Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei 35 Patienten mit Covid-19 und 35 Kontrollpersonen die Konzentrationen der Aminosäuren im Blut. Die statistische Auswertung der Messergebnisse zeigte eine signifikante Verminderung der Konzentrationen von Aspartat und Glutamin bei den Covid- Patienten. Auch Glycin war vermindert, allerdings ohne Signifikanz. Die Autoren der Studie bewerteten die Ergebnisse sinngemäß wie folgt: Bei Viruserkrankungen kommt es zu einer Veränderung der Stoffwechselwege bei sich schnell teilenden Zellen, die für die Körperabwehr wichtig sind. Bei Covid 19-Patienten spielt unter anderen der Warburg-Effekt und der Glutaminabbau eine wichtige Rolle. Durch eine zentrale oder parenterale Verabreichung der erwähnten Aminosäuren könne die Pathophysiologie bei Coronapatienten günstig beeinflusst werden.

Referenz:
Hüseyin Aydın , Yusuf Kenan Tekin et al.: Glutamine-Driven Metabolic Adaptation to COVID-19 Infection; Indian J Clin Biochem. 2022 Apr 8;1-11.

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