Wissenschaftler aus Brasilien untersuchen die Häufigkeit eines Eisenmangels bei Vegetariern und Mischköstlern. In die Studie wurden 1.340 Personen einbezogen, davon 422 Männer, 225 postmenopausale Frauen und 693 prämenopausale Frauen. Eine Zunahme des BMI, der Insulinresistenz und der Entzündungsaktivität führte zu einem Anstieg der Ferritinkonzentrationen, unabhängig von den Essensgewohnheiten. Nach Ausschluss der Studienteilnehmer mit erhöhter Entzündungsaktivität zeigte sich, dass ein Eisenmangel bei Vegetariern nicht häufiger auftrat als bei Mischköstlern, außer bei den Frauen mit regelmäßiger Menstruationsblutung. Die Autoren der Studie betonten, dass sowohl der Ernährungsstatus wie auch die Entzündungsaktivität die Ferritinspiegel beeinflussen und die korrekte Diagnose eines Eisenmangels sowohl bei Vegetariern wie auch bei Mischköstlern erschwert.

Referenz:
Eric Slywitch, Carine Savalli et al.: Iron Deficiency in Vegetarian and Omnivorous Individuals: Analysis of 1340 Individuals; Nutrients 021 Aug 26;13(9):2964.

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