Wissenschaftler der ETH Zürich und der Amerikanischen Universität Beirut untersuchten in einer Studie, wie sich die Fettverteilung bei Frauen auf den Eisenstoffwechsel auswirkte.

Die Studienpopulation bestand aus drei Gruppen, nämlich normalgewichtigen Frauen, Frauen mit peripherer Adipositas und Frauen mit zentraler Adipositas. Bei den übergewichtigen Frauen mit androider Fettverteilung waren das Hämoglobin, das Serumferritin, die Eisenspeicher, das Serumeisen und die Transferrinsättigung am niedrigsten, und die Konzentration des Transferrin-Rezeptors war am höchsten. Die Serumhepcidinspiegel waren bei den Frauen mit zentralem und peripherem Übergewicht höher als bei den Studienteilnehmerinnen mit Normalgewicht. Die Serumeisen-Konzentration war bei den Studienteilnehmern mit zentraler Adipositas niedriger als bei den normalgewichtigen Frauen und den Frauen mit peripherer Adipositas. Entzündungsaktivität und Serumhepcidin sind bei Frauen mit zentraler Adipositas erhöht und bedingen eine niedrigere Eisenabsorption und die niedrige Eisenspiegel im Vergleich zu Frauen mit einer mehr peripheren Fettverteilung.

Referenz:
Nicole U. Stoffel, Carla El-Mallah et al.: The effect of central obesity on inflammation, hepcidin, and iron metabolism in young women; International Journal of Obesity volume 44, pages1291–1300 (2020)

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