Immer noch nehmen in Bangladesch etwa 20 Mio. Menschen Arsen über vergiftetes Trinkwasser auf, obwohl dieses Problem seit 20 Jahren bekannt ist. Die Böden in Bangladesch sind von Natur aus arsenhaltig, und das Arsen gelangt so auch in das Trinkwasser. Die Regierung von Dhaka habe bislang nichts unternommen, um die Arsengefahr zu bekämpfen. Das kritisierte die Menschenrechtsorganisation Human Right Watch in ihrem jüngsten Bericht vom April 2016.

In früheren Zeiten entnahmen die Bewohner Bangladeschs und anderer Länder dem Ganges-Becken das Trinkwasser. Leider ist der Fluss mittlerweile derart verschmutzt, dass die Bewohner auf Schachtbrunnen als Wasserlieferant zurückgreifen. Nur: Auch hier lauert eine extreme Gesundheitsgefahr, denn das Wasser kommt zumeist aus arsenhaltigen Schichten.



Eine Arsenbelastung kann zu einem Leberschaden führen, es kann Nieren, Lungen- und Hautkrebs auftreten. Die Folgen der Arsenaufnahme über das Trinkwasser sind dramatisch: Jedes Jahr sterben laut Human Right Watch Tausende Menschen an den Folgen der Arsenaufnahme.

Die Brunnen müssten eigentlich tiefer gebohrt werden, um den Arsenschichten auszuweichen, was aber für das breite Volk nicht gemacht wird, lediglich für Unterstützer der Politiker. «Viele Brunnen der Regierung werden in Privathäusern installiert. Die Besitzer bestechen Beamte oder benutzen ihre politischen Beziehungen», wird ein Bauer in dem Bericht zitiert.

Referenz:
pharmazeutische-zeitung.de: Bangladesch: Arsen im Wasser gefährdet Millionen Menschen

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