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Schwanger 200Während der 40 Wochen einer Schwangerschaft hat der Körper einer Frau vielfältige Aufgaben zu meistern. Der Mikronährstoffbedarf von Frauen ist in diesem Lebensabschnitt so hoch wie zu keinem anderen Zeitpunkt ihres Lebens. Alles was das entstehende Kind an Mikronährstoffen und Makronährstoffen benötigt, stammt von den Nährstoffen, die die werdende Mutter mit der Nahrung aufnimmt. Der Fötus holt sich über den mütterlichen Blutkreislauf alle lebenswichtigen Stoffe, nötigenfalls auch von den Reserven der Mutter. Deswegen ist es wichtig, bereits vor einer bestehenden Schwangerschaft, auf eine optimale Ernährung und Mikronährstoffzufuhr zu achten. Beide, die Mutter wie auch das Kind, werden davon profitieren.

Der Energiebedarf in der Schwangerschaft erhöht sich ab dem vierten Monat um ca. 300 Kilokalorien. Der Mikronährstoffbedarf ist jedoch, je nach Mikronährstoff, um 50 bis 200 Prozent erhöht. Eine ausgewogene Ernährung, mit viel frischen Obst und Gemüse, ist von großer Bedeutung,  aber immer noch keine Garantie für eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Mikronährstoffen. Viele westeuropäische Schwangere können den Mikronährstoffbedarf allein über die Nahrung nicht decken. Defizite zeigen sich häufig bei den Vitaminen B6, D3, E und Folsäure sowie den Mineralstoffen Eisen, Calcium, Zink und Magnesium.


Im Folgenden wird die Bedeutung einiger wichtiger Mikronährstoffe aufgezeigt:

Proteine/ Aminosäuren

Der Proteinbedarf verdoppelt sich in der zweiten Schwangerschaftshälfte, der tägliche Bedarf steigt auf 70 – 90 g Protein pro Tag.
Forscher aus Mexiko und den USA haben jetzt herausgefunden, dass die Einnahme der Aminosäure L-Arginin, in Kombination mit antioxidativen Vitaminen, bei Schwangerschaftsbeschwerden, die durch Präeklampsie verursacht werden, helfen soll. Sie berichteten im „British Medical Journal“, dass die Einnahme dieser Aminosäure, gemeinsam mit Vitaminen, sich positiv auf die Präeklampsie-Erkrankung auswirkte und auch die Anzahl der Frühgeburten senkte.

Omega-3-Fettsäuren

Eine Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft ist zu empfehlen. Eine besondere Bedeutung kommt der Docosahexaensäure (DHA) und der Eicosapentaensäure (EPA) zu, da diese wichtige Bausteine für den Aufbau des Gehirns und der Augen bei dem werdenden Fötus sind. Die Bildung der Gehirnzellen findet hauptsächlich im Mutterleib und im ersten Lebensjahr statt, deswegen ist die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in dieser Zeit essentiell.

Man sollte jedoch vom Verzehr von Fisch Abstand nehmen, da Fisch oftmals schwermetallbelastet ist und so der Mutter und dem Kind mehr schadet als nützt. Omega-3-reiche Nahrungsmittel sind z.B. Rapsöl, Leinöl, Walnussöl. Heutzutage ist es ebenso auch möglich, Omega-3-Präparate auf pflanzlicher Basis zu beziehen.

Vitamine

Der Vitamin-D-Bedarf ist während der Schwangerschaft doppelt so hoch wie sonst. Vitamin D ist beim Fötus wichtig für die Entwicklung des Skeletts, also für Knochen und Zähne. Ein Vitamin-D-Mangel während der Schwangerschaft kann bei der Mutter zu einer verminderten Knochendichte und zu einem erhöhten Risiko für Osteoporose im Alter führen.

Während der Schwangerschaft erhöht sich der Verbrauch von B-Vitaminen beträchtlich. So steigt der Bedarf von Vitamin B1, B2, B3 und B12 um etwa 50 Prozent an. Bei Vitamin B6 verdoppelt sich der Bedarf sogar. Der Fötus ist auf eine gleichmäßige Versorgung mit Vitamin B6 angewiesen. Die Vitamin-B6-Konzentration im Blut des werdenden Kindes ist im Vergleich zum Blutspiegel der Mutter zwei- bis fünfmal höher. Bei vielen schwangeren Frauen sind zwischen dem vierten und achten Schwangerschaftsmonats, dann wenn das Ungeborene am stärkstem wächst, die Vitamin-B6-Reserven nahezu aufgebraucht.
Eine ausreichende Zufuhr von Folsäure, bereits vor und während der ersten Schwangerschaftsmonate, kann das Risiko eines Neuralrohrdefektes sowie für andere Geburtsfehler vermindern. Ein Folsäuremangel ist oftmals auch Ursache für eine Anämie in der Schwangerschaft.


Calcium

In der Schwangerschaft steigt die Resorptionsrate für Calcium aus der Nahrung um das Doppelte an. Trotzdem reicht dies oftmals nicht aus, den Bedarf des Fötus in den letzten Schwangerschaftswochen abzudecken. Bereits am Anfang einer Schwangerschaft sollte die Calciumzufuhr optimiert werden, damit der Fötus im letzten Schwangerschaftsabschnitt auf die angelegten Calciumreserven zurückgreifen kann. Der Fötus erhält während der Schwangerschaft insgesamt 30 bis 40 g Calcium von der Mutter. Calcium ist wichtig für die Entwicklung von Knochen und Zähnen.

Magnesium

In der Schwangerschaft ist ein Magnesiummangel weit verbreitet und führt nicht selten zu nächtlichen Wadenkrämpfen. Ein Defizit an Magnesium kann Wehen auslösen und zu Frühgeburten führen. Außerdem kann ein Mangel an Magnesium das Risiko für Bluthochdruck bei Schwangeren erhöhen. Auch Verstopfungen, die gerne in der Schwangerschaft auftreten, können ein Hinweis auf einen Magnesiummangel sein. Magnesium spielt auch im Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle.

Zink

Der Zinkbedarf ist während Schwangerschaft sehr hoch, er steigt um ca. 50 Prozent an. Über die Ernährung ist dieser Mehrbedarf meist nicht zu decken. Eine unzureichende Versorgung mit Zink wirkt sich negativ auf die Hirnentwicklung und das Nervensystem des ungeborenen Kindes aus. Ein Zinkmangel kann zu einem niedrigen Geburtsgewicht, zu Frühgeburt und zu Geburtsfehlern führen.

Eisen

Die Deutsche Nationale Verzehrsstudie 2008 stellte fest, dass die empfohlene Tagesmenge an Eisen (15 mg/ Tag) von mehr als 75 Prozent der Frauen nicht erreicht wird. In der Schwangerschaft verdoppelt sich der Bedarf an Eisen. Obwohl sich die Aufnahmefähigkeit des Darmes für Eisen um das Drei- bis Fünffache bei Schwangeren erhöht, lässt sich durch die Ernährung der Eisenbedarf in vielen Fällen nicht abdecken. Ist die Eisenzufuhr zu niedrig, kommt es sehr schnell zu einer Anämie. Eine erhöhte Reizbarkeit und Erschöpfung der werdenden Mütter sind die Folgen. Beim Fötus kann ein Eisenmangel zu niedrigem Geburtsgewicht und zu Frühgeburten führen.

Eine optimale Versorgung mit allen Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Fettsäuren begünstigt einen positiven Schwangerschaftsverlauf und unterstützen die optimale Entwicklung des Fötus. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Risiko von Geburtsfehlern sowie von schwangerschaftsbedingten Erkrankungen der Mutter durch eine optimale  Mikronährstoffzufuhr gesenkt werden können.

Referenz:

  • Schwangerschaft: Aminosäure und Vitamine lindern Beschwerden, 1a-krankenversicherung.de, 24.05.2011-06-20
  • Dr. Cornelie Pfau et all.: Die Nationale Verzehrsstudie II; Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel; im Auftrag von: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • Dr. Lothar Burgerstein et al.: Burgersteins Handbuch Nährstoffe. 11 Auflage, 2007 Karl F.Haug Verlag in MVS

Studien

Brokkoli 640

 

Folsäure vermindert Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518...weitere Studien

Indikationen

autismus 640

 

Bei Autismus: Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Autistische Störungen gelten immer noch als überwiegend genetisch bedingt, was aber zunehmend relativiert wird. 30 bis 50 Prozent der Kinder mit Autismus zeigen Hinweise auf eine mitochondriale Dysfunktion, für deren Entstehung wiederum ein Mangel an Mikronährstoffen eine große Rolle spielt. Kinder mit Autismus haben häufig auch Störungen des Redoxgleichgewichts, das ebenfalls durch Mikronährstoffdefizite hervorgerufen werden kann.

Mikronährstoffmängel bei Autismus: Bei Autismus wurden verschiedene biochemische Besonderheiten nachgewiesen: Häufig ist bei Autismus ein hoher Spiegel von Homocystein nachweisbar. Es gibt auch viele andere Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffdefiziten und Autismus, z.B. eine Verminderung der Vitamin-D-Konzentration oder bestimmter Aminosäuren...weiter

Mikronährstoffe

Aminosuren 640 2

 

Aminosäuren – leider immer noch unterschätzt

Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Peptide und Proteine und haben darüber hinaus zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel. Für die Proteinsynthese sind 21 Aminosäuren erforderlich. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch Selenocystein eine proteinogene Aminosäure ist, da Sie für die Bildung einiger Proteine benötigt wird.

Einstufung der Aminosäuren: Einige Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden, sie werden als nicht essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenzielle Aminosäuren müssen obligat mit der Nahrung zugeführt werden. Dazwischen gibt es eine Gruppe von Aminosäuren, die üblicherweise aus anderen Aminosäuren gebildet werden können. Unter bestimmten Umständen, z. B. bei metabolischem Stress, ist die endogene Bildung der Aminosäuren aber nicht ausreichend zur Bedarfsdeckung des Organismus. Auch bei Frühgeborenen ist die Fähigkeit zur Aminosäurensynthese noch nicht ausgereift.mter Aminosäuren...weiter

Fachartikel

Angst 640

 

Zusammenhang zwischen Angsterkrankungen und Mikronährstoffmängeln

...Prinzipiell ist die Hirnleistungsfähigkeit und die psychische Befindlichkeit des Menschen von der Balance der Neurotransmitter abhängig. Bildung und Abbau der Neurotransmitter sind wiederum auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen angewiesen. Bei vielen psychiatrischen Erkrankungen sind auch Störungen des Hirnstoffwechsels nachweisbar, z. B. oxidativer Stress, eine mitochondriale Dysfunktion, eine erhöhte Entzündungsaktivität, Exzitotoxizität, Störungen der Blut-Hirnschranke und vieles mehr.
Bei allen psychiatrischen Erkrankungen, so auch bei Angststörungen, sollten Mikronährstoffdefizite abgeklärt werden. Mikronährstoffe sind nicht nur wichtig für den Neurotransmittermetabolismu...weiter

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