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Wissenschaftler aus Saudi-Arabien publizierten einen Fachartikel, indem sie sich mit den neuroprotektiven Eigenschaften von Riboflavin (Vitamin B2) beschäftigten. Vitamin B2 kann verschiedene pathogenetische Mechanismen bei neurologischen Erkrankungen beeinflussen. Es vermindert oxidativen Stress und neuroinflammatorische Prozesse sowie die Exzitotoxizität von Glutamat. Außerdem hat Vitamin B2 einen günstigen Einfluss bei mitochondrialer Dysfunktion. Dazu kommt, dass Riboflavin-abhängige Enzyme eine essenzielle Rolle bei der Pyridoxinaktivierung, beim Tryptophan-Kynurenin-Stoffwechselweg und beim Homocysteinstoffwechsel spielen. In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass Riboflavin mit Erfolg zur Prophylaxe von Migräne eingesetzt werden kann. Möglicherweise hat Riboflavin auch einen günstigen Einfluss bei der Parkinsonerkrankung. Jedenfalls sollte der Riboflavin-Status bei neurologischen Erkrankungen überprüft und gegebenenfalls ausgeglichen werden. Zehn bis 15 Prozent der weltweiten Bevölkerung hat eine begrenzte Riboflavinaufnahme und -verwertung.

Referenz:
Marashly ET et al.: Riboflavin Has Neuroprotective Potential: Focus on Parkinson's Disease and Migraine. Front Neurol. 2017 Jul 20;8:333.

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