Studien über Vitamine

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten einen systematischen Übersichtsartikel und eine Metaanalyse über die Effekte einer Vitamin-D-Supplementierung auf die mentale Gesundheit. Außerdem wurde in der Metaanalyse untersucht, inwieweit Biomarker die Entzündungsaktivität und den oxidativen Stress bei Patienten mit psychiatrischen Störungen durch eine Vitamin-D-Supplementierung beeinflussen. Die Vitamin-D-Supplementierung führte zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik und der Schlafqualität. Außerdem wurde in drei Studien ein signifikanter Anstieg von Glutathion nachgewiesen und ebenfalls in drei Studien eine Zunahme der totalen antioxidativen Kapazität. Die kombinierte Auswertung von fünf Studien zeigte eine signifikante Verminderung von CRP nach der Vitamin-D-Supplementierung.

Referenz:
Jamilian H, Amirani E et al.: The effects of vitamin D supplementation on mental health, and biomarkers of inflammation and oxidative stress in patients with psychiatric disorders: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials; Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2019 Aug 30;94:109651. doi: 10.1016/j.pnpbp.2019.109651. Epub 2019 May 13.

Bei Kindern zeigte eine Studie eine direkte Korrelation zwischen der Vitamin-B1-Aufnahme und depressiven Symptomen. Es gibt auch Hinweise aus einigen Studien, dass eine Vitamin-B1-Supplementierung bei der Behandlung von Autismus von Nutzen ist.

Referenz:
Dhir S, Tarasenko M et al.: Neurological, Psychiatric, and Biochemical Aspects of Thiamine Deficiency in Children and Adults; Front Psychiatry. 2019 Apr 4;10:207. doi: 10.3389/fpsyt.2019.00207. eCollection 2019.

Wissenschaftler der University of California publizierten einen Fachartikel über die neurologischen, psychiatrischen und biochemischen Aspekte eines Vitamin-B1-Mangels bei Kindern und Erwachsenen. Die Wernicke-Enzephalopathie ist wohl das bekannteste neuropsychiatrische Krankheitsbild, das durch einen Vitamin-B1-Mangel hervorgerufen wird. Eine Reihe von Studien haben aber auch einen inversen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-B1-Spiegel und Depressionen gezeigt. Auch bei gesunden älteren und jüngeren Erwachsenen konnte durch eine Supplementierung von Vitamin B1 eine positive Stimmungsveränderung, eine Zunahme des Energielevels und eine Verbesserung der Schlafqualität beobachtet werden.

Referenz:
Dhir S, Tarasenko M et al.: Neurological, Psychiatric, and Biochemical Aspects of Thiamine Deficiency in Children and Adults; Front Psychiatry. 2019 Apr 4;10:207. doi: 10.3389/fpsyt.2019.00207. eCollection 2019.

Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern untersuchten in einer großen Kohortenstudie einen möglichen Zusammenhang zwischen der Vitamin-K-Aufnahme und depressiven Symptomen. An der Studie nahmen 4.375 Studienteilnehmer im Alter zwischen 45 und 79 Jahren teil. Die Personen mit der höchsten Vitamin-K-Aufnahme hatten das niedrigste Risiko für depressive Symptome. Dieser Effekt war aber nur bei den Personen vorhanden, die keine Vitamin-D-Supplemente einnahmen.

Referenz:
Bolzetta F, Veronese N et al.: The Relationship between Dietary Vitamin K and Depressive Symptoms in Late Adulthood: A Cross-Sectional Analysis from a Large Cohort Study; Nutrients. 2019 Apr 5;11(4). pii: E787. doi: 10.3390/nu11040787.

Forscher aus Virginia untersuchten bei schwangeren Frauen einen möglichen Zusammenhang zwischen niedrig normalem Vitamin B12 und Depressionen. Dabei erwies sich der Vitamin-B12-Spiegel als signifikanter Prädiktor von Depressionen. Schwangere Frauen mit niedrig normalen Vitamin-B12-Werten hatten ein 3,82-fach erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken.

Referenz:
Peppard L, Oh KM et al.: Risk of depression in pregnant women with low-normal serum Vitamin B12; Res Nurs Health. 2019 Aug;42(4):264-272. doi: 10.1002/nur.21951. Epub 2019 May 22.

Wissenschaftler aus Brasilien publizierten einen Fachartikel über einen möglichen Zusammenhang zwischen der gesamten antioxidativen Kapazität und der Prävalenz von Depressionen bei Frauen im Klimakterium. Die Prävalenz von Depressionen in dieser Population betrug 44 Prozent. Depressive Frauen hatten eine niedrige Aufnahme von Polyphenolen, Vitamin B6, Vitamin A und Vitamin C.

Referenz:
Natiani Gonçalves de Oliveira, Iranice Taís Teixeira et al.: Dietary total antioxidant capacity as a preventive factor against depression in climacteric women; Dement Neuropsychol. 2019 Jul-Sep; 13(3): 305–311.

Australische Wissenschaftler publizierten einen systematischen Übersichtsartikel und eine Metaanalyse über den Effekt einer B-Vitamin-Supplementierung auf depressive Symptome, auf Angststörungen und Stress. Achzehn Fachartikel wurden in die Auswertung einbezogen. Elf der achzehn Artikel berichteten über einen positiven Effekt der B-Vitamine auf die Stimmungslage. Eine Supplementierung von B-Vitaminen zeigte einen signifikant günstigen Effekt bei psychischen Befindlichkeitsstörungen infolge von Stress. Bei depressiven Symptomen oder Angststörungen wurde kein signifikanter positiver Effekt der B-Vitamine nachgewiesen.

Referenz:
Young LM, Pipingas A et al.: A Systematic Review and Meta-Analysis of B Vitamin Supplementation on Depressive Symptoms, Anxiety, and Stress: Effects on Healthy and 'At-Risk' Individuals; Nutrients. 2019 Sep 16;11(9). pii: E2232. doi: 10.3390/nu11092232.

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht.
Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518.

Wissenschaftler aus der Slowakei beschäftigten sich in einem Fachartikel mit den Effekten einer Vitamin-C-Supplementierung auf die Fließeigenschaften des Blutes. 20 Junge gesunde Versuchspersonen erhielten über einen Zeitraum von drei Wochen 1000 mg Vitamin C pro Tag. Dadurch kam es zu einer Verbesserung rheologischer Parameter. Die Wissenschaftler der konnten nachweisen, dass die Verbesserung der Fließeigenschaften hauptsächlich durch eine Verbesserung der Funktionseigenschaften der Erythrozyten zu erklären war. Durch Vitamin C kam es zu einer besseren Verformbarkeit der Erythrozyten, einer Erhöhung der Stickoxidbildung und der Aktivität der Natriumpumpe in den Erythrozytenmembranen.

Referenz:
Jana Radosinska, Tomas Jasenovec et al.: Promotion of whole blood rheology after vitamin C supplementation: Focus on red blood cells; Canadian Journal of Physiology and Pharmacology; Received December 19, 2018.

Wissenschaftler aus Ägypten publizierten einen Übersichtsartikel zur bestehenden Fachliteratur über den Zusammenhang zwischen Depressionen und Folsäuremangel. In die Auswertung wurden acht Studien mit insgesamt 17.300 Studienteilnehmern einbezogen. Dabei zeigte sich, dass niedrige Folsäure- und B12-Spiegeln mit Depressionen assoziiert waren. Nach Meinung der Autoren gibt es eine starke Evidenz dafür, Folsäuresupplemente zur Prävention und Therapie von Depressionen einzusetzen.

Referenz:
Ahmad Sami A Himayda; Ahmed Fouzi Abdulkader et al.: The Correlation between Depression and Folate Deficiency; The Egyptian Journal of Hospital Medicine, Article 3, Volume 70, Issue 4, Winter 2018, Page 532-538

Eine Studie irischer Wissenschaftler bei 5186 Altenheimbewohnern zeigte, dass sehr niedrige Spiegel von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B2, aber nicht B12, mit einem erhöhten Risiko für Depressionen assoziiert waren. Vitamin-B-angereicherte Nahrungsmittel führten bei täglichem Verzehr zu einem reduzierten Risiko für Depressionen. Ein Vitamin-B6-Mangel war mit einem erhöhten Risiko für Angststörungen assoziiert.

Referenz:
Moore K et al.: B-vitamins in Relation to Depression in Older Adults Over 60 Years of Age: The Trinity Ulster Department of Agriculture (TUDA) Cohort Study. J Am Med Dir Assoc. 2019 Jan 25. pii: S1525-8610(18)30699-6.

Kinder A 320Eine Forschergruppe aus der Türkei hat bei 30 Kindern mit der Diagnose ADHS und bei 30 gesunden Kontrollpersonen die Konzentrationen von Homocystein, Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure untersucht. Homocystein, Folsäure, Vitamin B6 und B12 waren bei den ADHS-Kindern signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Außerdem zeigte sich eine positive signifikante Korrelation zwischen den Vitamin-B12-Spiegeln und einer Intelligenzscala.

Referenz:
Altun H et al.: Homocysteine, Pyridoxine, Folate and Vitamin B12 Levels in Children with Attention Deficit Hyperactivity Disorder. Psychiatr Danub. 2018 Sep;30(3):310-316.

Wissenschaftler aus Ägypten publizierten einen Übersichtsartikel zur bestehenden Fachliteratur über den Zusammenhang zwischen Depressionen und Folsäuremangel. In die Auswertung wurden acht Studien mit insgesamt 17.300 Studienteilnehmern einbezogen. Dabei zeigte sich, dass niedrige Folsäure- und B12-Spiegeln mit Depressionen assoziiert waren. Nach Meinung der Autoren gibt es eine starke Evidenz dafür, Folsäuresupplemente zur Prävention und Therapie von Depressionen einzusetzen.

Referenz:
Ahmad Sami A Himayda; Ahmed Fouzi Abdulkader et al.: The Correlation between Depression and Folate Deficiency; The Egyptian Journal of Hospital Medicine, Article 3, Volume 70, Issue 4, Winter 2018, Page 532-538

Gehirn 320Wissenschaftler aus Australien untersuchten bei 83 Psychosepatienten und 101 gesunden Kontrollpersonen die 25-OH-D-Spiegel und untersuchten das Gehirn mittels Kernspintomographie.
Die Vitamin-D-Spiegel waren signifikant positiv mit dem Volumen der grauen Hirnsubstanz assoziiert. Der Vitamin-D-Spiegel zeigte aber keinen Zusammenhang zum Ventricularvolumen.

Referenz:
Akiah Ottesen Berg, Kjetil N. Jørgensen et al.: Vitamin D levels, brain volume, and genetic architecture in patients with psychosis; PLOS one, Published: August 24, 2018 https://doi.org/10.1371/journal.pone.0200250
Bild: geralt / pixabay.com

Wissenschaftler aus den Niederlanden untersuchten den Zusammenhang zwischen einer Veränderung der 25-OH-D-Konzentration und parallelen Veränderungen depressiver Symptome bei älteren Menschen in den Niederlanden.
Bei den 65- bis 88-Jährigen zeigte sich keine Veränderung der Depressionsskala, während in der Gruppe der 55- bis 65-Jährigen eine Verminderung der Depressionsscores nachgewiesen wurde, wenn die 25-OH-D-Konzentrationen zu Beginn kleiner als 23 µg/ l betrug.

Referenz:
Elstgeest LEM, de Koning EJ et al.: Change in serum 25-hydroxyvitamin D and parallel change in depressive symptoms in Dutch older adults; Eur J Endocrinol. 2018 Jul 27. pii: EJE-18-0187. doi: 10.1530/EJE-18-0187.

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten den Effekt einer Vitamin-D-Supplementierung auf die Behandlung von Depressionen bei älteren Erwachsenen. Die Studienteilnehmer erhielten über einen Zeitraum von acht Wochen entweder 50.000 IU Vitamin D3 pro Woche oder ein entsprechendes Placebopräparat. In der Vitamin-D-Gruppe kam es zu einer Verminderung der Depressionsscores.

Referenz:
Alavi NM, Khademalhoseini S et al.: Effect of vitamin D supplementation on depression in elderly patients: A randomized clinical trial; Clin Nutr. 2018 Sep 19. pii: S0261-5614(18)32449-X.

Riechen 320Wissenschaftler aus Korea konnten nachweisen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen einer Dysfunktion des Geruchssinns und der 25-OH-D-Konzentration gab. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass der Vitamin-D-Status ein unabhängiger Faktor für Geruchsstörungen bei Parkinsonpatienten darstellt, wobei aber die zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht klar identifiziert sind.

Referenz:
Kim JE, Oh E et al.: Serum 25-hydroxyvitamin D3 level may be associated with olfactory dysfunction in de novo Parkinson's disease; J Clin Neurosci. 2018 Nov;57:131-135. doi: 10.1016/j.jocn.2018.08.003. Epub 2018 Aug 19.

Rose 320In einer Studie irakischer Wissenschaftler zeigten sich bei Patienten mit Major Depression verschiedene Veränderungen der Konzentrationen von Spurenelementen und Vitaminen. Eine Verminderung von Vitamin E führte zu einem erhöhten Risiko für Major Depression. Das Kupfer-Zink-Verhältnis schien eine bedeutende Rolle für die Diagnose und Überwachung der Major Depression zu haben. Bei den Patienten mit Major Depression wurden im Vergleich zu Kontrollpersonen auch niedrige Konzentrationen von Zink, Nickel, Mangan, Magnesium und Vitamin A gefunden.


Referenz:

Al-Fartusie FS, Al-Bairmani HK et al.: Evaluation of Some Trace Elements and Vitamins in Major Depressive Disorder Patients: a Case-Control Study; Biol Trace Elem Res. 2018 Sep 20. doi: 10.1007/s12011-018-1507-7.

Wissenschaftler aus Indien publizierten eine Studie, in der bei 204 Studienteilnehmern Vitamin B6 und GABA gemessen wurde. Unter den Studienteilnehmern befanden sich 102 Patienten mit der Diagnose Depression. Die Vitamin-B6-Spiegel waren am niedrigsten bei den schwer bis sehr schwer depressiven Patienten. Die GABA-Konzentrationen waren bei schwer bis sehr schwer depressiven Patienten am höchsten.

Referenz:
Garima Baradia, Pradeep Kumar et al.: Levels of Serum Vitamin B6 and GABA In Clinically Depressed Patients: A Study; Section: Biochemistry; DOI: 10.21276/aimdr.2018.4.5.BC1

Gehirn Geralt 320Bei französischen Altenheimbewohnern wurde untersucht, inwieweit sich die Vitamin-D-Konzentration auf Gedächtnisprobleme auswirkten. Die Personen mit 25-OH-D-Konzentrationen größer als 68 nmol/l hatten seltener Probleme beim Lernen neuer Informationen als Personen mit 25-OH-D-Konzentrationen kleiner als 68 nmol/l.

Referenz:
Annweiler C, Doineau L et al.: Vitamin D and Subjective Memory Complaint in Community-Dwelling Older Adults; Curr Alzheimer Res. 2018;15(7):664-670. doi: 10.2174/1567205015666180201153735.

Im August 2018 wurde ein Fachartikel publiziert, der sich mit dem Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und Schmerzen beschäftigte. In die Metaanalyse wurden 81 Beobachtungsstudien einbezogen mit 50.834 Studienteilnehmern. Im Vergleich zu Kontrollpersonen waren die 25-OH-D-Konzentrationen bei Patienten mit Arthritis, Muskelschmerzen, generalisierten chronischen Schmerzen signifikant niedriger – aber nicht bei Patienten mit Kopfschmerzen oder Migräne.
Daraus lässt sich schließen, dass niedrige 25-OH-D-Konzentrationen mit Schmerzsymptomen assoziiert sind.

Referenz:
Wu Z, Malihi Z et al.: The association between vitamin D concentration and pain: a systematic review and meta-analysis; Public Health Nutr. 2018 Aug;21(11):2022-2037.

DenkenWissenschaftler aus dem Iran publizierten einen Übersichtsartikel über die Bedeutung der Folsäure auf kognitive Funktionen. In die Literaturauswertung wurden 46 Fachartikel einbezogen. Auf der Basis der vorhandenen Daten lässt sich schließen, dass eine Supplementierung von Folsäure die Hirnleistungsfähigkeit verbessern kann durch Verminderung von Homocystein, durch Pflege der Gefäßfunktion, Verminderung der Entzündungsaktivität und auch durch Modifizierung der oxidativen Antworten.
Besonders Personen mit einem hohen Homocysteinspiegel reagieren besser auf eine Folsäuresupplementierung, die durch eine Verbesserung eines niedrigen Folsäurestatus zustande kommt.

Referenz:
Enderami A, Zarghami M et al.: The effects and potential mechanisms of folic acid on cognitive function: a comprehensive review; Neurol Sci. 2018 Jun 23. doi: 10.1007/s10072-018-3473-4

Depressionen und Übergewicht sind weit verbreitet und eng miteinander verbunden. Vermutlich sind auch BDNF und Vitamin D mit Depression und Übergwicht assoziiert.

Wissenschaftler aus der Universität Greifswald untersuchten die Zusammenhänge zwischen Depression, Übergwicht, BDNF und Vitamin D. Sie konnten nachweisen, dass Vitamin D invers mit Übergewicht und Depressionen assoziiert war. BDNF war mit abdominellem Übergewicht, aber nicht mit Depressionen assoziiert.

Referenz:
Goltz A, Janowitz D et al.: Association of Brain-Derived Neurotrophic Factor and Vitamin D with Depression and Obesity: A Population-Based Study; Neuropsychobiology. 2018 Jun 19:1-11. doi: 10.1159/000489864.

kind kopfschmerzenWissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei Kindern einen möglichen Zusammenhang zwischen der Vitamin-B12-Konzentration im Serum und dem Auftreten von Spannungskopfschmerzen. Bei den Kindern mit Spannungskopfschmerzen waren die Vitamin-B12-Spiegel signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe.

Referenz:
Calik M, Aktas MS et al.: The association between serum vitamin B12 deficiency and tension-type headache in Turkish children; Neurol Sci. 2018 Jun;39(6):1009-1014. doi: 10.1007/s10072-018-3286-5. Epub 2018 Mar 8.

Wissenschaftler aus Neuseeland untersuchten bei männlichen Studenten den Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Konzentration und der Stimmungslage. Die psychische Befindlichkeit wurde mittels eines standardisierten Fragebogens ermittelt. Es zeigte sich ein inverser Zusammenhang zwischen dem Vitamin-C-Status und Depressionen, konfusem Verhalten und Ärgerlichkeit.

Ein hoher Vitamin-C-Status war bei jungen Männern mit einer besseren Stimmungslage verbunden.

Referenz:
Juliet M. Pullar, Anitra C. Carr et al.: High Vitamin C Status Is Associated with Elevated Mood in Male Tertiary Students; Antioxidants 2018, 7(7), 91;

KognitionWissenschaftler aus Japan publizierten die Ergebnisse einer Studie, in der ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und kognitiven Funktionen bei 740 Patienten untersucht wurde. Zur Erfassung der Hirnleistungsfähigkeit wurde ein übliches Testverfahren durchgeführt. Niedrige Konzentrationen von 25-OH-D waren unabhängig mit einem höheren Auftreten kognitiver Störungen assoziiert.

Referenz:
Sakuma M, Kitamura K et al.: Low serum 25-hydroxyvitamin D increases cognitive impairment in elderly people; J Bone Miner Metab. 2018 Jun 14. doi: 10.1007/s00774-018-0934-z.

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Vitamin D beeinflusst den Eisenstoffwechsel und die Erythropoese, während Eisen für die Vitamin-D-Bildung essenziell ist.

Polnische Wissenschaftler untersuchten bei 219 gesunden weiblichen Athleten den Zusammenhang zwischen dem Eisenstatus und dem Vitamin-D-Status. Die Wahrscheinlichkeit für einen Vitamin-D-Mangel nahm mit zunehmendem Eisenmangel zu. Die Studienteilnehmerinnen mit Eisenmangel hatten eine kleinere OH-D-Konzentration als die Studienteilnehmer ohne Eisenmangel. Die Studienteilnehmerinnen mit einem Vitamin-D-Mangel hatten wiederum niedrigere Ferritinspiegel als die Kontrollpersonen.
Die Untersuchung bestätigte den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D- und dem Eisenstatus bei weiblichen Athleten, wobei es nach Auffassung der Autoren aber schwierig zu beurteilen sei, welche dieser Nährstoffe einen größeren Einfluss auf den anderen habe.

Referenz:
Malczewska-Lenczowska J, Sitkowski D et al.: The Association between Iron and Vitamin D Status in Female Elite Athletes; Nutrients. 2018 Jan 31;10(2). pii: E167. doi: 10.3390/nu10020167.

250 schwangere Frauen in der späten Schwangerschaftsphase erhielten über einen Minimalzeitraum von zwölf Wochen entweder Eisen und Folsäure oder Eisen/Folsäure und Vitamin A 20.000 IU pro Woche.

Die Vitamin-A-Supplementierung erwies sich als sehr effektiv. Der Anstieg des Hämoglobins war deutlich stärker als in der Gruppe ohne Vitamin-A-Zusatz. Es kam in der Vitamin-A-Gruppe auch zu einem starken Anstieg der Ferritinkonzentration.

Referenz:
Shakun Singh, Rachna Chaudhary et al.: Impact of vitamin A supplementation in anaemia during pregnancy: a randomized double blind controlled clinical trial; ijrcog.org, Vol 7, No 6, 2018

Bei Zwangserkrankungen sind pharmakologische und psychosoziale Interventionen oft nicht ausreichend, so dass eine Notwendigkeit für weitere Therapieoptionen besteht.

In der Pathophysiologie von Zwangserkrankungen spielt eine Dysfunktion der glutamatergen Neurotransmission eine wichtige Rolle. N-Acetylcystein gilt als sicherer Wirkstoff zur Modifizierung der synaptischen Freisetzung von Glutamat. NAC kann als neuroprotkitve Substanz angesehen werden, weil es auch antientzündlich wirkt. Ein weiterer sinnvoller Wirkstoff bei der Behandlung von Zwangserkrankungen ist Vitamin D, da Vitamin D die Glutathionbildung im Gehirn anregt. Die Autoren des Fachartikels betonen auch, dass die erwähnten Mikronährstoffe im Vergleich zu Psychopharmaka zu einer besseren Akzeptanz führen.

Referenz:
di Michele F, Siracusano A et al.: N-Acetyl Cysteine and Vitamin D Supplementation in Treatment Resistant Obsessive- compulsive Disorder Patients: a General Review; Curr Pharm Des. 2018 Apr 17. doi: 10.2174/1381612824666180417124919.

Von iranischen Wissenschaftlern wurde ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin-B12-Spiegel und klinischen Symptomen bei Kindern und Jugendlichen untersucht. Bei Vitamin-B12-Konzentrationen unterhalb 300 pg/ ml fanden die Wissenschaftler vermehrt Symptome wie Vergesslichkeit, Depressionen und Ängstlichkeit.

Die Wissenschaftler empfehlen die frühzeitige Behandlung eines Vitamin-B12-Mangels, um die Entwicklung von Depressionen und Ängstlichkeit bei Jugendlichen zu vermeiden.

Referenz:
https://www.researchgate.net/publication/306103718_Vitamin_B12_300_pgmL_in_Children_and_Especially_Adolescents_May_Predispose_Forgetfulness_Anxiety_and_Unhappiness

Wissenschaftler aus Italien publizierten die Ergebnisse einer Studie über den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Schweregrad von Ängstlichkeitssymptomen bei postmenopausalen Frauen. Sie fanden einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Ausmaß von Ängstlichkeitssymptomen und den 25-OH-D-Konzentrationen – unabhängig vom Lebensalter und Depressionen.

Referenz:
Gabriella Martino, Antonino Catalano et al.: Vitamin D status is associated with anxiety levels in postmenopausal women evaluated for osteoporosis; MJCP | Mediterranean Journal of Clinical Psychology; Home > Vol 6, No 1 (2018) > Martino

Wissenschaftler aus Dänemark untersuchten den Effekt einer Vitamin-D-Supplementierung auf das autonome Nervensystem bei gesunden jungen Versuchspersonen. Die Studienteilnehmer erhielten eine Vitamin-D-Supplementierung von 30 µg/ Tag und wurden zu Beginn der Studie, nach 30, 90 und 180 Tagen kontrolliert. Bei den Studienteilnehmern mit einem unzureichenden Vitamin-D-Spiegel bestanden höhere Noradrenalinkonzentrationen als bei den Versuchspersonen mit zufriedenstellenden Vitamin-D-Spiegeln im Serum. Die Herzfrequenz in Ruhe war bei den Studienteilnehmern mit unzureichenden Vitamin-D-Spiegeln niedriger als in der Gruppe mit ausreichenden Vitamin-D-Spiegeln. Der systolische und diastolische Blutdruck war in der Vitamin-D-Mangelgruppe höher als in der Gruppe mit normalen Vitamin-D-Spiegeln. Eine Vitamin-D-Supplementierung modulierte also das sympathische Nervensystem bei gesunden jungen Versuchspersonen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln. Diese Erkenntnisse könnten für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben eine größere Bedeutung haben.

Referenz
Tønnesen R1, Schwarz P et al.: Modulation of the sympathetic nervous system in youngsters by vitamin-D supplementation; Physiol Rep. 2018 Apr;6(7):e13635. doi: 10.14814/phy2.13635.

In einer türkischen Studie wurden 100 ADHS-Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, die noch keine ADHS-Medikamente genommen hatten, auf verschiedene Blutparameter untersucht. Parallel dazu wurden verschiedene psychologische Testverfahren durchgeführt. Die türkischen Wissenschaftler konnten nachweisen, dass ein niedriger Hämoglobinspiegel mit schlechteren Testergebnissen in Bezug auf Lern- und Ängstlichkeitsscores assoziiert war. Je niedriger der Vitamin-B12-Spiegel, umso stärker war die psychosomatische Test-Symptomatik, je höher der Ferritinspiegel, umso niedriger war die psychosomatische Test-Symptomatik.  
Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Vitamin B12 und Eisen bei der Behandlung von ADHS bei Kindern von Nutzen sein könnte.

Referenz:
Dilek Unal, Fahri Celebi et al.: Vitamin B12 and haemoglobin levels may be related with ADHD symptoms: a study in Turkish children with ADHD; Journal Psychiatry and Clinical Psychopharmacology; Received 19 Dec 2017

Von japanischen Forschern wurde ein Fachartikel publiziert, der sich mit dem Auftreten eines Vitamin-B1-Mangels bei Patienten mit abdominalen Karzinomen beschäftigte. Die durchschnittliche Speicherkapazität für Vitamin B1 beträgt etwa 18 Tage, deshalb kann ein Vitamin-B1-Mangel bei nicht ausgewogener Ernährung auftreten. Die Autoren des Fachartikels wiesen darauf hin, dass ein Vitamin-B1-Mangel auch dann bei Tumorpatienten auftreten könne, wenn diese nicht die klinischen typischen Zeichen einer Enzephalopathie entwickeln. Das Auftreten eines Appetitverlustes über mehr als zwei Wochen könne ein Hinweis sein, um die Diagnose Vitamin-B1-Mangel zu stellen. Die Patienten mit Chemotherapie hätten ein größeres Risiko für die Entwicklung eines Vitamin-B1-Mangels.

Referenz:
Onishi H, Ishida M et al.: Subclinical thiamine deficiency in patients with abdominal cancer. Palliat Support Care. 2017 Dec 26:1-3.

Ein Fachartikel von US-Wissenschaftlern beschäftigte sich mit dem neuroprotektiven Potenzial von Biotin. In einer aktuellen Studie zeigte eine Hochdosis Biotin-Supplementierung (3 x 100 mg) einen stabilisierenden Effekt auf die Progression der Multiplen Sklerose. Dies könnte auf biochemische Effekte von cGMP zurückzuführen sein, dessen Bildung durch Biotin stimuliert wird. Zu diesen Effekten gehören eine antientzündliche Wirkung auf die Mikrodurchblutung des Gehirns sowie eine Förderung der Differenzierung der Oligodendrozyten sowie eine Verbesserung der Bildung neurotropher Faktoren. Aufgrund der verschiedenen Stoffwechseleffekte von Biotin im Gehirn halten es die Autoren des Fachartikels für wahrscheinlich, dass Biotin auch das Potenzial zur Prävention und Behandlung der Alzheimererkrankung hätte. Außerdem könnte cGMP das Schlaganfallrisiko vermindern und die Neubildung von Nervenzellen anregen.

Referenz:
McCarty MF, DiNicolantonio JJ: Neuroprotective potential of high-dose biotin; Med Hypotheses. 2017 Nov;109:145-149.

Im November 2017 erschien ein Fachartikel im Journal of Dermatological Treatment, in dem die Wirksamkeit von Biotin bei der Behandlung von Nagelerkrankungen diskutiert wurde. Auf der Basis der vorhandenen Fachliteratur ist festzustellen, dass eine Biotineinnahme bei der Behandlung verschiedener Nagelerkrankungen mit vielversprechenden Resultaten eingesetzt wurde. Es seien aber größere klinische Studien mit Kontrollgruppen notwendig, um die optimale Dosis und Wirksamkeit zu definieren.

Referenz:
Lipner SR, Scher RK: Biotin for the treatment of nail disease: what is the evidence? J Dermatolog Treat. 2017 Nov 9:1-4.

thermometer 320Wissenschaftler aus China untersuchten bei 400 Kindern die Wirksamkeit einer Vitamin-D-Supplementierung zur Prävention der Influenza A. Die Kinder wurden in eine Niedrigdosis- und Hochdosis-Vitamin-D-Therapie eingeteilt. Eine Hochdosis-Vitamin-D-Supplementierung (1.200 E.U.) eignete sich für die Prävention der saisonalen Influenza. Es kam zu einer schnelleren Befreiung von Symptomen, einem schnelleren Abfall der Viruslast und zu einer schnelleren Erholung. Außerdem betonen die Autoren, dass die verwendete Vitamin-D-Dosis wahrscheinlich sicher sei.

Referenz:
Zhou J, Du J et al.: Preventive Effects of Vitamin D on Seasonal Influenza A in Infants: A Multicenter, Randomized, Open, Controlled Clinical Trial; Pediatr Infect Dis J. 2018 Jan 8.

 

Depressionen Pexels 320US-Wissenschaftler publizierten einen Fachartikel über einen möglichen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-B6-Status und depressiven Symptomen. Bei einer Kohorte von älteren Erwachsenen lateinamerikanischer Herkunft wurde innerhalb von fünf bis sieben Jahren mehrfach die depressive Symptomatologie abgefragt und der Vitamin-B6-Status bestimmt. Eine suboptimale Konzentration von Pyridoxalphosphat (PLP) war mit stärkeren depressiven Symptomen assoziiert. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass die Feststellung eines Vitamin-B6-Mangels und die Behandlung des Defizits eine sinnvolle präventive Maßnahme bei dieser Bevölkerungsgruppe ist.

Referenz:
Sandra P. Arévalo, Tammy M. Scott et al.: Vitamin B-6 and depressive symptomatology, over time, in older Latino adults; Nutritional Neuroscience; Pages 1-12 | Published online: 16 Jan 2018

hagebutte 320Wissenschaftler aus Australien publizierten einen systematischen Übersichtsartikel zum Thema Vitamin-C-Status und kognitive Funktionen. In die Auswertung wurden 50 Studien einbezogen. Dabei hatten kognitiv intakte Studienteilnehmer durchschnittlich höhere Vitamin-C-Konzentrationen als kognitiv beeinträchtigte Menschen. Es zeigte sich aber kein signifikanter Zusammenhang zwischen den Vitamin-C-Konzentrationen und den MMSE-Scores bei den kognitiv beeinträchtigten Studienteilnehmern.

Für die niedrigen Vitamin-C-Konzentrationen bei kognitiv beeinträchtigten Menschen gibt es verschiedene Erklärungsansätze, u.a. eine zu niedrige Vitamin-C-Aufnahme bei älteren Menschen. Außerdem könnte durch eine vermehrte Produktion freier Radikale ein Mehrverbrauch von Vitamin C resultieren. Vitamin C ist sozusagen das „First-Line-Antioxidants“ in biologischen Flüssigkeiten. Bei kognitiv gestörten Menschen besteht eine höhere Sensitivität gegenüber freien Radikalen in der Gehirnrinde. Quellen für die freien Radikale sind z. B. eine Aktivierung der Mikroglia, eine mitochondriale Dysfunktion, eine Anhäufung von Amyloid sowie das Vorhandensein redoxaktiver Metalle.

Referenz:
Travica N, Ried K et al.: Vitamin C Status and Cognitive Function: A Systematic Review; Nutrients. 2017 Aug 30;9(9).

Depressionsrisiko 320

US-Wissenschaftler untersuchten mit Hilfe von NHANES-Daten (2011 – 2012) einen möglichen Zusammenhang zwischen der Folsäurekonzentration und depressiven Symptomen bei nicht schwangeren Frauen im gebärfähigen Alter.16,7 Prozent der Frauen berichteten über moderate bis zu schweren Depressionen. Die Folsäurekonzentrationen im Serum waren schwach mit einem erhöhten Risiko für moderate bis schwere Depressionen assoziiert.

Die Autoren der Studie empfehlen aber prospektive Studien, um diese Zusammenhänge zu belegen.

Referenz:
Nguyen B, Weiss P et al.: Association between blood folate concentrations and depression in reproductive aged U.S. women, NHANES (2011-2012); J Affect Disord. 2017 Dec 1;223:209-217. doi: 10.1016/j.jad.2017.07.019. Epub 2017 Jul 17.

Wissenschaftler aus den USA publizierten einen Übersichtsartikel über die Bedeutung von Vitamin B2 in der Prophylaxe von Migräne. Dazu führten sie eine Literaturrecherche in MEDLINE, unter Einbeziehung von Daten von 1966 bis 2016, durch. Fünf klinische Studien zeigten einen konsistenten therapeutischen Effekt bei Erwachsenen. Vier klinische Studien zeigten einen gemischten Effekt bei Kindern und Jugendlichen. Nur bei zwei Studien wurde kein positiver Effekt festgestellt. Die Autoren des Fachartikels kamen zu dem Schluss, das Riboflavin gut toleriert wird, preiswert ist und zur Reduktion der Migränehäufigkeit bei Erwachsenen effektiv wirkt.

Referenz:
Thompson DF et al.: Prophylaxis of migraine headaches with riboflavin: A systematic review. J Clin Pharm Ther. 2017 Aug;42(4):394-403.

Wissenschaftler aus Schweden und Norwegen untersuchten drei Biomarker des Vitamin-B6-Status in Relation zum Risiko für das kolorektale Karzinom. Es handelte sich um eine prospektive Fallkontrollstudie. Ein Vitamin-B6-Mangel gemessen in Form der Plasmakonzentration von Phyridoxal-5-Phosphat war deutlich mit einem Anstieg des Risikos für das kolorektale Karzinom verbunden.

Referenz:
Gylling B et al.: Vitamin B-6 and colorectal cancer risk: a prospective population-based study using 3 distinct plasma markers of vitamin B-6 status. Am J Clin Nutr. 2017 Apr;105(4):897-904.

Wissenschaftler aus den USA untersuchten anhand von Daten der CARDIA-Study, wie sich die Aufnahme von B-Vitaminen im jungen Erwachsenenalter auf die spätere Hirnleistungsfähigkeit auswirkte. 25 Jahre nach Beginn der Studie wurden verschiedene Hirnleistungstests durchgeführt. Sowohl die Aufnahme von Niacin wie auch von Folsäure, Vitamin B6 und B12 war mit besseren kognitiven Funktionen im mittleren Lebensalter assoziiert.

Referenz:
Qin B et al.: Intake of niacin, folate, vitamin B-6, and vitamin B-12 through young adulthood and cognitive function in midlife: the Coronary Artery Risk Development in Young Adults (CARDIA) study. Am J Clin Nutr. 2017 Aug 2. pii: ajcn157834.

Wissenschaftler aus China konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Vitamin B6 unabhängig mit einem niedrigeren Risiko für Hypertonie bei der chinesischen Landbevölkerung assoziiert war. Bei Frauen mit hoher Folsäurezufuhr war der Zusammenhang zwischen der Vitamin-B6-Konzentration und dem Schweregrad des Bluthochdrucks am stärksten.

Referenz:
Liu R et al.: Effect of B Vitamins from Diet on Hypertension. Arch Med Res. 2017 Feb;48(2):187-194.

BlutImmer wieder gibt es Berichte, dass durch eine Vitamin-B6-Supplementierung neuropathische Beschwerden aufgetreten sind. Wissenschaftler aus den Niederlanden untersuchten die Neurotoxizität verschiedener Vitamin-B6-Formen in Zellkulturversuchen. Dabei zeigte Pyridoxin in hoher Dosierung zelltoxische Eigenschaften und beeinträchtigte sogar die Funktion PLP-abhängiger Enzyme. Neuropathische Beschwerden dürften also durch hohe Dosen von Pyridoxinsupplementen auftreten, da die inaktive Form Pyridoxin komplett das aktive PLP behindert. Deshalb können die Symptome einer hochdosierten Vitamin-B6-Supplementierung mit Pyridoxin ähnlich ausfallen wie die eines Vitamin-B6-Mangels.

Referenz:
Vrolijk MF et al.: The vitamin B6 paradox: Supplementation with high concentrations of pyridoxine leads to decreased vitamin B6 function. Toxicol In Vitro. 2017 Oct;44:206-212.

Fotolia Migrne

Wissenschaftler aus Saudi-Arabien publizierten einen Fachartikel, indem sie sich mit den neuroprotektiven Eigenschaften von Riboflavin (Vitamin B2) beschäftigten. Vitamin B2 kann verschiedene pathogenetische Mechanismen bei neurologischen Erkrankungen beeinflussen. Es vermindert oxidativen Stress und neuroinflammatorische Prozesse sowie die Exzitotoxizität von Glutamat. Außerdem hat Vitamin B2 einen günstigen Einfluss bei mitochondrialer Dysfunktion. Dazu kommt, dass Riboflavin-abhängige Enzyme eine essenzielle Rolle bei der Pyridoxinaktivierung, beim Tryptophan-Kynurenin-Stoffwechselweg und beim Homocysteinstoffwechsel spielen. In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass Riboflavin mit Erfolg zur Prophylaxe von Migräne eingesetzt werden kann. Möglicherweise hat Riboflavin auch einen günstigen Einfluss bei der Parkinsonerkrankung. Jedenfalls sollte der Riboflavin-Status bei neurologischen Erkrankungen überprüft und gegebenenfalls ausgeglichen werden. Zehn bis 15 Prozent der weltweiten Bevölkerung hat eine begrenzte Riboflavinaufnahme und -verwertung.

Referenz:
Marashly ET et al.: Riboflavin Has Neuroprotective Potential: Focus on Parkinson's Disease and Migraine. Front Neurol. 2017 Jul 20;8:333.

Im März 2017 wurde zur Bedeutung von Vitamin C für die Prävention des komplexen regionalen Schmerzsyndroms nach Handgelenksfrakturen eine Metaanalyse und ein Übersichtsartikel publiziert. In die Metaanalyse mit 875 Patienten wurden drei randomisierte placebokontrollierte Studien einbezogen. Die tägliche Supplementierung von 500 mg Vitamin C über einen Zeitraum von 50 Tagen verminderte das Einjahresrisiko für das komplexe regionale Schmerzsyndrom nach einer Handgelenksfraktur.


Referenz:
Aïm F, Klouche S et al.: Efficacy of vitamin C in preventing complex regional pain syndrome after wrist fracture: A systematic review and meta-analysis; Orthop Traumatol Surg Res. 2017 May;103(3):465-470

 

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Die Verwendung von Antioxidantien ist von zentraler Bedeutung für die Neutralisierung freier Radikale und zum Schutz gegen Zellschäden. Bei Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und kardiovaskulären Erkrankungen spielt Vitamin C eine wichtige Rolle zum Schutz gegen oxidativen Stress, zur Prävention einer Glycosilierung der Proteine und zur Verbesserung der Stickoxidfreisetzung.
Vitamin C vermindert auch die Lipidperoxidation und vermindert die Entzündungsaktivität. Die antientzündliche Wirkung des Vitamin C erklärt sich durch eine Verminderung der Expression für Interleukine und Tumorfaktoren sowie durch eine Modelierung des NF-Kappa-B-Signalweges.


Referenz:
Ellulu MS: Obesity, cardiovascular disease, and role of vitamin C on inflammation: a review of facts and underlying mechanisms; nflammopharmacology. 2017 Jun;25(3):313-328.

Wissenschaftler aus Bangladesch untersuchten den Einfluss einer Vitamin-C-Supplementierung auf verschiedene Stoffwechselparameter von Typ-2-Diabetikern. 48 Patienten mit Typ-2-Diabetes erhielten über einen Zeitraum von acht Wochen 1000 mg Vitamin C. Vor und nach dieser Zeit wurden verschiedene Laborparameter gemessen. Durch die Vitamin-C-Supplementierung kam es zu einer signifikanten Abnahme der Konzentrationen der Triglyceride, des Gesamtcholesterins, des LDL-Cholesterins und von HbA1c. Der Blutzuckerspiegel und das HDL-Cholesterin zeigten keine Veränderungen.


Referenz:
Ronjon Kumer Nath, Marufa Akhter et al.: Effect of Vitamin C on Blood Glucose & Serum Lipids in Type 2 Diabetes Patients; KYAMC Journal, Vol 4 (2013)

Kaktus 320

Wissenschaftler aus Neuseeland publizierten einen Übersichtsartikel zur Bedeutung von Vitamin C in der Behandlung von Schmerzen. Bekanntlich ist die Vitamin-C-Mangelerkrankung Skorbut durch Muskel- und Skelettschmerzen gekennzeichnet. Neuerdings gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen einem suboptimalen Vitamin-C-Status und Schmerzen im Rückenmarksbereich. Indizien weisen darauf hin, dass Vitamin C in einigen klinischen Situationen schmerzstillende Eigenschaften besitzt. Vitamin C kann z.B. Schmerzen beim chronischen regionalen Schmerzsyndrom vermindern. Auch Schmerzen bei Herpesinfektionen oder bei Neuralgien nach Herpesinfektionen werden durch hohe Vitamin-C-Dosen gebessert. Für die schmerzstillende Wirksamkeit von Vitamin C werden verschiedene Mechanismen vermutet. Neu ist die Annahme, dass Vitamin C an der Biosynthese amidierter Opioidpeptide beteiligt ist. Die Richtigkeit dieser Vermutung wird dadurch gestützt, dass der Opiatbedarf bei chirurgischen Patienten und Krebspatienten nach hoher Vitamin-C-Zufuhr vermindert ist.

Referenz:
Anitra C. Carr, Cate McCall: The Role of vitamin C in the treatment of pain: new insights; Journal of Translational Medicine, 2017, 15:77

Von der Universität Duisburg-Essen wurde publiziert, dass Vitamin D eine Rolle in der Pathogenese von mentalen Störungen bei Kindern und Jugendlichen haben könnte. Diese Aussage war das Ergebnis einer Fachliteraturstudie, in die 41 Studien eingezogen wurden. Insgesamt zeigten die Ergebnisse von 25 Querschnittsstudien und 18 Langzeitstudien den Effekt von Vitamin D auf die Pathogenese von mentalen Störungen.

Referenz:
Föcker M, Antel J et al.: Vitamin D and mental health in children and adolescents; Eur Child Adolesc Psychiatry. 2017 Feb 8. doi: 10.1007/s00787-017-0949-3.

51 Patienten, die wegen einer Major Depression stationär behandelt wurden, erhielten zusätzlich zur Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern Vitamin B1 oder ein Placebopräparat. Im Vergleich zur Placebogruppe verbesserte die adjuvante Thiamintherapie die Symptome der Depression nach sechs Wochen Behandlungszeit. Das Ergebnis der Studie lässt den Schluss zu, dass eine adjuvante Therapie mit Vitamin B1 zu einer schnelleren Besserung der Krankheitssymptome führte.

Referenz:
Ghaleiha A, Davari H et al.: Adjuvant thiamine improved standard treatment in patients with major depressive disorder: results from a randomized, double-blind, and placebo-controlled clinical trial; Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2016 Dec;266(8):695-702

Wissenschaftler aus China publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen der Konzentration von Folsäure, Vitamin B12 und diabetischer Polyneuropathie. Die Metaanalyse beinhaltete 16 Studien über die Serum-Folsäurespiegel und 18 Studien über die B12-Spiegel bei Typ-2-Diabetikern. Bei chinesischen Patienten, aber nicht bei Kaukasiern, waren die Folsäure- und B12-Spiegel mit diabetischer Polyneuropathie assoziiert.

Referenz:
Dan Wang, Jun-Xia Zhai, Dian-Wu Liu : Serum folate, vitamin B12 levels and diabetic peripheral neuropathy in type 2 diabetes: A meta-analysis; Molecular and Cellular Endocrinology; Available online 9 January 2017

Wissenschaftler aus China publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen der Konzentration von Folsäure, Vitamin B12 und diabetischer Polyneuropathie. Die Metaanalyse beinhaltete 16 Studien über die Serum-Folsäurespiegel und 18 Studien über die B12-Spiegel bei Typ-2-Diabetikern. Bei chinesischen Patienten, aber nicht bei Kaukasiern, waren die Folsäure- und B12-Spiegel mit diabetischer Polyneuropathie assoziiert.

Referenz:
Dan Wang, Jun-Xia Zhai, Dian-Wu Liu : Serum folate, vitamin B12 levels and diabetic peripheral neuropathy in type 2 diabetes: A meta-analysis; Molecular and Cellular Endocrinology; Available online 9 January 2017

Forscher aus Finnland konnten nachweisen, dass bei Männern mit häufigen Kopfschmerzen oftmals niedrige Vitamin-D3-Konzentrationen vorliegen. Die Studienteilnehmer im untersten Quartiel der 25-(OH)D-Konzentration hatten im Vergleich zu Männern im obersten Quartiel ein höheres Risiko für Kopfschmerzen.

Referenz:
Low serum 25-hydroxyvitamin D is associated with higher risk of frequent headache in middle-aged and older men; Sci Rep. 2017 Jan 3; 7: 39697

Wissenschaftler aus China konnten nachweisen, dass die Verabreichung von 400 µg Folsäure über einen Zeitraum von 12 Monaten bei Patienten mit milder kognitiver Beeinträchtigung (MCI) zu einer signifikanten Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit und zu einer Verminderung der Konzentration proinflammatorischer Zytokine führte.

Referenz:
Fei Ma, Tianfeng Wu et al.: Folic acid supplementation improves cognitive function by reducing the levels of peripheral inflammatory cytokines in elderly Chinese subjects with MCI; Scientific Reports 6, Article number: 37486 (2016)

Wissenschaftler aus China konnten nachweisen, dass eine adjuvante Folsäuresupplementierung von 1,25 mg pro Tag über einen Zeitraum von sechs Monaten einen günstigen Effekt bei Alzheimerpatienten hatte. Es zeigte sich eine leichte Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit. Außerdem kam es im Vergleich zu einer Kontrollgruppe zu einer Verminderung der Konzentration proinflammatorischer Zytokine.

Referenz:
Chen H, Liu S, Ji L et al.: Folic Acid Supplementation Mitigates Alzheimer's Disease by Reducing Inflammation: A Randomized Controlled Trial; Mediators Inflamm. 2016:5912146.

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