Wissenschaftler der Universität Magdeburg und der dänischen Universität Aarhus publizierten einen Übersichtsartikel über die Bedeutung einer Arginin- und Citrullin-Supplementierung zur Blutdrucksenkung. Stickstoffmonoxid (NO) ist eine bekannte gefäßerweiternde Substanz. Eine unzureichende NO-Bildung wurde mit erhöhten Blutdruckwerten in Zusammenhang gebracht. Sowohl eine Arginin- wie auch eine Citrullin-Supplementierung können den Argininspiegel anheben, wobei eine Citrullin-Supplementierung etwa doppelt so stark wirkt wie die Einnahme von Arginin. Die derzeit verfügbaren Daten lassen den Schluss zu, dass eine Supplementierung von Arginin den Blutdruck um 5,6/2,7 mmHg senken kann. Die antihypertensiven Eigenschaften von Citrullin sind fraglicher und liegen in einer Größenordnung von 4,1/2,1 bis 7,5/3,8 mmHg. Die Autoren der Studie betonen, dass es nicht vollständig verstanden sei, wie Citrullin und Arginin wirken. Die Kapazität zur Bildung von Stickstoffmonoxid ist bereits bei normalen Argininkonzentrationen völlig ausgeschöpft, so dass eine weitere Zunahme der Argininkonzentration die NO-Konzentration nicht weiter erhöhen kann.

Referenz:
Khalaf D, Krüger M et al.: The Effects of Oral l-Arginine and l-Citrulline Supplementation on Blood Pressure; Nutrients. 2019 Jul 22;11(7). pii: E1679. doi: 10.3390/nu11071679.

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