Haut und Mikronährstoffbedarf

Hautprobleme sind sehr oft die ersten Anzeigen für einen Mikronährstoffmangel. Die Haut hat wie alle anderen Organsysteme einen hohen Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen Aminosäuren und weiteren Mikronährstoffen. Welche Bedeutung die Mikronährstoffe für die Hautgesundheit haben, wird in diesem Artikel beschrieben.
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Aufbau und Funktionen der Haut
Die Haut hat eine Gesamtfläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern und ist damit das größte Organ des Menschen. Die Haut besteht aus drei Schichten: aus der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subkutis).
Die wichtigste Aufgabe der Epidermis ist die Barrierefunktion, das heißt, sie bildet einen Schutzschild nach außen. Zur Erfüllung dieser Schutzfunktion ist die Epidermis wie eine Mauer aufgebaut. Die Hornzellen (Keratinozyten) bilden sozusagen die Bausteine dieser Mauer.
Unter der Epidermis liegt die Lederhaut (Dermis), die wichtig ist für die Reißfestigkeit und für die Elastizität der Haut. Kollagenfasern bewirken die Reißfestigkeit, für die Elastizität sind die elastischen Fasern zuständig.
Die Subkutis, das Unterhautfettgewebe, besteht aus lockerem Bindegewebe. Fettgewebe und ist als eine Art Isolierschicht des Organismus gegen Unterkühlung anzusehen. Außerdem ist die Subkutis wichtig als Stoßdämpfer und dient als Fettspeicher.
Die Haut bietet Schutz vor mechanischen Einwirkungen, vor Austrocknung, vor chemischen und mikrobiellen Einflüssen. Außerdem ist die Haut ein sensorisches Organ zur Wahrnehmung von Berührung, Druck, Vibration, Schmerz, Juckreiz und Temperatur. In den Zellen der Haut und dem Unterhautfettgewebe wurden rund 30 verschiedene Hormone und Hormongruppen nachgewiesen, so dass man die Haut auch als Hormonorgan ansehen muss.
Die Haut ist ein Organ mit einer hohen Stoffwechselaktivität und deshalb allezeit auf eine ausreichende Verfügbarkeit mit Makronährstoffen und Mikronährstoffen angewiesen. Wegen ihres hohen Nährstoffbedarfs ist die Haut auch besonders anfällig für Störungen, die eine unausgewogene oder mangelhafte Ernährung mit sich bringt.
Sehr häufig sind Hautprobleme die ersten Anzeichen eines Nährstoffmangels. Eine gesunde Ernährung ist ein wesentlicher Faktor für den Gesundheitszustand und für das Erscheinungsbild der Haut. Ein Fachartikel von US-Wissenschaftlern von 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass eine pflanzenbasierte Ernährung ein therapeutisches Potenzial in der Dermatologie hat und vor allem einen günstigen Effekt bei entzündlichen Hauterkrankungen aufweist. Auch eine gut geplante vegane Ernährung kann den notwendigen Nährstoffbedarf decken und die Gesundheit der Haut fördern.
Mikronährstoffe und Hautgesundheit
Im Folgenden werden die Mikronährstoffe vorgestellt, die für die Gesundheit der Haut wesentlich sind. Darüber hinaus erfolgen Hinweise, welche Bedeutung einzelne Mikronährstoffe bei der Behandlung verschiedener Hauterkrankungen haben. Dabei geht es hauptsächlich um die Schuppenflechte (Psoriasis), die Neurodermitis und die Akne.
Vitamine und Haut
Eine unzureichende Versorgung mit den einzelnen Vitaminen führt zu mannigfaltigen Hautsymptomen.
Vitamin A hat eine wichtige Bedeutung für die richtige Entwicklung der Hautzellen. Ein Vitamin-A-Mangel stört die Differenzierung der Keratinozyten und bewirkt eine Verdickung der Haut (Hyperkeratose) sowie eine vermehrte Trockenheit und Ekzeme. Ein Vitamin-A-Mangel fördert auch eine vorzeitige Alterung der Haut und begünstigt die Bildung von Falten. Vitamin A reduziert die Talgproduktion und wird deshalb häufig bei der Behandlung der Akne eingesetzt.
In einem Fachartikel polnischer Wissenschaftler vom Dezember 2023 ist auch nachzulesen, dass ein Vitamin-A-Mangel mit einer erhöhten Anfälligkeit für Hautinfektionen und Hautentzündungen verbunden ist.
Laut einem chinesischen Fachartikel führt ein Vitamin-A- Mangel zu einer TH2-Immundominanz, die wiederum die Entstehung einer Neurodermitis begünstigt.
In der Haut kann Vitamin D aus Cholesterin gebildet werden. Dies funktioniert aber nur bei ausreichender Intensität von UV-B. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Fähigkeit der Haut rapide ab, Vitamin D zu bilden. Vitamin D ist wichtig für eine geordnete Proliferation der Keratinozyten und hat auch einen Schutzeffekt gegen UV-induzierte DNA-Schäden. Ein guter Vitamin-D-Status vermindert das Risiko für Melanome. Vitamin D reduziert auch die Entzündungsaktivität im Organismus, was wichtig ist bei entzündlichen Hauterkrankungen.
Nach Aussage kroatischer Wissenschaftler, veröffentlicht in einem Fachartikel von 2025, begünstigt ein Vitamin-D-Mangel mehrere entzündliche Hauterkrankungen, besonders Neurodermitis. Es besteht auch eine Assoziation zwischen einem Vitamin-D-Mangel und dem Risiko einer Verschlechterung bei Schuppenflechte, chronischer Urtikaria und Kontaktdermatitis.
Vitamin E ist ein wichtiges fettlösliches Antioxidans und schützt die Zellmembranen vor Schäden durch freie Radikale. Vitamin E reduziert auch die Verzuckerung kollagener Fasern, Vitamin E ist besonders wichtig bei Störungen der Blutzuckerregulation. Zusammen mit Vitamin C hat Vitamin E einen erheblichen Schutzeffekt gegen Schäden durch UV-Strahlung. Auch die Faltenbildung bzw. die Entstehung von Altersflecken kann durch Vitamin E vermindert werden.
Die Auswertung von NHANES-Daten von Seiten chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass Vitamin-E-Spiegel zwischen 11,8 und 21,3 µg/ml das Risiko von Ekzemen bei erwachsenen US-Amerikanern reduzieren konnte.
Forscher aus Malaysia und Singapur haben publiziert, dass die Tocotrienole, die zur Vitamin-E-Familie gehören, die Haut vor Entzündungen und UV-Strahlung schützen können.
In einer Studie rumänischer Wissenschaftler von 2024 wurden bei Patienten mit Schuppenflechte im Vergleich zu Kontrollpersonen niedrigere Vitamin K-Spiegel gemessen. Es ist schon länger bekannt, dass Vitamin K2 entzündungsfördernde Moleküle hemmen kann.
Vitamin C ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans und ein essenzieller Cofaktor für die Synthese von Kollagenen. Die Anzeichen einer unzureichenden Vitamin-C-Versorgung sind zum Beispiel eine Ansammlung von Keratin in Haarfollikeln, was raue Haut verursacht. Weitere Anzeichen sind eine verminderte Wundheilung infolge eingeschränkter Kollagenproduktion. Eine gute Vitamin-C-Versorgung reduziert Schäden durch Sonnenlicht, wobei hier Vitamin C zweckmäßigerweise mit Vitamin E kombiniert werden sollte. Vitamin C kann auch Pigmentflecke aufhellen. Vitamin C hat eine Anti-Histamin-Wirkung und ist deshalb häufig bei allergischen Erkrankungen von Nutzen.
Aus einem Fachartikel polnischer Wissenschaftler von 2021 geht hervor, dass bei der Behandlung der Schuppenflechte Antioxidantien, unter anderem Vitamin C, sehr wichtig sind.
Vitamin B2 ist Ausgangssubstanz für die Bildung der Flavoenzyme FAD und FMN, die im Energiestoffwechsel eine zentrale Rolle spielen. Eine gute Versorgung mit Vitamin B2 ist sehr wesentlich für die Gesunderhaltung von Haut und Schleimhäuten. Bei einer unzureichenden Vitamin-B2-Versorgung kommt es zu geröteten, schuppigen, fettigen und juckenden Stellen auf der Haut.
Eine Auswertung von NHANES-Daten von Seiten chinesischer Wissenschaftler hat ergeben, dass Psoriasis signifikant mit einer verminderten Vitamin-B2-Aufnahme assoziiert war. Die Assoziation war besonders signifikant bei Personen über 40 Jahre.
Die klassische Vitamin-B3-Mangelerkrankung ist Pellagra, die gekennzeichnet ist durch die drei Ds: Demenz, Diarrhoe und Dermatitis. Die Hautsymptome bei einem Vitamin-B3-Mangel werden durch eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut hervorgerufen. Die Hautläsionen treten symmetrisch in lichtexponierten Regionen auf, zum Beispiel im Gesicht.
Eine retrospektive Studie von 33.822 Veteranen hat ergeben, dass eine Supplementierung von Nicotinamid mit einem verminderten Risiko für drei Typen von Hautkarzinomen assoziiert war.
US-Wissenschaftler publizierten 2023, dass niedrige Spiegel von Vitamin B6 und Vitamin D mit einer höheren Rate an Hauterkrankungen mit Juckreiz verbunden waren.
Bei einem Vitamin-B12-Mangel kann es zu Pigmentstörungen der Haut und Schleimhaut kommen, außerdem zu einer Beeinträchtigung der Hautregeneration. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es zu einer Verschlechterung der B12- Aufnahme. Auch bei einer atrophischen Gastritis infolge einer Helicobacter pylori-Infektion sowie bei Einnahme von Protonenpumpenhemmern und Metformin kommt es häufig zu Vitamin-B12-Mängeln.
Folsäure ist von zentraler Bedeutung für die Produktion von DNA beim Zellwachstum, weshalb Gewebe mit einem hohen Zellumsatz wie die Haut auch einen hohen Folsäurebedarf haben. Ansonsten ähneln die Symptome eines Folsäuremangels denen eines Vitamin-B12-Mangels.
In einem Zellkulturversuch polnischer Wissenschaftler zeigte Folsäure einen gewissen Schutzeffekt gegen die nachteiligen Folgen von UV-Strahlung. Entzündliche Hauterkrankungen wie zum Beispiel Psoriasis sind häufig auch mit erhöhten Homocysteinkonzentrationen verbunden. Eine Folsäure-Supplementierung ist deshalb häufig eine sinnvolle Maßnahme bei chronisch entzündlichen Hauterkrankungen.
Biotin ist wichtig für den Fettsäuremetabolismus. Bei einem Biotinmangel kommt es zu schuppigen und geröteten Hautstellen. Eine Supplementierung von Biotin kann möglicherweise bei Haarausfall von Nutzen sein, allerdings ist die Datenlage diesbezüglich eher schmal.
Pantothensäure ist Bestandteil von Coenzym A und spielt deshalb eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel. Pantothensäure wird häufig zur Verbesserung der Wundheilung eingesetzt. Pantothensäure hat auch einen günstigen Effekt bei der Behandlung von Akne durch Verminderung der Anzahl von Gesichtsläsionen.
Aminosäuren: wichtig für den Aufbau der Haut
Die Aminosäuren spielen eine große Rolle für das Erscheinungsbild und für die Gesundheit der Haut. Die Entstehung von Hautfalten beruht wesentlich auf dem Abbau von Kollagenen und elastischen Fasern. Deshalb sollte besonders auf eine ausreichende Zufuhr der Aminosäuren geachtet werden, die für die Bildung von Kollagenen und Elastin erforderlich sind.
Aus Arginin kann Prolin synthetisiert werden, das wiederum für den Aufbau von Kollagenen benötigt wird und auch für die Wundheilung erforderlich ist. Wie bereits erwähnt, sind die Kollagene wesentliche Bestandteile der Lederhaut.
Glutamin ist Ausgangssubstanz für die Bildung von Glucosamin, aus dem Hyaluronsäure gebildet werden kann. In der Haut ist Hyaluronsäure vor allem in der untersten Epidermisschicht und in der Dermis vorhanden. Hyaluronsäure hat die Fähigkeit, sehr große Mengen Wasser (bis zu tausendfach ihres eigenen Gewichtes) zu binden und am verdunsten zu hindern. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt der Hyaluronsäuregehalt der Haut ab, weshalb dann die Haut trockener und faltiger wird.
Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die für die Bildung der Keratine in der Haut eine wichtige Rolle spielt. Cystein bildet Disulfidbrücken, die der Grund sind für die Festigkeit des Keratins. Cystein wird meist in Form von N-Acetylcystein (NAC) supplementiert. US-Wissenschaftler publizierten 2018 einen Übersichtsartikel zur Bedeutung von NAC in der Dermatologie. NAC hat einen Effekt auf die Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid und besitzt antioxidative Eigenschaften. Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann NAC bei entzündlichen und infektiösen Hauterkrankungen von Nutzen sein, unter anderem auch bei der Akne vulgaris und der Neurodermitis.
Die Aminosäure Glycin kommt in großen Mengen in Kollagenen vor - jede dritte Aminosäure in den Kollagenketten ist Glycin.
Prolin ist ebenfalls wichtiger Teil der Kollagene.
Die Aminosäure Lysin ist Bestandteil der elastischen Fasern.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Ein Eisenmangel ist der häufigste Mikronährstoffmangel. Ein normales rotes Blutbild schließt einen Eisenmangel keinesfalls aus. Ein Eisenmangel kann vielfältige Symptome machen. Menschen mit Eisenmangel leiden meist unter Hautblässe, spröder Haut, eingerissenen Mundwinkeln, Rillen in den Fingernägeln. Auch Haarausfall tritt sehr häufig auf, besonders bei Frauen. Da Eisen an der Kollagensynthese beteiligt ist, führt ein Eisenmangel zum Beispiel zu schlaffem Bindegewebe und zu einer verstärkten Faltenbildung. Eisen ist auch für die Immunkompetenz wichtig, deshalb kann ein Eisenmangel auch Infektionen der Haut begünstigen.
Zink hat sehr vielfältige Stoffwechselfunktionen und ist auch für die Haut ein sehr bedeutendes Spurenelement. Zink ist erforderlich für alle Wachstums- und Regenerationsprozesse, zum Beispiel für die Kollagensynthese und Wundheilung. Zink ist wichtig für die Zellproliferation und für die Zelldifferenzierung, dies betrifft auch die Zellen der Haut.
Zink spielt auch für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems eine bedeutende Rolle. Ein Zinkmangel kann zum Beispiel die Häufigkeit von Allergien erhöhen und auch die Anfälligkeit für Pilzinfektionen der Haut sowie für Infektionen mit dem Herpesvirus. Ein Zinkmangel wirkt sich erheblich auf Haut und Schleimhäute, auf Haare und Nägel aus. Es kommt zu einer Störung der Wundheilung, zu einem vermehrten Auftreten von Pusteln und Ekzemen, zu Haarausfall, brüchigen Nägeln und vieles mehr.
Eine Supplementierung von Zink hat einen günstigen Effekt bei vielen Hauterkrankungen zum Beispiel bei der Akne. Hier wirkt Zink antibakteriell und immunmodulierend und blockiert die Bildung von Dihydrotestosteron aus Testosteron. Dihydrotestosteron stimuliert die Talgdrüsenaktivität. Ein Zinkmangel begünstigt auch die Bildung von Warzen.
Selen ist ein wichtiges antioxidatives Spurenelement und hat auch einen antientzündlichen Effekt. Bei entzündlichen Hauterkrankungen wie der Neurodermitis und der Schuppenflechte ist deshalb eine Selen-Supplementierung häufig von Vorteil. Auch bei Akne hat Selen meist eine günstige Wirkung.
Wissenschaftler aus dem Iran publizierten 2024, dass Patienten mit Akne vulgaris im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen niedrigere Serumkonzentrationen von Zink, Selen und Vitamin D aufwiesen.
Kupfer spielt eine wichtige Rolle für die Bildung des Bindegewebes, speziell für die Quervernetzung von Kollagen und Elastin. Kupfer ist auch erforderlich für die Bildung des Farbpigments Melanin.
Mangan ist an der Bildung der Kollagene beteiligt. Manganhaltige Enzyme sorgen auch für die Bildung der Glykosaminoglykane, die für die Wundheilung benötigt werden.
Ein Magnesiummangel erhöht die allergische Reaktionsbereitschaft. In einer türkischen Studie wurden bei Kindern mit Neurodermitis im Vergleich zu einer Kontrollgruppe unter anderem verminderte Magnesiumkonzentrationen im Serum festgestellt.
Weitere Mikronährstoffe für die Haut
Coenzym Q10 spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und ist auch ein fettlösliches Antioxidans. Coenzym Q10 wird gerne in Kosmetikpräparaten zur Verminderung der Hautalterung eingesetzt. Eine Supplementierung von Coenzym Q10 ist auch bei entzündlichen Hauterkrankungen wie zum Beispiel der Psoriasis sinnvoll, da Entzündungen und oxidativer Stress den Bedarf von Q10 erhöhen.
Die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA haben eine antientzündliche Wirkung und sind deshalb besonders bei entzündlichen Hauterkrankungen von Nutzen. Besonders EPA wirkt stark antientzündlich und vermindert auch die Talgproduktion bei der Akne. Omega-3-Fettsäuren wirken dann am besten, wenn gleichzeitig die Zufuhr von Arachidonsäure stark eingeschränkt wird. Die Arachidonsäure ist hauptsächlich in Fleisch und Wurst enthalten und ist Ausgangssubstanz für die Bildung von Entzündungsmediatoren.
Neben den Omega-3-Fettsäuren spielt auch die Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Hauterkrankungen. Patienten mit Neurodermitis können Gamma-Linolensäure nicht ausreichend herstellen, da das dafür benötigte Enzym nicht richtig arbeitet. Eine Supplementierung von Gamma-Linoleumsäure reduziert Juckreiz, Krustenbildung und Hautrötungen bei Neurodermitispatienten.
Fazit:
Wie bereits erwähnt, kann das Erscheinungsbild der Haut auch die Qualität der Mikronährstoff-Versorgung widerspiegeln. Eine gezielte Supplementierung der fehlenden Mikronährstoffe ist eine wichtige und sinnvolle Maßnahme bei der Behandlung von Hauterkrankungen. Dazu ist es aber erforderlich, die Mikronährstoff-Versorgung zu überprüfen, um bestehende Defizite zu erkennen. Hierfür empfehlen wir das DCMS-Stoffwechsel-Profil, das nahezu alle hautrelevanten Mikronährstoffe beinhaltet.
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Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler