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Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat im September 2020 eine Stellungnahme über die Freisetzung von Blei und Cadmium aus Keramikgeschirr publiziert.
Glasuren und Dekore von Keramikgeschirr enthalten teilweise Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Kobalt. Diese Stoffe können sich aus der Keramik herauslösen, was man als Elementlässigkeit bezeichnet. Aktuelle Daten der Überwachungsbehörden haben gezeigt, dass hohe Mengen in Lebensmittel übergehen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte deshalb die Menge für Blei, Cadmium und Kobalt abgeleitet, die aus Keramik freigesetzt werden kann, ohne dass gesundheitliche Risiken zu erwarten sind. Diese sogenannte duldbare flächenbezogene Freisetzungsmenge liegt bis zu 70-fach bei Cadmium und bis zu 400-fach bei Blei unterhalb der zurzeit gültigen Grenzwerte. Das BfR empfiehlt Herstellern, insbesondere bei Keramikgeschirr für Kinder, auf geringe Freisetzungsmengen zu achten.

Referenz:
Geschirr aus Keramik: BfR empfiehlt niedrigere Freisetzungsmengen für Blei und Cadmium; Stellungnahme Nr. 043/2020 des BfR vom 21. September 2020