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fieberthermometerlupo pixelio 200Von Quecksilber soll in Zukunft Abstand genommen werden. Vier Jahre lang ist über einen globalen Umweltvertrag zur Vermeidung von Quecksilber verhandelt worden. Anfang Oktober haben knapp 100 Staaten im japanischen Minamata die Quecksilberkonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet. Von 2020 an soll Quecksilber nicht mehr gefördert, exportiert oder gehandelt werden. Der Ort Minamata verdankt seine traurige Berühmtheit der Tatsache, dass dort Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts tausende Menschen mit Quecksilber vergiftet wurden. Die Opfer von Minamata leiden bis heute unter den Folgen der Chemiekatastrophe.

Quecksilber zählt zu den gefährlichsten Umweltgiften überhaupt. Seit 1850 wurden etwa 200.000 Tonnen Quecksilber in die Umwelt gebracht. Das Quecksilber verteilt sich um die ganze Erde. Es nützt also relativ wenig, wenn man sozusagen vor der eigenen Haustür alles ordentlich hält. Auf natürlichem Weg kommt Quecksilber durch Vulkanausbrüche, Waldbrände oder Bodenerosion in die Luft; 40 bis 50 Prozent gelangen aber direkt durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre. Das sind immerhin 2.000 Tonnen jährlich. Ein wichtiger Faktor ist die zunehmende Verbrennung von Kohle in Kraftwerken, vor allem in Asien, wo 2010 gut 480 Tonnen Quecksilber in die Luft geblasen wurden. Der größte Verursacher ist der Goldbergbau, der insgesamt 820 Tonnen Quecksilber jährlich freisetzt. Laut UN-Umweltprogramm (UNEP) leben 10 bis 15 Mio. Menschen in Kleinbetrieben vom Goldschürfen, dabei wird goldhaltiges Erz mit Quecksilber vermischt und anschließend das Quecksilber durch Erhitzen verflüchtigt. Seit 2005 haben sich die von Goldsuchern verursachten Emissionen verdoppelt. Im selben Zeitraum hat sich der Goldpreis vervierfacht. Das Quecksilber bleibt etwa 12 Monate in der Atmosphäre und verteilt sich großräumig um die Erde.

Die höchsten Quecksilberwerte findet man heute in den polnahen Gebieten. Dort ist es so kalt, dass das Quecksilber nicht verdampfen kann. Die UNEP schätzt, dass allein in der Arktis pro Jahr rund 200 Tonnen Quecksilber abgelagert werden. Die Belastung der Tiere in den Polarregionen hat sich in den vergangenen 150 Jahren verzehnfacht. Für Batterien wurden 2010 weltweit rund 370 Tonnen Quecksilber eingesetzt, etwa genauso viel wie für Zahnfüllungen. Die Chlor-Alkali-Industrie, die dieses metallische Element als Katalysator nutzt, muss in der EU bis 2020 umgerüstet werden; allein dadurch entsteht eine Müllmenge von ca. 15.000 Tonnen Quecksilber.

Eine Quecksilbervergiftung kann bereits durch ein zerbrochenes Fieberthermometer ausgelöst werden. Eine besondere Gefahr liegt darin, dass Quecksilber nicht rechtzeitig entfernt wird und möglicherweise in Ritzen fließt und dort verdampft. Menschen in den Entwicklungsländern setzen sich täglich Quecksilberdämpfen aus, nicht nur durch die Goldgewinnung; oftmals zerlegen Kinder alte Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen zur Gewinnung der darin enthaltenen Metalle.

Die WHO hat nach Unterzeichnung des Minamata-Abkommens eine Kampagne zur Verbannung des Quecksilbers aus Thermometern gestartet. Es soll das Ziel erreicht werden, dass bis 2020 alles Quecksilber aus Fieberthermometern und Blutdruckmessgeräten verschwunden ist.


Referenzen:

  • tagesspiegel.de, 11.10.2013: UN sagen Quecksilber den Kampf an
  • focus.de, 05.10.2013: Wie Menschen vor Quecksilber geschützt werden sollen
  • dw.de, 09.07.2013: Was macht Quecksilber giftig?
  • Aezteblatt.de, 14.10.2013: WHO startet Kampagne zur Quecksilber-Reduzierung

Bild: Lupo / Pixelio.de

Studien

Brokkoli 640

 

Folsäure vermindert Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518...weitere Studien

Indikationen

autismus 640

 

Bei Autismus: Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Autistische Störungen gelten immer noch als überwiegend genetisch bedingt, was aber zunehmend relativiert wird. 30 bis 50 Prozent der Kinder mit Autismus zeigen Hinweise auf eine mitochondriale Dysfunktion, für deren Entstehung wiederum ein Mangel an Mikronährstoffen eine große Rolle spielt. Kinder mit Autismus haben häufig auch Störungen des Redoxgleichgewichts, das ebenfalls durch Mikronährstoffdefizite hervorgerufen werden kann.

Mikronährstoffmängel bei Autismus: Bei Autismus wurden verschiedene biochemische Besonderheiten nachgewiesen: Häufig ist bei Autismus ein hoher Spiegel von Homocystein nachweisbar. Es gibt auch viele andere Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffdefiziten und Autismus, z.B. eine Verminderung der Vitamin-D-Konzentration oder bestimmter Aminosäuren...weiter

Mikronährstoffe

Aminosuren 640 2

 

Aminosäuren – leider immer noch unterschätzt

Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Peptide und Proteine und haben darüber hinaus zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel. Für die Proteinsynthese sind 21 Aminosäuren erforderlich. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch Selenocystein eine proteinogene Aminosäure ist, da Sie für die Bildung einiger Proteine benötigt wird.

Einstufung der Aminosäuren: Einige Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden, sie werden als nicht essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenzielle Aminosäuren müssen obligat mit der Nahrung zugeführt werden. Dazwischen gibt es eine Gruppe von Aminosäuren, die üblicherweise aus anderen Aminosäuren gebildet werden können. Unter bestimmten Umständen, z. B. bei metabolischem Stress, ist die endogene Bildung der Aminosäuren aber nicht ausreichend zur Bedarfsdeckung des Organismus. Auch bei Frühgeborenen ist die Fähigkeit zur Aminosäurensynthese noch nicht ausgereift.mter Aminosäuren...weiter

Fachartikel

Angst 640

 

Zusammenhang zwischen Angsterkrankungen und Mikronährstoffmängeln

...Prinzipiell ist die Hirnleistungsfähigkeit und die psychische Befindlichkeit des Menschen von der Balance der Neurotransmitter abhängig. Bildung und Abbau der Neurotransmitter sind wiederum auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen angewiesen. Bei vielen psychiatrischen Erkrankungen sind auch Störungen des Hirnstoffwechsels nachweisbar, z. B. oxidativer Stress, eine mitochondriale Dysfunktion, eine erhöhte Entzündungsaktivität, Exzitotoxizität, Störungen der Blut-Hirnschranke und vieles mehr.
Bei allen psychiatrischen Erkrankungen, so auch bei Angststörungen, sollten Mikronährstoffdefizite abgeklärt werden. Mikronährstoffe sind nicht nur wichtig für den Neurotransmittermetabolismu...weiter

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