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kraftwerk Kurt F. Domnik pixelio.deQuecksilber gehört zu den gefährlichsten Umweltgiften überhaupt. Obwohl das Gefahrenpotential dieses Schwermetalls bekannt ist, gelangt es u.a. auch ohne Umweltkatastrophe tagtäglich in großem Stil auf legalem Weg in die Umwelt. Kohlekraftwerke, insbesondere auch deutsche, stoßen gewaltige Mengen an Quecksilber aus. Die Quecksilberausbringung von Braunkohle- und Steinkohlekraftwerke machten in den Jahren 2010 bis 2012 etwa 70 Prozent der Gesamtemissionen aus.

Über das Spritzen von Pestiziden kommt ebenfalls Quecksilber ganz legal auf unsere Felder und wird u.a. über die Nutztiere aufgenommen. Große Mengen an Quecksilber stammen u.a. auch von der Zementproduktion, der Erzgewinnung oder auch von Müllablagerungen und landen letztlich auch im Ozean, wo Fische und andere Meerestiere das Schwermetall aufnehmen und einlagern. Nach Untersuchungen der EFSA ist der Anteil von Methylquecksilber in Fischen mit rund 90 Prozent am Gesamt-Quecksilber sehr hoch. Mikroorganismen wandeln das ins Wasser eingebrachte Quecksilber in Methylquecksilber um, was dann über die Fische aufgenommen wird. Besonders quecksilberbelastet sind Zacken- und Torpedobarsch, Atlantischer Sägebauch Speerfisch, Schwert- und Haifisch aber auch Königsmakrele, Heilbutt, Meerforelle, Blaubarsch, Hummer und Thunfisch.


Kein Wunder also, dass Menschen in südeuropäischen Ländern, wo besonders viel Fisch gegessen wird, oftmals stark mit Quecksilber belastet sind. So wurden in Spanien bei rund 30 Prozent der Kinder zu hohe Quecksilber-Werte nachgewiesen, in Portugal bei 8 Prozent.

Auch dramatisch: In der EU kommen jährlich 1,8 Millionen Kinder mit einem Quecksilberwert auf die Welt, die den Grenzwert überschreiten. Der wirtschaftliche Schaden, der bei den Kindern durch Intelligenzverlust aufgrund einer Quecksilberbelastung entsteht, beläuft sich auf jährlich bis zu 9 Milliarden Euro.

Schon kleinste Mengen Quecksilber, die die Ungeborenen bereits im Mutterleib über das Nabelschnurblut aufnehmen, können bleibende Gesundheitsschäden auslösen. Beschrieben werden neben Gedächtnisverlusten auch Lernstörungen, eine Beeinträchtigung des Gehörs und der Sehkraft und der Muskelkoordination. Insgesamt kann sich die Persönlichkeit verändern oder sogar Mongolismus ausgelöst werden.

Dass die Quecksilbergefahr nicht zu verharmlosen ist, hat auch das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) erkannt. Sie plädierte aufgrund einer Pilotstudie von 2013 die Belastung mit Schwermetallen zu reduzieren.
In der Studie wurden bei älteren Rindern und Schweinen höhere Schwermetalle wie Blei und Quecksilber gemessen als bei jüngeren. Die Organe von über zwei Jahre alten Tieren wurden aufgrund der Schwermetallbelastung als genussuntauglich bewertet. Tiere können die Schwermetalle über pestizidbelastetes Futter aufnehmen.

Außerdem kann die Aufnahme von Quecksilber auch über nichttierische Lebensmittel ein Risiko darstellen. Die höchsten Quecksilberkonzentration fand man übrigens in getrockneten Waldpilzen.

Was die Gesundheitsgefahr durch Quecksilber angeht, scheint sich die EU weniger Sorgen zu machen und lockert immer mehr die Grenzwerte. Sie möchte im Jahr  2016 die Quecksilber-Grenzwerte für Raubfische erhöhen. Außerdem: Eine "Technische Arbeitsgruppe" der EU-Kommission legte im Juni 2015 fest, dass Steinkohlekraftwerke zukünftig 4 µg/Nm3 und Braunkohlekraftwerke 7 µg/Nm3  Quecksilberemissionen ausstoßen dürfen. Damit liegen die Werte weit über denen, wie sie in den USA zugelassen sind (1,4 µg/Nm3 für Steinkohle und 4,1 µg/Nm3 für Braunkohle).

Referenz:
heise.de, 7.12.2015: Geduldetes Gift - EU will Grenzwerte für Quecksilber lockern

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