Griechische Forscher untersuchten den möglichen Zusammenhang zwischen einer dysmetabolischen Eisenüberladung und dem metabolischen Syndrom. Die Serumferritinspiegel stiegen proportional zum Ausmaß der Insulinresistenz und dem Ausmaß des metabolischen Syndroms an. Die metabolische Eisenüberladung war ein Prognosefaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und einer nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. Die Dysregulation des Eisenstoffwechsels bei der metabolischen Eisenüberladung ist ein multifaktorieller Prozess, der durch eine ungesunde Ernährung getriggert wird, unterstützt durch Umweltfaktoren und genetische Cofaktoren. Ein Eisenentzug kombiniert mit einer gesunden Ernährung verbesserte die Insulinsensitivität und die Betazellfunktion, hatte aber keinen signifikanten Effekt auf den Blutzuckerspiegel. Die Autoren des Fachartikels betonen, dass eine Eisenüberladung in der täglichen klinischen Praxis häufig unterschätzt wird. Eine Modifizierung der Ernährung und des Lebensstils kann zu einer Besserung des Krankheitsbildes führen. Unklar ist noch, inwieweit Aderlässe bei der dysmetabolischen Eisenüberladung erfolgsversprechend sind.

Referenz:
Alexandros Sachinidis, Michael Doumas et al.: Dysmetabolic Iron Overload in Metabolic Syndrome; Curr Pharm Des. 2020;26(10):1019-1024.

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