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Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern publizierten einen Fachartikel über die Blockierung von Thiolverbindungen durch Quecksilber. Die Aminosäure Cystein ist sozusagen das Hauptangriffsziel von Quecksilber. Es besteht eine hohe Affinität von Quecksilber zu SH-Gruppen. Albumin ist im Blutplasma das Hauptprotein für die Bindung von Quecksilber. Quecksilber bindet aber auch an verschiedene cysteinhaltige Enzyme. Die Affinität von Quecksilber zu Thiol-Gruppen ist entscheidend für die toxischen Effekte von Quecksilber. Oxidativer Stress durch eine Quecksilberbelastung wird wesentlich durch eine Inaktivierung der Thioredoxinreduktase und MN-SODs hervorgerufen. Außerdem wird die Verfügbarkeit von reduziertem Glutathion vermindert. Die Quecksilber-Thiol- Interaktionen spielen auch eine zentrale Rolle für die Neurotoxizität von Quecksilber.

Referenz:
Olga P. Ajsuvakova, Alexey A.Tinkov et al.: Sulfhydryl groups as targets of mercury toxicity; Coordination Chemistry Reviews
Volume 417, 15 August 2020, 213343