Studien über Mikronährstoffe und Schwermetalle

 Aminosuren Studien 640

 

Plasmaaminosäuren, Albumin und Hämoglobin bei Schlaganfallpatienten

Wissenschaftler aus Italien untersuchten in einer retrospektiven Studie mögliche Korrelationen zwischen den Konzentrationen der Aminosäuren im Plasma und der Albumin- und Hämoglobinkonzentration. Außerdem wurden für die Konzentrationen von Albumin und Hämoglobin nach Aminosäuren gesucht mit Prädiktorenfunktion. In der Studie wurden 125 Schlaganfallpatienten und 15 gesunde Kontrollpersonen einbezogen. Die beste Korrelation mit Albumin hatten Tryptophan und Histidin. Histidin und die essenziellen Aminosäuren waren als Vorhersagevariable für Hämoglobin am besten geeignet.

Referenz:
Aquilani R, Maestri R et al.: The relationship between plasma amino acids and circulating albumin and haemoglobin in postabsorptive stroke patients; PLoS One. 2019 Aug 14;14(8):e0219756. doi: 10.1371/journal.pone.0219756. eCollection 2019.

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 Spurenelemente Studien 640

 

Magnesiummangel bei ADHS

Forscher aus Taiwan publizierten eine Metaanalyse über den Zusammenhang zwischen dem Magnesiumstatus und ADHS. Es zeigte sich, dass Kinder mit der Diagnose ADHS niedrigere Serum- und Haarmagnesiumspiegel hatten als Kinder ohne ADHS.

Referenz:
Huang YH et al.: Significantly lower serum and hair magnesium levels in children with attention deficit hyperactivity disorder than controls: A systematic review and meta-analysis. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2019 Mar 2;90:134-141.

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 Vitamine Studien 640


Folsäure vermindert Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht.
Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518.


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 Schwermetalle Studien 640

 

Quecksilber und Neurodermitis in der frühen Kindheit

Schon längere Zeit wird vermutet, dass Quecksilber ein Risikofaktor für Neurodermitis sein könnte. Dieser mögliche Zusammenhang wurde nun von koreanischen Wissenschaftlern untersucht. Während der Schwangerschaft und nach der Geburt wurden Blutkonzentrationen von Quecksilber bestimmt. Nach 6, 12, 24, 36 und 60 Monaten Lebensalter wurden die Mütter über das Auftreten einer Neurodermitis bei ihren Kindern befragt. Die koreanischen Forscher konnten nachweisen, dass eine Quecksilberbelastung bis zum zweiten Lebensjahr das Risiko für die Entstehung einer Neurodermitis erhöhte.

Referenz:
Shin J, Kim BM et al.: The Association Between Mercury Exposure and Atopic Dermatitis in Early Childhood: A Mothers and Children's Environmental Health Study; Epidemiology. 2019 Jul;30 Suppl 1:S3-S8. doi: 10.1097/EDE.0000000000001002.

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US-Wissenschaftler untersuchten im Rahmen einer prospektiven Langzeitstudie den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von B-Vitaminen und dem Auftreten einer leichten kognitiven Beeinträchtigung oder von Demenz. Dabei zeigte sich, dass die Folsäureaufnahme unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge das Risiko für leichte kognitive Störungen/Demenz in späteren Lebensjahren erhöht.

Referenz:
Agnew-Blais JC, Wassertheil-Smoller S et al.: Folate, Vitamin B-6, and Vitamin B-12 Intake and Mild Cognitive Impairment and Probable Dementia in the Women's Health Initiative Memory Study; J Acad Nutr Diet. 2015 Feb;115(2):231

Hunderte, wenn nicht Tausende von Proteinen benötigen Metall-Cofaktoren für ihre Aktivität und Stabilität. Eisen und Zink sind die häufigsten Metalle in der Zelle, gefolgt von Kupfer und Mangan und zu einem geringeren Teil, Cobalt, Nickel und Molybdän. Aus diesem Grund ist es wichtig, auch die intrazellulären Transport- und Verteilungssysteme der Metalle zu kennen. US-Wissenschaftler beschäftigten sich in einem Fachartikel mit der Verteilung und Verwendung von Eisen in der Zelle. Die Hauptmenge des Eisens, das durch die Zellmembran aufgenommen wird, kommt in einen Pool, den man als labilen Eisenpool bezeichnet. Das meiste Eisen, das in diesem Pool gesammelt wird, geht dann in die Mitochondrien, wo es in verschiedene Eisenzentren und so genannten Eisen-Schwefel-Cluster eingebaut wird.

Das Eisen im labilen Eisenpool besteht hauptsächlich aus zweiwertigen Eisenionen. Aus diesem Grund müssen die Liganden für die Eisenionen auch eine Affinität zu Fe2+ haben. Aus chemischen Gründen kommen hierfür nur Citrat, Cystein und reduziertes Glutathion in Frage. Eine Analyse dieser potenziellen Liganden hat gezeigt, dass eigentlich nur Eisen-Glutathion-Komplexe in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle spielen, da reduziertes Glutathion in relativ hohen Konzentrationen in der Zelle vorliegt. Außerdem hat Glutathion nur eine moderate Affinität zu Eisen, wodurch dann auch eine Eisenmobilisierung wiederum möglich ist. Eine starke Verminderung der zellulären Glutathionspiegel führte zu einer Verminderung der Aktivität verschiedener eisenhaltiger Enzyme, die teilweise wieder durch eine Eisengabe ausgeglichen werden konnte. Die vorhandenen Studien zeigen also, dass Eisen-Glutathion-Komplexe eine zentrale Rolle für die Eisenverteilung und -verwendung der Zelle spielen.

Für den Eisentransport in der Zelle spielen die Glutaredoxine eine große Rolle. Die Glutaredoxine sind ebenfalls schwefelhaltige Proteine, die eng mit dem Glutathionstoffwechsel verbunden sind. Die Glutaredoxine sind erforderlich für den Transport der so genannten Eisen-Schwefel-Cluster. Verschiedene Enzyme in den Mitochondrien enthalten diese Eisen-Schwefel-Cluster, die für die Energiebildung in der Zelle eine große Bedeutung haben.

Referenz:
Caroline C et al.: Special delivery: distributing iron in the cytosol of mammalian cells; Front Pharmacol. 2014 Jul 22;5:173.

Kommentar:
Dieser Fachartikel zeigt eindrucksvoll, dass schwefelhaltige Verbindungen eine zentrale Rolle für den Eisenstoffwechsel in der Zelle spielen, so dass bei einer Eisentherapie auch abgeklärt werden sollte, wie hoch die Cystein- und Glutathionspiegel sind.

In einer Fallkontrollstudie wurden bei 115 Patienten mit Morbus Alzheimer und bei 115 Kontrollpersonen Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein bestimmt. Vitamin B12 war direkt mit Morbus Alzheimer assoziiert. Die ungünstigste Kombination in Bezug auf die Alzheimererkrankung waren hohe Homocysteinkonzentrationen und niedrige B-12-Konzentrationen, wobei hierbei die Folsäurespiegel keine Rolle spielten.

Referenz:
Chen H, Liu S et al.: Associations between Alzheimer's Disease and Blood Homocysteine, Vitamin B12, and Folate: A Case-Control Study; Curr Alzheimer Res. 2014 Dec 18

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