Alufolie wird immer noch gerne für die Zubereitung von Speisen verwendet. Kaum einer beachtet allerdings, dass die Alufolie nicht mit säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln in Berührung kommen darf, weil hierbei die Speisen mit Aluminium schnell kontaminiert werden können. Auf diese Gefahr wird im Kleingedruckten auf den Verpackungen der Folien auch hingewiesen.

Aluminium gehört nicht in den menschlichen Stoffwechsel und wird mit dem Risiko für verschiedene Erkrankungen wie Brustkrebs oder Alzheimer in Verbindung gebracht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA rät die Verbraucher, pro Woche und Kilogramm Körpergewicht nicht mehr als ein Milligramm von diesem Leichtmetall aufzunehmen. Bei einem 60 kg schweren Menschen darf demnach täglich nur 8,6 mg Aluminium in den Stoffwechsel kommen.

In der Reportage "Geld und Leben" des Bayerischen Fernsehen hat man sich der Gesundheitsgefahr, die von der Alufolie ausgeht, angenommen und ist der Frage nachgegangen, wie viel Aluminium gelangt in Speisen, wenn für deren Zubereitung, so wie es in vielen Haushalten üblich ist, Aluminiumfolie verwendet wird.

Dazu startet das Sendeteam ein kleines Experiment: Sie packten Lebensmittel wie Schinken und Spargel in Alufolien der Firmen EDEKA, Spargel und Toppits ein. Vorher entnahmen Sie aber Lebensmittelproben, um einen Vergleich zu haben, inwieweit sich die Aluminiumkonzentration durch die Verwendung der Folie nach ein paar Tagen erhöht.

Beim Schinken zeigten sich hier extreme Unterschiede. Bevor er in die Alufolie gepackt wurde, lag der Aluminiumgehalt weniger als ein mg pro Kilogramm, nach drei Tagen stieg der Alugehalt erheblich: In der Schinkenprobe, die in EDEKA-Folie eingewickelt war, wurden 20 mg gemessen, in der Probe der Toppits-Folie 22 mg und in der Probe der Aldi-Folie 27,3 mg. Auch Spargel schnitt schlecht ab: Vor dem Einwickeln in Alufolie lag die Alukonzentration bei 0,4 mg pro Kilogramm, danach hatte die Spargelprobe in Alufolie von Aldi 15 mg Aluminium, von EDEKA 22,6 mg und von Toppits 27 mg pro Kilogramm.

Die Hersteller der Folien schätzen die Gesundheitsgefahr, die durch die Kontaminierung entsteht, als nicht sehr hoch ein - ganz im Vergleich zu dem Toxikologen Edmund Maser der Universität Kiel. Er glaubt, dass man sich durch die Verwendung der Folie ordentlich mit Aluminium belasten könne.

Referenz:
www.br.de: Gefahr die die Gesundheit, 29.03.2016

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