Wissenschaftler des California Institute of Behavioral Neurosciences & Psychology Neurosciences and Psychology publizierten einen Fachartikel über Veränderungen, die durch einen Eisenmangel in verschiedenen Hirnregionen hervorgerufen werden und dessen Auswirkungen auf Psyche und Verhalten. Eisen hat vom ungeborenen Kind bis ins hohe Alter einen Einfluss auf das Verhalten. Bei Kindern führt ein Eisenmangel oft zu einem übertrieben vorsichtigen und zögerlichen Verhalten, zu einem Mangel an positiven Affekten und zu einem verminderten sozialen Engagement. Bei Erwachsenen sind Depressionen und Angststörungen üblich. Ein Eisenmangel beeinflusst die Funktionen des Hippocampus, des Corpus striatum und der Neurotransmitter mit entsprechenden Auswirkungen auf das Verhalten. Von zentraler Bedeutung ist eine Eisen-Supplementierung bereits in der Schwangerschaft. Eine Eisen-Supplementierung in der frühen Kindheit oder im späteren Leben kann die Schäden des Nervensystems nicht mehr ausgleichen, die in der embryonalen Phase entstanden sind. Der Mensch profitiert zeitlebens durch Vermeidung eines Eisenmangels in der embryonalen Phase.

Referenz:
Hira E Shah, Nitin Bhawnani et al.: Iron Deficiency-Induced Changes in the Hippocampus, Corpus Striatum, and Monoamines Levels That Lead to Anxiety, Depression, Sleep Disorders, and Psychotic Disorders; Cureus. 2021 Sep 20;13(9):e18138.

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