Zwei US-amerikanische Ernährungsmediziner publizierten ein Fallbeispiel einer Patientin, die sich bereits 2002 einem adipositaschirurgischen Eingriff unterzogen hatte. Bei der Patientin bestand eine massive Anämie bei einem extrem niedrigen Ferritinspiegel, weshalb intravenöse Eiseninfusionen verabreicht wurden. Durch die Eisentherapie konnte aber keine nachhaltige Besserung erreicht werden. Als ausschlaggebender Faktor erwies sich ein Kupfermangel, der durch den adipositaschirurgischen Eingriff erklärbar war. Nach einer adäquaten Verabreichung von Kupfer und Zink konnte die Häufigkeit der Eiseninfusionen bei der Patientin deutlich vermindert werden. Bei einer therapieresistenten Eisenmangelanämie sollte auch ein Kupfermangel in Betracht gezogen werden.

Referenz:
Vijaya Surampudi, Zhaoping Li: Refractory Iron Deficiency Anemia; Current Developments in Nutrition, Volume 4, Issue Supplement_2, June 2020, Page 1841

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