Bekanntlich spielt Zink für die Homöostase des Darms eine wichtige Rolle. Forscher aus dem Iran untersuchten bei 61 Patienten mit Reizdarmsyndrom und bei 61 gesunden Kontrollpersonen unter anderem die Zinkspiegel sowie die Konzentration von Zonulin. Zonulin ist ein Markerprotein für eine erhöhte Darmdurchlässigkeit. Die Zinkspiegel waren bei den Reizdarmpatienten niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen. Die Zinkspiegel korrelierten bei den Reizdarmpatienten negativ mit den Serumkonzentrationen von Zonulin. Je niedriger die Zinkspiegel waren, umso höher war die Wahrscheinlichkeit für ein Reizdarmsyndrom. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Zink wohl in der Pathogenese des Reizdarmsyndroms eine Rolle spielt.

Referenz:
Mahsa Rezazadegan, Maryam Soheilipour et al.: Correlation Between Zinc Nutritional Status with Serum Zonulin and Gastrointestinal Symptoms in Diarrhea-Predominant Irritable Bowel Syndrome: A Case–Control Study; Digestive Diseases and Sciences (2022), Published: 06 January 2022

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