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Anämie und Mikronährstofftherapie

anaemie

Viele Menschen verstehen unter Anämie eine Verminderung der Zahl der roten Blutkörperchen. Dies ist aber nicht korrekt. Das maßgebliche Kriterium für eine Anämie ist die Hämoglobinkonzentration und die Konzentration des Hämatokrits, für die es alters- und geschlechtsspezifische Referenzbereiche gibt. Wenn die gemessenen Werte unterhalb des Referenzbereiches liegen, liegt eine Anämie vor.

Die Zahl der Erythrozyten, also der roten Blutkörperchen, korreliert nicht immer mit dem Hämoglobin (Hb) und ist deshalb kein empfindlicher Parameter für die Erfassung einer Anämie. Bei einer Eisenmangelanämie kann zum Beispiel die Zahl der Erythrozyten noch normal sein, bei bereits erniedrigtem Hb.

Über 80 Prozent aller Anämien werden durch einen Eisenmangel oder durch chronische Erkrankungen verursacht. Anämie ist keine Diagnose, sondern ein Symptom, deshalb muss immer die Grunderkrankung gesucht werden. Es muss aber auch die Versorgung mit Mikronährstoffen abgeklärt werden, weil Mikronährstoffe am Eisenstoffwechsel und an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt sind...weiterlesen


 

Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse. Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten bei Patienten mit Autoimmunthyreoiditis das TSH, verschiedene Antikörper sowie Hämoglobin, Eisen, Vitamin B12 und Folsäure. Bei Patienten mit positiven Schilddrüsenantikörpern zeigten sich im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen signifikante Defizite bei Hämoglobin, Eisen und Vitamin B12. Außerdem waren die Homocysteinspiegel deutlich höher.

Forscher aus dem Iran untersuchten den Effekt einer Behandlung mit Eisensulfat bei Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren mit euthyreoter Struma ohne Eisenmangelanämie. Die Patienten erhielten entweder Eisensulfat über einen Zeitraum von 12 Wochen oder ein entsprechendes Placebopräparat. Am Ende der Studie war in der Eisengruppe eine signifikante Reduzierung der Strumagröße festzustellen.

Niedrige Schilddrüsenkonzentrationen während der frühen Schwangerschaft könnten die neurologische Entwicklung des neugeborenen Kindes irreversibel beeinträchtigen.  Wissenschaftler aus China untersuchten bei 3.340 schwangeren Frauen und bei 1.253 nicht schwangeren Frauen Parameter des Schilddrüsenstoffwechsels und Parameter des Eisenstoffwechsels. Die fT4-Spiegel waren sowohl bei den Schwangeren wie auch bei den nicht schwangeren Frauen mit Eisenmangel signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Das Auftreten einer leichten und schweren Schilddrüsenunterfunktion war bei Eisenmangel sowohl bei den schwangeren wie auch bei den nicht schwangeren Frauen deutlich erhöht. Ein Eisenmangel ist ein unabhängiger Risikofaktor für eine leichte und schwere Schilddrüsenunterfunktion, unabhängig von etwaigen Jod-Effekten und Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse.

Referenzen:

  • Wang YP, Lin HP et al.: Hemoglobin, iron, and vitamin B12 deficiencies and high blood homocysteine levels in patients with anti-thyroid autoantibodies; J Formos Med Assoc. 2014 Mar;113(3):155-60.
  • Yu X, Shan Z et al.: Iron deficiency, an independent risk factor for isolated hypothyroxinemia in pregnant and nonpregnant women of childbearing age in china; J Clin Endocrinol Metab. 2015 Apr;100(4):1594-601.
  • M Ordooei, M Akbarzadeh et al.: The effect of iron supplement on children with euthyroid goiter: a randomized placebo-controlled clinical trial; Iran J Ped Hematol Oncol. 2014; 4(3): 84–88.

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