Es ist bekannt, dass die Cystein-Konzentration im Plasma mit der Fettmasse und Insulinresistenz assoziiert ist. Die Konzentration von Taurin hingegen ist invers mit dem Diabetesrisiko verbunden. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern bestimmten bei 2.564 Studienteilnehmern verschiedene schwefelhaltige Aminosäuren sowie Glutamin, Glutaminsäure, Glutathion und Serin. Die Probanden hatten zu Beginn der Studie keinen Diabetes, in der Folgezeit entwickelten 4,6 Prozent der Studienpopulation einen Diabetes. Die Studienteilnehmer im obersten Drittel der Konzentrationen von Cystein und Cystathion hatten im Vergleich zu den Probanden im untersten Drittel ein fünffach erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Höhere Serinkonzentrationen waren unabhängig mit einem geringeren Diabetesrisiko assoziiert. Höhere Spiegel von Glutaminsäure erhöhten das Diabetesrisiko; bei der Aminosäure Glutamin war dies genau umgekehrt. Die Konzentration von Gesamtglutathion war invers mit dem Diabetesrisiko verbunden. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Veränderungen im Stoffwechsel der schwefelhaltigen Aminosäuren frühzeitige Marker für die Entwicklung eines Diabetes darstellen könnten.

Referenz:
Amany K Elshorbagy, Cheryl Turner et al.: The association of serum sulfur amino acids and related metabolites with incident diabetes: a prospective cohort study; Eur J Nutr . 2022 Apr 13.

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