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Studien 2026

 

Erhöhte Glycinspiegel vermindern das Risiko für Pankreaskarzinom

Chinesische Wissenschaftler haben 2026 publiziert, dass höhere Konzentrationen von Glycin mit einem verminderten Risiko für das Pankreaskarzinom assoziiert waren - selbst bei Personen mit den höchsten genetischen Risikofaktoren. Für die Studie wurden die Daten von 206.863 Teilnehmern der UK-Biobank ausgewertet.

Referenz:
Xiang S, Li Y et al.: Elevated circulating glycine levels are associated with reduced pancreatic cancer risk: A prospective cohort study based on the UK biobank; Pancreatology. 2026 Feb;26(1):164-173. doi: 10.1016/j.pan.2025.12.015. Epub 2025 Dec 15.


Veränderte Aminosäurenprofile bei chronischer Pankreatitis

Aus einem Fachartikel von Forschern aus Estland geht hervor, dass Patienten mit chronischer Pankreatitis im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen veränderte Blutspiegel bei den Aminosäuren aufwiesen. Das Verhältnis von nicht essenziellen zu essenziellen Aminosäuren war bei diesen Patienten erhöht. Ein höherer Schweregrad der chronischen Pankreatitis erhöhte auch die Spiegel der nicht essenziellen Aminosäuren, wobei Prolin hierbei die stärkste Assoziation zum Schweregrad der Erkrankung aufwies.

Referenz:
Malvik M, Kilk K et al.: Shifts in amino acids profile in chronic pancreatitis; PLoS One. 2026 Jan 20;21(1):e0341087. doi: 10.1371/journal.pone.0341087. eCollection 2026.


Citrullin beeinflusst Blutdruck bei Kälte

Die Auswertung von sechs randomisierten kontrollierten Studien hat ergeben, dass eine Citrullin-Supplementierung signifikant den Blutdruckanstieg bei Kälteexposition verhindern konnte.

Referenz:
Ping Luo, Jingfeng Chen et al.: Effect of L-Citrulline Intake on Blood Pressure in Cold Environments: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials; Food Sci Nutr. 2026 Mar 6;14(3):e71603.


Taurin hat günstigen Effekt bei Long COVID

Wissenschaftler aus Kanada konnte nachweisen, dass eine Taurin-Supplementierung effektiv Symptome von Long COVID vermindern konnte, zum Beispiel Stoffwechselstörungen, endotheliale Dysfunktion und oxidativen Stress. Bei Patienten mit Long COVID bestand ein relativer Taurinmangel. Taurin besitzt das Potenzial zur Reduzierung des chronischen Entzündungszustands und von zellulären Alterungsprozessen.

Referenz:
Kaiming Wang, Chen Hsiang Ma et al.: Taurine supplementation as a therapeutic strategy for cellular senescence and chronic inflammation in long COVID: a systematic review and meta-Analysis; BMC Infect Dis. 2026 Mar 10;26(1):774.


Taurin bei Typ-2-Diabetes

Aus einem Fachartikel brasilianischer Wissenschaftler geht hervor, dass die Taurin-Konzentrationen im Plasma bei Personen mit Typ-2-Diabetes durch Störung der Reabsorption, durch erhöhte renale Ausscheidung und durch einen erhöhten Gewebebedarf vermindert sind. In Studien konnte eine Verbesserung der Insulinsensitivität und der Blutzuckerspiegel durch Taurin nachgewiesen werden. Eine Taurin- Supplementierung hat einen günstigen Effekt bei diabetesbedingten Fehlfunktionen des Stoffwechsels und hat das Potenzial als komplementäre therapeutische Strategie, so die Schlussfolgerung der brasilianischen Wissenschaftler.

Referenz:
Fogagnolo C, Ortiz GU et al.: Taurine in Type 2 Diabetes: Plasma Concentrations, Metabolic Pathways, and Potential as a Therapeutic Adjuvant. Curr Nutr Rep. 2025 Nov 11;14(1):119. doi: 10.1007/s13668-025-00711-7.


Taurin bei entzündlichen Darmerkrankungen

In einer Studie italienischer Forscher wurde nachgewiesen, dass die Serum-Taurinspiegel bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen im Vergleich zu den Taurinspiegeln gesunder Kontrollpersonen signifikant niedriger waren, was auch im gesamten Krankheitsverlauf so blieb. Bei den gesunden Kontrollpersonen wurde eine Verminderung der Taurin- Konzentrationen mit zunehmendem Alter nachgewiesen.

Referenz:
Frascatani R, Mattogno A et al.: Longitudinal Evidence of Sustained Taurine Deficiency in Inflammatory Bowel Disease; Int J Mol Sci. 2026 Jan 11;27(2):725. doi: 10.3390/ijms27020725. PMID: 41596378


Citrullin-Supplementierung bei Typ-2-Diabetikern

In einer vierwöchigen Studie bewirkte eine Citrullin-Supplementierung (6 g täglich) bei Typ-2-Diabetikern mittleren und höheren Lebensalters eine Verbesserung der Gefäßfunktion und der Blutzuckerspiegel.

Referenz:
Kang Y, et al.: Effects of L-Citrulline Supplementation on Endothelial Function, Arterial Stiffness, and Blood Glucose Level in the Fasted and Acute Hyperglycemic States in Middle-Aged and Older Adults with Type 2 Diabetes; Nutrients. 2025. PMID: 41374029 Free PMC article. Clinical Trial.


Verzweigtkettige Aminosäuren und Übergewicht

Wissenschaftler aus Korea und den USA publizierten in Januar 2026, dass höhere Blutkonzentrationen der verzweigtkettigen Aminosäuren, unabhängig von der Nahrungsaufnahme, mit einer höheren Prävalenz für Übergewicht assoziiert waren.

Referenz:
Okekunle AP, et al.: Circulating Branched-Chain Amino Acids are Associated with Higher Odds of Obesity: Findings from the FiLWHEL Study; Nutr Metab Insights. 2026. PMID: 41522191 Free PMC article.


Histidin ist von Nutzen bei starker Müdigkeit

Eine Studie japanischer Wissenschaftler hat ergeben, dass eine Einzeldosis von Histidin bei Menschen mit starker Müdigkeit zu einer Besserung der Stimmungslage sowie zu einer Steigerung der Vitalität führte.

Referenz:
Masatsugu Shimomasuda, Haruna Fujiyoshi et al.: Effects of a single dose of L-histidine on mental fatigue and vigor in participants with high fatigue levels: a randomized controlled Trial; Sci Rep. 2026 Apr 15.


Aminosäuren und Typ-2-Diabetes

Chilenische Wissenschaftler untersuchten bei 2.000 Personen die Konzentrationen verschiedener Aminosäuren und untersuchten die Studienteilnehmer auf Typ-2-Diabetes. Die Konzentrationen der verzweigtkettigen Aminosäuren im Plasma sowie Alanin im Plasma waren mit Typ-2-Diabetes assoziiert, während Histidin, Glycin und Glutamin invers mit dem Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden waren. Hohe Isoleucinspiegel waren mit der Inzidenz von Typ-2-Diabetes assoziiert.

Referenz:
Huidobro L, et al.: Circulating amino acids and Type 2 diabetes in a Latin American population-based cohort. Cardiovasc Diabetol. 2026. PMID: 41888767 Free PMC article.


Tryptophanaufnahme beeinflusst das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen

Eine große prospektive Kohorten-Studie mit 42.146 Studienteilnehmern in Nordvietnam hat ergeben, dass eine höhere Tryptophanaufnahme über die Nahrung das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen senken konnte.

Referenz:
Nguyen HL, Le LT et al.: Dietary tryptophan intake density and the risk of cardiovascular diseases: insights from a prospective cohort study. Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2026 Mar;36(3):104468. doi: 10.1016/j.numecd.2025.104468. Epub 2025 Nov 20
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