Die Glycinspiegel bei Patienten mit Übergewicht oder Diabetes sind meist niedrig, und eine Verbesserung der Insulinresistenz erhöht die Plasmaglycinkonzentrationen. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes tritt eine Verminderung der Glycinspiegel auf, bevor sich die ersten Krankheitssymptome zeigen. Der pathophysiologische Mechanismus hierfür war aber bisher nicht geklärt. Glycin ist an mehreren Stoffwechselwegen beteiligt. Es wird benötigt für die Bildung von Serin, Sarkosin, Purinen, Kreatin, Glutathion, Hämgruppen und Kollagen. Quantitativ ist Glycin der wichtigste Bestandteil von Kollagen. Die Glycinreste sind erforderlich, um die Helixstruktur der Kollagenmoleküle zu stabilisieren. Diese Eigenschaften des Glycins könnten das vermehrte Auftreten von Arterienverkalkung erklären, da es einen Zusammenhang zwischen dem normalen Kollagengehalt und dem Auftreten und Voranschreiten von Gefäßverkalkungen bei Menschen gibt.

Referenz:
Adeva-Andany M, Souto-Adeva G et al.: Insulin resistance and glycine metabolism in humans; Amino Acids. 2017 Nov 1. doi: 10.1007/s00726-017-2508-0.

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