zwangsstoerung 320Die Zwangserkrankung ist die vierthäufigste psychische Störung in Deutschland. Etwa zwei bis drei Prozent aller Erwachsenen in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens unter Zwangsstörungen. Kennzeichnend für Zwangsstörungen sind wiederkehrende unerwünschte Gedanken und/oder Handlungen. Unter Zwangshandlungen versteht man Verhaltensweisen, die in bestimmten Situationen sinnvoll sind zum Beispiel das Händewaschen oder das Kontrollieren von Elektrogeräten. Diese Handlungen werden von Betroffenen unzählige Male in ritualisierter Weise durchgeführt, wobei die Betroffenen ihr Verhalten meist selbst als unsinnig oder quälend empfinden. Der Versuch, die Handlungen zu unterdrücken, führt zum Gefühl von innerer Anspannung, zu Ängstlichkeit und Unruhe, welches erst nachlässt, wenn das Ritual durchgeführt wurde.

Zwangsgedanken sind Vorstellungen und Ideen, deren Inhalt als negativ empfunden wird, zum Beispiel aggressive Gedanken oder die Befürchtung von Verunreinigung, die sich immer wieder aufdrängen und wiederholen. Ausgeprägte Zwangsstörungen können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Im Extremfall sind die Patienten nicht mehr in der Lage, das Haus zu verlassen oder einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Wie bei den meisten psychiatrischen Erkrankungen dürfen auch bei Zwangsstörungen verschiedene Faktoren bei der Entstehung beteiligt sein...

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