Spurenelemente 1280

Forscher aus Taiwan publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen dem Magnesiumstatus und ADHS. Es zeigte sich, dass Kinder mit der Diagnose ADHS niedrigere Serum- und Haarmagnesiumspiegel hatten als Kinder ohne ADHS.

Referenz:
Huang YH et al.: Significantly lower serum and hair magnesium levels in children with attention deficit hyperactivity disorder than controls: A systematic review and meta-analysis. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2019 Mar 2;90:134-141.

Rose 320In einer Studie irakischer Wissenschaftler zeigten sich bei Patienten mit Major Depression verschiedene Veränderungen der Konzentrationen von Spurenelementen und Vitaminen. Eine Verminderung von Vitamin E führte zu einem erhöhten Risiko für Major Depression. Das Kupfer-Zink-Verhältnis schien eine bedeutende Rolle für die Diagnose und Überwachung der Major Depression zu haben. Bei den Patienten mit Major Depression wurden im Vergleich zu Kontrollpersonen auch niedrige Konzentrationen von Zink, Nickel, Mangan, Magnesium und Vitamin A gefunden.


Referenz:

Al-Fartusie FS, Al-Bairmani HK et al.: Evaluation of Some Trace Elements and Vitamins in Major Depressive Disorder Patients: a Case-Control Study; Biol Trace Elem Res. 2018 Sep 20. doi: 10.1007/s12011-018-1507-7.

dementia 320Wissenschaftler aus Indien publizierten eine Metaanalyse und eine systematische Übersicht über die Selenkonzentrationen im Gehirn bei Alzheimerpatienten.

Die Metaanalyse zeigte, dass der Selenstatus im Gehirn von Alzheimerpatienten signifikant niedriger war als bei Kontrollpersonen. Bekanntlich ist Selen ein wichtiges Antioxidans und Morbus Alzheimer mit oxidativem Stress assoziiert, sodass der Selenstatus bei Alzheimerpatienten einer vermehrten Beachtung bedarf.

Referenz:
Varikasuvu SR, Prasad V S et al.: Brain Selenium in Alzheimer's Disease (BRAIN SEAD Study): a Systematic Review and Meta-Analysis; Biol Trace Elem Res. 2018 Aug 31. doi: 10.1007/s12011-018-1492-x

Forscher aus Bangladesch untersuchten in einer Fallkontrollstudie die Bedeutung der Konzentrationen von Mineralstoffen und Spurenelementen hinsichtlich der Majordepression.

In die Studie wurden 247 Patienten und 248 gesunde Versuchspersonen einbezogen. Bei den Patienten mit Majordepression zeigten sich im Vergleich zu den Kontrollpersonen signifikant verminderte Konzentrationen von Calcium und Magnesium, Eisen, Mangan, Selen und Zink.

Referenz:
Md Rabiul Islam, 1 Md Reazul Islam et al: Alterations of serum macro-minerals and trace elements are associated with major depressive disorder: a case-control study; BMC Psychiatry. 2018; 18: 94. Published online 2018 Apr 10.

Wissenschaftler aus China untersuchten anhand von Daten von NHANES 2009-2014 einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Zink, Eisen, Kupfer und Selen und Depressionen. In die Studie wurden 14.834 Erwachsene einbezogen. Es zeigte sich, dass die Gesamtaufnahme der erwähnten Spurenelemente invers mit Depressionen assoziiert war.

Referenz:
Li Z, Wang W et al.: Association of total zinc, iron, copper and selenium intakes with depression in the US adults; J Affect Disord. 2018 Mar 1;228:68-74. doi: 10.1016/j.jad.2017.12.004. Epub 2017 Dec 6.

Wissenschaftler aus Bangladesch untersuchten in einer Fallkontrollstudie bei 247 Patienten mit Major Depression und bei 248 gesunden Kontrollpersonen die Konzentrationen verschiedener Spurenelemente und Mineralstoffe. Sie fanden bei den depressiven Patienten im Vergleich zu den Kontrollpersonen signifikant verminderte Konzentrationen von Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan, Selen und Zink. Die Kupferkonzentration war signifikant höher.

Referenz:
Md Rabiul Islam, Md Reazul Islam et al.: Alterations of serum macro-minerals and trace elements are associated with major depressive disorder: a case-control study; BMC Psychiatry. 2018; 18: 94.

Mangan ist ein essenzielles Spurenelement und hat bedeutende Funktionen für die Entwicklung, Verdauung, Fortpflanzung, antioxidative Abwehr, Energieproduktion, Immunantwort und neuronale Aktivitäten. Mangan rückt zunehmend aber auch in den Blickpunkt, weil es in höheren Konzentrationen ein Neurotoxin darstellt. Die Toxizität von Mangan führt zu oxidativem Stress, mitochondrialer Dysfunktion, Fehlfaltung von Proteinen, Dysregulation der Autophagie und vielem mehr.

Referenz:
Chen P, Bornhorst J, Aschner M: Manganese metabolism in humans; Front Biosci (Landmark Ed). 2018 Mar 1;23:1655-1679.

Ein klinischer Kupfermangel ist keine häufige Erkrankung, macht aber beträchtliche Symptome. Hämatologisch präsentiert sich der Kupfermangel als Anämie und Neutropenie. Neurologisch kann er sich als Myelopathie und periphere Neuropathie zeigen. Von den Symptomen her zeigen sich daher Überschneidungen zu Infektionskrankheiten, zu Autoimmunerkrankungen, zu B12- und Folsäuremangel und vieles mehr. Die hämatologischen Symptome bei Kupfermangel reagieren prompt auf eine Kupfersupplementierung. Dies trifft aber für die neurologischen Symptome nicht zu.

Referenz:
Shoaib M. Wazir and Ibrahim Ghobrial: Copper deficiency, a new triad: anemia, leucopenia, and myeloneuropathy; J Community Hosp Intern Med Perspect. 2017 Oct; 7(4): 265–268.

Wissenschaftler aus Italien untersuchten im Rahmen einer Metaanalyse den Zusammenhang zwischen dem Zinkstatus und Autoimmunerkrankungen. In die Metaanalyse wurden 62 Studien einbezogen. Die Zinkkonzentrationen in Serum und Plasma waren bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen signifikant niedriger als bei Kontrollpersonen.

Referenz:
Sanna A, Firinu D et al.: Zinc Status and Autoimmunity: A Systematic Review and Meta-Analysis; Nutrients. 2018 Jan 11;10(1). pii: E68

Wissenschaftler aus Polen und Kanada publizierten einen Fachartikel über den Zusammenhang der Selenkonzentration im Serum und dem Auftreten von Brustkrebs. Das Ergebnis der Studie war, dass Selenkonzentrationen höher sein sollten als 64,4 µg/l vor einer Behandlung des Brustkrebses. Die Patientinnen mit niedrigen Selenkonzentrationen hatten ein mehr als doppelt so hohes Sterblichkeitsrisiko in Folge des Brustkrebses.

Referenz:
Lubinski J, Marciniak W et al.: Serum selenium levels predict survival after breast cancer; Breast Cancer Res Treat. 2018 Jan;167(2):591-598.

In einem Fachartikel beschäftigten sich Forscher aus Japan mit der Bedeutung von Zink für die Schlafqualität. Neuere Erkenntnisse sprechen dafür, dass Zink auch an der Regulation des Schlafs beteiligt ist. Eine Zinksupplementierung kann die Schlafqualität bei Menschen verbessern, wobei die genauen molekularen Mechanismen hierfür noch nicht ablschießend geklärt sind.

Referenz:
Cherasse Y, Urade Y: Dietary Zinc Acts as a Sleep Modulator; Int J Mol Sci. 2017 Nov 5;18(11).

 

Wissenschaftler aus China publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen der Zink- und Eisenaufnahme und dem Risiko für Depressionen. Neun Studien über die Zinkaufnahme und drei Studien über die Eisenaufnahme wurden in die Metaanalyse einbezogen. Es zeigte sich ein klarer inverser Zusammenhang zwischen der Zink- und Eisenaufnahme und dem Risiko für Depressionen.

Referenz:
Li Z, Li B et al.: Dietary zinc and iron intake and risk of depression: A meta-analysis; Psychiatry Res. 2017 Feb 3;251:41-47

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten den Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und der Serum-Zinkkonzentration bei Studentinnen. Sie konnten nachweisen, dass die Serum-Zinkspiegel invers mit psychischen Befindlichkeitsstörungen, einschließlich Depressionen und Angststörungen, bei Studentinnen assoziiert war.

Referenz:
Tahmasebi K, Amani R et al.: Association of Mood Disorders with Serum Zinc Concentrations in Adolescent Female Students; Biol Trace Elem Res. 2017 Jan 7. doi: 10.1007/s12011-016-0917-7

Forscher aus Japan untersuchten bei 1.745 schwangeren Frauen den Einfluss der Aufnahme verschiedener Spurenelemente auf die Entstehung depressiver Symptome. Entsprechende Informationen wurden während der fünften und 39. Schwangerschaftswoche ermittelt. Die Auswertung der Studie zeigte, dass eine höhere Manganaufnahme die Prävalenz für depressive Symptome während der Schwangerschaft verminderte.

Referenz:
Miyake Y, Tanaka K et al.: Manganese intake is inversely associated with depressive symptoms during pregnancy in Japan: Baseline data from the Kyushu Okinawa Maternal and Child Health Study; Journal of affective Disorders; March 15, 2017Volume 211, Pages 124–129

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