Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten, inwieweit ein Eisenmangel bei nicht schwangeren Frauen im gebärfähigen Alter als Risikofaktor für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse anzusehen ist. Als Eisenmangel wurden Ferritinkonzentrationen unter 15 µg/Liter definiert. Die Studienteilnehmerinnen mit Eisenmangel hatten höhere TSH-Werte und niedrigere T4-Konzentrationen. Die Veränderung der T4-Konzentrationen war aber nicht statistisch signifikant. Bei den Studienteilnehmerinnen mit Eisenmangel wurden häufiger Autoantikörper gefunden als in der Kontrollgruppe.

Ein Eisenmangel ist also mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse assoziiert. Empfehlenswert ist eine Bestimmung der Schilddrüsen-Autoantikörper bei Frauen mit Kinderwunsch.

Referenz:
N. Okuroglu, A. Ozturk et al.: IS IRON DEFICIENCY A RISK FACTOR FOR THE DEVELOPMENT OF THYROID AUTOANTIBODIES IN EUTHYROID WOMEN WITH REPRODUCTIVE AGES? Acta Endocrinol (Buchar). 2020 Jan-Mar; 16(1)

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