hagebutte 320Wissenschaftler aus Australien publizierten einen systematischen Übersichtsartikel zum Thema Vitamin-C-Status und kognitive Funktionen. In die Auswertung wurden 50 Studien einbezogen. Dabei hatten kognitiv intakte Studienteilnehmer durchschnittlich höhere Vitamin-C-Konzentrationen als kognitiv beeinträchtigte Menschen. Es zeigte sich aber kein signifikanter Zusammenhang zwischen den Vitamin-C-Konzentrationen und den MMSE-Scores bei den kognitiv beeinträchtigten Studienteilnehmern.

Für die niedrigen Vitamin-C-Konzentrationen bei kognitiv beeinträchtigten Menschen gibt es verschiedene Erklärungsansätze, u.a. eine zu niedrige Vitamin-C-Aufnahme bei älteren Menschen. Außerdem könnte durch eine vermehrte Produktion freier Radikale ein Mehrverbrauch von Vitamin C resultieren. Vitamin C ist sozusagen das „First-Line-Antioxidants“ in biologischen Flüssigkeiten. Bei kognitiv gestörten Menschen besteht eine höhere Sensitivität gegenüber freien Radikalen in der Gehirnrinde. Quellen für die freien Radikale sind z. B. eine Aktivierung der Mikroglia, eine mitochondriale Dysfunktion, eine Anhäufung von Amyloid sowie das Vorhandensein redoxaktiver Metalle.

Referenz:
Travica N, Ried K et al.: Vitamin C Status and Cognitive Function: A Systematic Review; Nutrients. 2017 Aug 30;9(9).

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