Featured

Zu proteinreiche Ernährung schädigt die Blutgefässe

Im Februar 2024 meldete NTV, dass eine zu proteinreiche Ernährung die Entwicklung einer Arteriosklerose fördert. Wissenschaftler der University of Pittsburgh konnte nachweisen, dass eine proteinreiche Ernährung, ab 22 Kalorienprozent pro Mahlzeit, den Gehalt bestimmter Aminosäuren im Blut erhöht. Es zeigte sich vor allem eine Erhöhung der Aminosäure Leucin. Leucin kommt in großen Mengen in tierischen Proteinen vor und kann Immunzellen im Körper durcheinanderbringen, sodass diese ihre natürliche Funktion nicht mehr wie gewohnt erfüllen können. Langfristig führt dies zu einer Ablagerung von Plaques an den Gefäßwänden. Der Seniorautor der Studie bewertete die Forschungsergebnisse dahingehend, dass eine Erhöhung der Proteinaufnahme im Streben nach einer besseren Stoffwechselgesundheit und mehr Muskeln kein Allheilmittel sei. Sie könne den Arterien damit echten Schaden zuführen. Die Studie legt auch nahe, dass Pflanzenproteine mit geringerem Leucingehalt gesünder sind als tierische Proteine.

Referenz:
ntv, 22.02.2024: Zu proteinreiche Ernährung kann Arterien verkalken

Featured

Erhöhte Zufuhr von BCAAs fördern die Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis

Forscher aus dem Iran bestimmten bei 95 Patienten mit rheumatoider Arthritis und bei 150 Kontrollpersonen die Aufnahme von verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs). Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von BCAAs die Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis förderte. Es seien aber weitere Studien notwendig zur Bestätigung dieser Beobachtung und zur Erklärung der zugrunde liegenden Mechanismen.

Referenz:
Mohadeseh Soleimani Damaneh, Naheed Aryaeian et al.: The association between dietary intake of branched-chain amino acids and odds and severity of rheumatoid arthritis; Sci Rep. 2024 Mar 15;14(1):6309.

Featured

Verzweigkettige Aminosäuren und Risiko für Autismus

Wissenschaftler aus China untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen den BCAA-Konzentrationen und Risiko für Erkrankungen des autistischen Spektrums.
An der Studie nahmen 313 Patienten teil. Die Auswertung der Daten ergab, dass die Spiegel der BCAAs mit dem Risiko für Erkrankungen des autistischen Spektrums assoziiert waren.

Referenz:
Qi Gao, Dan Bi et al.: The Association Between Branched-Chain Amino Acid Concentrations and the Risk of Autism Spectrum Disorder in Preschool-Aged Children; Mol Neurobiol. 2024 Jan 24.

Serumspiegel von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 sind mit kognitiven Störungen bei depressiven Patienten assoziiert

Im Februar 2024 publizierten chinesische Wissenschaftler die Ergebnisse einer Untersuchung bei 220 Patienten mit Depressionen und bei 100 Kontrollpersonen. Die Patienten mit Depressionen und kognitiver Dysfunktion hatten die niedrigsten Spiegel der B-Vitamine. Die B-Vitamine Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 waren mit Depressionen und kognitiver Dysfunktion assoziiert.

Referenz:
Lei Zhao, Lili Guan et al.: Serum levels of folate, vitamin B6, and vitamin B12 are associated with cognitive impairments in depression patients; Acta Neuropsychiatr. 2024 Feb;36(1):44-50.

Vitamin-Spiegel und kardiovaskuläre Risikofaktoren

Koreanische Wissenschaftler untersuchten unter Verwendung von Daten einer nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung den Zusammenhang zwischen den Vitamin A-, Folsäure- und Vitamin-E-Spiegeln sowie kardiovaskulären Risikofaktoren und Depressionen bei koreanischen Frauen.

Depressionen waren mit niedrigeren Blutspiegeln von Vitamin A bei prämenopausalen Frauen assoziiert. Folsäure und Vitamin E waren nicht mit Depressionen assoziiert. Depressionen waren bei prämenopausalen Frauen mit Übergewicht und Diabetes assoziiert. Bei postmenopausalen Frauen korrelierten Depressionen mit Schlaganfällen und Herzinfarkt.

Referenz:
Seon Mi Lee, Jong Chul Baek et al.: Serum Vitamin Levels, Cardiovascular Disease Risk Factors, and Their Association with Depression in Korean Women: A Cross-Sectional Study of a Nationally Representative Sample; Medicina (Kaunas). 2023 Dec 15;59(12):2183.