfindlichkeit der Bronchien assoziiert war. Ein Manganmangel erhöht die Bildung von Stickstoffmonoxid, dass an der Entstehung von Asthmasymptomen beteiligt ist.
Magnesium besitzt antientzündliche Eigenschaften und ist auch wichtig für die Entspannung der Bronchien. Die intravenöse Gabe von Magnesiumsulfat ist eine bewährte Maßnahme bei Asthmaanfällen. Eine Metaanalyse von 2024 kam zu dem Ergebnis, dass eine intravenöse Therapie mit Magnesiumsulfat bei Kindern mit Asthma die Hospitalisierungsrate verminderte. Außerdem verbesserte diese Therapie den maximalen Atemstrom bei Ausatmung.
Andere Mikronährstoffe
Zur Vorbeugung und Behandlung von Asthma können auch noch Coenzym Q10 und die Omega-3-Fettsäuren infrage kommen. Zur Reduzierung von oxidativem Stress ist häufig auch eine Supplementierung von Cystein, Glutathion oder Taurin vorteilhaft.
Fazit
Bei Asthma bronchiale ist eine Bestimmung von Mikronährstoffen sinnvoll, da Mängel den Krankheitsverlauf und den Schweregrad von Asthma erheblich beeinflussen können. Als Mikronährstoff-Analyse bei Asthma eignet sich sehr gut das DCMS-Immun-Profil.
Referenzen:

Zu den Fehlregulationen des Immunsystems gehört neben einer erhöhten Infektanfälligkeit auch das Auftreten von Allergien und Autoimmunerkrankungen. Eine Allergie ist eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Umweltstoffe. Die Allergiehäufigkeit in Deutschland ist seit den Siebzigerjahren stark angestiegen. Die häufigste allergische Erkrankung ist der Heuschnupfen. Experten gehen davon aus, dass im Rahmen des Klimawandels mit einer weiteren Zunahme allergischer Reaktionen zu rechnen ist. Der Klimawandel führt dazu, dass die Pollensaison immer länger dauert. In Deutschland beginnt diese oft schon im Januar mit Hasel und Erle und zieht sich bis in den Spätsommer/Herbst hin.
Das Immunsystem ist allezeit auf eine gute Versorgung mit allen immunrelevanten Nährstoffen angewiesen, insbesondere auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen. Es gibt kaum einen Mikronährstoff, der nicht ein oder mehrere Funktionen für das Immunsystem hat. Auch zur Vermeidung von Allergien oder zur Begrenzung allergischer Reaktionen ist eine gute Mikronährstoffversorgung von zentraler Bedeutung.
Wir stellen Ihnen einige aktuelle Studien zum Thema Mikronährstoffe und Allergien vor:
Einem norwegischen Fachartikel zufolge hatte eine Vitamin-D-Supplementierung einen günstigen Effekt bei der Neurodermitis und der Rhinitis allergica bei Kindern. Vitamin D vermag die Barrierefunktion der Oberhaut zu verbessern und auch die antimikrobielle Abwehr zu steigern. Klinische Verbesserungen wurden hauptsächlich bei Dosen über 2000 IU/Tag erzielt.
Ein Fachartikel italienischer Forscher beschäftigte sich mit der Rolle von Zink beim kindlichen Asthma und Heuschnupfen. Grundsätzlich spielt Zink eine zentrale Rolle für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems, für die Regulierung von oxidativem Stress und für die Aufrechterhaltung der Barrierefunktion von Schleimhäuten. Bei der allergischen Rhinitis war eine Zinkverarmung der Nasenschleimhaut mit einer erhöhten lokalen Entzündungsaktivität assoziiert.
Chinesische Wissenschaftler konnten mithilfe der Mendelschen Randomisierung nachweisen, dass die Aminosäure Glutamin ein Schutzfaktor gegen allergische Rhinitis ist. Die Mendelsche Randomisierung ist eine Methode der Epidemiologie zur Bestimmung des Einflusses veränderlicher Risikofaktoren auf Krankheiten unter Verwendung der Variation von Genen bekannter Funktion.
Fazit
Alle Patienten mit Allergien sollten regelmäßig die immunrelevanten Mikronährstoffe überprüfen lassen. Mikronährstoff-Mängel führen häufig zu einer Fehlfunktion des Immunsystems, zum Beispiel auch zu einem vermehrten Auftreten von Allergien. Gerade für Heuschnupfen Patienten ist es zu Beginn der Pollensaison sinnvoll, den Mikronährstoffstatus zu optimieren. Hierzu empfehlen wir das DCMS-Immun-Profil.
Referenzen
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