notre dame 320Es ist schon länger bekannt, dass durch den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame am 15.4.2019 erhebliche Bleimengen freigesetzt wurden. Die emittierte Bleimenge ist aber wohl deutlich größer, als bisher zugegeben wurde. Wissenschaftler der Columbia University in New York haben 9 bis 10 Monate nach dem Brand 100 Bodenproben im nahen Umfeld der Kathedrale entnommen. Dabei zeigten die Messungen teilweise Bleikonzentrationen, die deutlich über dem französischen Grenzwert von 300 mg/Kilogramm Boden lagen. Aus den Messungen schlossen die Wissenschaftler, dass beim Brand, allein im Umkreis von 1 km um Notre-Dame, mindestens eine Tonne Bleistaub deponiert wurde. Dies sei mehr als das Sechsfache der bisher geschätzten gleichen Menge. Die Bevölkerung dieses Pariser Viertels und vor allem die Kinder, waren zumindest vorübergehend einer höheren Bleibelastung ausgesetzt als zuvor vermutet. Die französischen Behörden führten keine systematischen Untersuchungen direkt nach dem Brand durch

Referenz:
scinexx.de, 13.07.2020: Notre-Dame: Feuer ließ Blei regnen

 

 

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