Studien über Mikronährstoffe und Schwermetalle

Wissenschaftler aus dem Iran publizierten einen systematischen Übersichtsartikel und eine Metaanalyse über die Effekte einer Vitamin-D-Supplementierung auf die mentale Gesundheit. Außerdem wurde in der Metaanalyse untersucht, inwieweit Biomarker die Entzündungsaktivität und den oxidativen Stress bei Patienten mit psychiatrischen Störungen durch eine Vitamin-D-Supplementierung beeinflussen. Die Vitamin-D-Supplementierung führte zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik und der Schlafqualität. Außerdem wurde in drei Studien ein signifikanter Anstieg von Glutathion nachgewiesen und ebenfalls in drei Studien eine Zunahme der totalen antioxidativen Kapazität. Die kombinierte Auswertung von fünf Studien zeigte eine signifikante Verminderung von CRP nach der Vitamin-D-Supplementierung.

Referenz:
Jamilian H, Amirani E et al.: The effects of vitamin D supplementation on mental health, and biomarkers of inflammation and oxidative stress in patients with psychiatric disorders: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials; Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2019 Aug 30;94:109651. doi: 10.1016/j.pnpbp.2019.109651. Epub 2019 May 13.

Wissenschaftler aus den USA und Deutschland publizierten einen Fachartikel über den Zusammenhang zwischen der Tryptophanaufnahme und emotionsbezogener Impulsivität. Emotionsbezogene Impulsivität ist die Tendenz, Dinge zu sagen oder zu tun auf der Basis einer gesteigerten Emotionalität, die man dann zu einem späteren Zeitpunkt häufig bereut.

Die Wissenschaftler konnten bei 25 Versuchspersonen nachweisen, dass eine höhere Tryptophanaufnahme mit einer Verminderung des impulsiven Verhaltens assoziiert war. Eine emotionsbezogene Impulsivität dürfte also mit dem Neurotransmitter Serotonin zusammenhängen.

Referenz:
Florian Javelle, Philipp Zimmer et al.: Dietary intake of tryptophan tied emotion-related impulsivity in humans, International Journal for Vitamin and Nutrition Research • October 2019

Bei Kindern zeigte eine Studie eine direkte Korrelation zwischen der Vitamin-B1-Aufnahme und depressiven Symptomen. Es gibt auch Hinweise aus einigen Studien, dass eine Vitamin-B1-Supplementierung bei der Behandlung von Autismus von Nutzen ist.

Referenz:
Dhir S, Tarasenko M et al.: Neurological, Psychiatric, and Biochemical Aspects of Thiamine Deficiency in Children and Adults; Front Psychiatry. 2019 Apr 4;10:207. doi: 10.3389/fpsyt.2019.00207. eCollection 2019.

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