Die Universität von Glasgow publizierte im September 2021 eine Literaturübersicht zur Eisentherapie bei der Herzinsuffizienz. Dabei wurden sieben randomisierte kontrollierte Studien und verschiedene Metaanalysen ausgewertet. Eine intravenöse Eisentherapie wurde gut toleriert und zeigte eine mit Placebogabe vergleichbare Zahl von Nebenwirkungen. Bei Herzinsuffizienzpatienten mit reduziertem Auswurfvolumen reduzierte eine intravenöse Eisentherapie das Risiko für eine Krankenhausbehandlung und verbesserte die funktionelle NYHA-Klasse sowie die körperliche Leistungsfähigkeit. Bei Herzinsuffizienz mit unverändertem Auswurfvolumen war der Effekt einer intravenösen Eisentherapie nur begrenzt. Bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffaktion sollte ein Eisenmangel abgeklärt werden. Kriterien hierfür sind eine Ferritinkonzentration kleiner 100 µg/Liter oder Ferritin 100 bis 299 µg/l bei einer Transferrinsättigung kleiner 20 Prozent.

Referenz:
Hassan Ismahel, Nadeen Ismahel et al.: Iron replacement therapy in heart failure: a literature review; Egypt Heart J. 2021 Sep 26;73(1):85.

Back to top