Bei Patienten mit Adipositas und Diabetes sind die Plasmaglycinspiegel meist niedrig. In prospektiven Studien sind niedrige Glycinkonzentrationen als Risikofaktor für Typ-2-Diabetes anzusehen. Die Verminderung der Glycinkonzentration tritt also auf, bevor es zu klinischen Erscheinungen des Diabetes kommt. Insgesamt ist Glycin eine sehr wichtige Aminosäure und an zahlreichen Biosynthesereaktionen beteiligt, z. B. an der Bildung von Serin, Sarkosin, Purinen, Kreatin, Glutathion, Hämgruppen und Kollagen. Niedrige Glycinkonzentrationen sind in Bezug auf die Kollagenstrukturen sehr kritisch zu sehen, da die Glycinreste notwendig zur Stabilisierung des Kollagenmoleküls sind.

Das Auftreten von Artherienverkalkung und das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten mit einem abnormalen Kollagengehalt infolge Glycinmangel zusammenhängen.

Referenz:
Adeva-Andany M, Souto-Adeva G et al.: Insulin resistance and glycine metabolism in humans; Amino Acids. 2018 Jan;50(1):11-27.

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