Das Gehirn hat eine größere Fähigkeit als andere Organe Vitamin A zu Retinsäure umzuwandeln, die entsprechende Kernrezeptoren aktiviert. Eine kontrollierte Bildung von Retinsäure ist essenziell für die Regulierung der synaptischen Plastizität in den Hirnregionen, die für das Lernen und für die Gedächtnisbildung zuständig sind, zum Beispiel der Hippocampus. Ein Vitamin-A-Mangel beeinträchtigt die Retinsäure-Signalgebung und ist mit kognitivem Abbau oder gar mit der Alzheimererkrankung assoziiert. Mehrere andere Entwicklungsstörungen und psychiatrische Störungen, die die Kognition beeinträchtigen, haben ebenfalls einen sehr starken Bezug zu Vitamin A und Retinsäure.

Referenz:
Marta U Wołoszynowska-Fraser, Azita Kouchmeshky et al.: Vitamin A and Retinoic Acid in Cognition and Cognitive Disease; Annu Rev Nutr. 2020 Sep 23;40:247-272.

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