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Eisenmangel ist nicht gleichzusetzen mit Eisenmangelanämie

BlutarmutEin Eisenmangel ist in der heutigen Zeit weit verbreitet, was aber vielen Menschen so gar nicht bewusst ist. Müdigkeit, Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit können die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sein. Leider wird ein Eisenmangel oft gar nicht erkannt, weil meistens nur eine Eisenmangelanämie als Eisenmangel definiert wird. Hierzu kann gesagt werden, dass die Eisenmangelanämie nur die Spitze des Eisbergs ist.

Zur Beurteilung des Eisenstatus ist auch nicht nur das rote Blutbild ausreichend, also die Bestimmung von Hämoglobin, Hämatokrit, roter Blutkörperchen etc. Ein sinnvoller Messwert zur Beurteilung des Eisenstatus ist das Eisenspeicherprotein Ferritin. Allerdings ist der Referenzbereich von Ferritin sehr problematisch. Er geht häufig von 25 bis 350 μg/l, so dass dann ein Ferrtinwert von z. B. 26 oder 27 μg/l in vielen Fällen in der ärztlichen Praxis als normal und akzeptabel eingestuft wird. Es gibt aber zahlreiche Hinweise, dass ein niedriger Ferritinwert keinesfalls eine ausreichende oder gar optimale Eisenversorgung widerspiegelt, z. B. kann Haarausfall bereits bei einem Ferritinwert kleiner 70 μg/l auftreten. In der überwiegenden Zahl der Studien wird deshalb ein Eisenmangel als Ferritin kleiner 100 μg/l definiert. Für eine gute Eisenversorgung sollte also ein Ferritinwert um 100 μg/ l angestrebt werden.

 

 

Frau R. litt seit 2002 unter immer wiederkehrenden psychovegetativen Beschwerden, die sich in innerer Unruhe, Nervosität, Antriebslosigkeit und Panikattacken äußerten. Bei einem stationären Krankenhausaufenthalt wurde körperlich und neurologisch nichts Gravierendes festgestellt.

Seit 2003 war sie mit kurzen Unterbrechungen immer wieder in psychiatrischer Behandlung. Anfangs nahm sie Psychopharmaka, die den Zustand jedoch eher noch verschlimmerten. Im Frühjahr 2006 wurde eine Mikronährstoffanalyse des Blutes - das DCMS-Profil "Nerven" - mit einer anschließenden 6-wöchigen Mikronährstofftherapie durchgeführt. Daraufhin verbesserte sich ihr Befinden innerhalb kürzester Zeit, wie sie selbst in ihrem Erfahrungsbericht formuliert.

 


Die Mikronährstoffanalyse ergab folgende Laborwerte:

 
dcms-nerven-profil-befund2

 

Der Laborbefund wurde wie folgt interpretiert:

Es ergeben sich Anzeichen für eine Beeinträchtigung des Nervenstoffwechsels, der Gefäße, des Immunsystems, der Verdauungsorgane, des Leberstoffwechsels.

  • Cystein ist suboptimal. Daraus folgt:
    reduzierte antioxidative Kapazität, verminderte hepatische Entgiftungskapazität, Immunschwäche

  • Glutamin ist suboptimal. Daraus folgt:
    Beeinträchtigung der Darmmukosa, Immundefizit, verminderte GABA-Synthese, die Glutathion-Synthese ist abhängig von der Cystein- und Glutamin-Verfügbarkeit

  • Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind suboptimal. Daraus folgt:
    Beeinträchtigung des Homocystein-Abbaus, erhöhtes Risiko für Hirnleistungsstörungen, psychische Befindlichkeitsstörungen, endotheliale Dysfunktion

  • Die Vitamin-D-Konzentration sollte über 30 ng/ml liegen. Daraus folgt:
    erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen, Myokardinsuffizienz, arterielle Hypertonie, Osteoporose, Metaplasien

  • Die Selenkonzentration im Vollblut sollte zwischen 120 und 160 µg/l liegen - für eine optimale Aktivität der selenabhängigen Enzyme.

     

Therapeempfehlung:

Die Patientin bekam aufgrund der Laboranalyse die Empfehlung, 6 Wochen lang täglich folgende Mikronährstoffe einzunehmen: N-Acetylcystein 600 mg, Glutamin 360 g, 2000 E Vitamin D, Selen 300 µg; außerdem nahm Sie ein Präparat mit 1200 µg Folsäure, 10 µg B6 und 18 µg B12.



Die Patientin führte diese Therapie 6 Wochen lang durch und sendete uns folgenden Erfahrungsbericht:


Hallo, Frau G.,

ich möchte Ihnen meine Vorgeschichte und meine positive Erfahrung nach Ihrer empfohlenen 6-wöchigen Therapie mitteilen. Es freut mich  dass Sie diese anonym veröffentlichen wollen, denn somit kann hoffentlich auch anderen Leidensgenossen geholfen werden.
Bei mir handelt es sich um Unruhe, Nervosität, Kopfstress, Antriebslosigkeit und selten vorkommenden Panikattacken. Das wirkt sich so aus, dass ich Probleme damit habe, wenn ich irgendwo warten muss, sei es z.B. im Geschäft an der Kasse oder an einer roten Ampel. Dann gerate ich sozusagen unter Zeitdruck, obwohl ich aber viel Zeit habe. Ich atme dann schneller, werde unruhig, nervös, in meinem Kopf arbeitet es, und ich atme nur bis zur Bauchmitte. Ich bekomme diese so genannten Anfälle des öfteren auch, wenn ich zu Hause auf der Couch sitze und etwas esse. Auf einmal geht mir alles nicht schnell genug, ich esse hastig und komme außer Atem. Ich fühle mich so, als ob ich einen Dauerlauf gemacht hätte, sitze aber nur ruhig ohne Tätigkeit da. Ich fühle mich dann ohne Grund gestresst und in Eile.

Nach unzähligen missglückten Versuchen, das Ganze mit Psychopharmaka in den Griff zu bekommen, bin ich im Internet auf Ihr Labor gestoßen und habe es nun mit Ihrer aufgrund der Mikronährstoffanalyse empfohlenen Therapie probiert.

Bereits nach ca. 3 Tagen konnte ich einen ersten positiven Erfolg spüren. Ich wurde antriebsstärker und verspürte mehr Lust, Dinge zu tun, für die ich in letzter Zeit überhaupt kein Interesse mehr hatte. Mein Schlaf ist besser und tiefer, und ich wache daher auch entspannter und ausgeruhter morgens auf. Ich merkte, als ich an der vollen Kasse stand, dass es mir zum Teil gar nichts mehr ausmachte und dass auch eine rote Ampel mich nicht aus der Fassung brachte. Insgesamt fühlte ich mich nicht mehr so gestresst und wurde ruhiger und ausgeglichener. Dieses positive Ergebnis konnte man mir sogar im Gesicht ansehen: Ich sah entspannter aus, so dass es sogar meine Freunde bemerkten. In der 6-wöchigen Therapiephase hatte ich keine einzige Panikattacke und fühlte mich im Allgemeinen bedeutend besser.

Den Unterschied zwischen "mit" und "ohne" Mikronährstoffe konnte ich feststellen, als die Therapie zu Ende war und ich eine Woche lang gar nichts mehr einnahm. Schon nach zwei Tagen verspürte ich wieder eine Verschlechterung, und meine Stresssymptome kehrten langsam wieder zurück. Sie sind noch nicht so schlimm wie vor der Therapie, aber dennoch wieder deutlich spürbar.

Nun werde ich nochmals 6 Wochen lang mit dieser Therapie fortfahren, jedoch die Dosis von Vitamin D auf Ihre Empfehlung hin halbieren.

Zusammenfassend kann ich Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen empfohlene Mikronährstofftherapie sehr positiv und hilfreich ist. Ich konnte eine deutliche Besserung meiner Stresssymptome verspüren und wurde ausgeglichener und antriebsstärker. Nun möchte ich nicht sagen, dass mein Leiden vollkommen verschwunden ist, aber dass die gezielte Mikronährstofftherapie bedeutend wirksamer ist als z.B. Psychopharmaka.

Mit freundlichen Grüßen
R. S.

 

 

 

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