erschoepft

Anzeige nach Indikationen

Anzeige Vitalstoffanalyse2

Eisenmangel ist nicht gleichzusetzen mit Eisenmangelanämie

BlutarmutEin Eisenmangel ist in der heutigen Zeit weit verbreitet, was aber vielen Menschen so gar nicht bewusst ist. Müdigkeit, Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit können die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sein. Leider wird ein Eisenmangel oft gar nicht erkannt, weil meistens nur eine Eisenmangelanämie als Eisenmangel definiert wird. Hierzu kann gesagt werden, dass die Eisenmangelanämie nur die Spitze des Eisbergs ist.

Zur Beurteilung des Eisenstatus ist auch nicht nur das rote Blutbild ausreichend, also die Bestimmung von Hämoglobin, Hämatokrit, roter Blutkörperchen etc. Ein sinnvoller Messwert zur Beurteilung des Eisenstatus ist das Eisenspeicherprotein Ferritin. Allerdings ist der Referenzbereich von Ferritin sehr problematisch. Er geht häufig von 25 bis 350 μg/l, so dass dann ein Ferrtinwert von z. B. 26 oder 27 μg/l in vielen Fällen in der ärztlichen Praxis als normal und akzeptabel eingestuft wird. Es gibt aber zahlreiche Hinweise, dass ein niedriger Ferritinwert keinesfalls eine ausreichende oder gar optimale Eisenversorgung widerspiegelt, z. B. kann Haarausfall bereits bei einem Ferritinwert kleiner 70 μg/l auftreten. In der überwiegenden Zahl der Studien wird deshalb ein Eisenmangel als Ferritin kleiner 100 μg/l definiert. Für eine gute Eisenversorgung sollte also ein Ferritinwert um 100 μg/ l angestrebt werden.

 

 

parkinson

Der M.Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, von der etwa ein Prozent der Erwachsenen über 60 Jahre betroffen sind. Charakteristisch für den Morbus Parkinson ist eine Degeneration der dopaminergen Neuronen der Substantia nigra. Auslösende Faktoren hierfür sind eine exzessive Bildung freier Radikale, Störungen des Energiestoffwechsels der Nervenzellen sowie eine vermehrte Freisetzung von Glutamat, was dann neurotoxisch wirkt.

Zur Prävention neurodegenerativer Erkrankungen spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle. Regelmäßig werden über die Zusammenhänge zwischen Morbus Parkinson und der Mikronährstoffversorgung auch Studien publiziert. Eine Auswahl von Erkenntnissen aus Studien der Jahre 2013 bis 2015 wird im Folgenden vorgestellt:

 

Vitamin D

2013 publizierten chinesische Wissenschaftler eine Metaanalyse über die Vitamin-D-Spiegel bei Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Sie fanden heraus, dass Patienten mit Morbus Alzheimer niedrigere 25-(OH)D-Spiegel aufwiesen als gesunde Kontrollpersonen. Ähnliches wurde auch für Parkinsonpatienten nachgewiesen. Im gleichen Jahr wurde von US-Wissenschaftlern veröffentlicht, dass die Vitamin-D-Konzentrationen im Serum invers mit dem Schweregrad der Parkinsonerkrankung assoziiert waren.

Im Oktober 2013 erschien in der Zeitschrift Neurology ein Fachartikel, der sich mit dem Vitamin-D3-Mangel bei Parkinsonpatienten beschäftigte. Die Autoren der Studie kamen zu dem Ergebnis, dass es allein in Nordamerika tausende von Parkinsonpatienten gäbe, die einen Vitamin-D-Mangel aufweisen.

Höhere Vitamin-D-Konzentrationen waren bei Parkinsonpatienten ohne Demenz mit einer besseren Hirnleistungsfähigkeit und einer besseren Stimmung assoziiert. Japanische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass eine Vitamin-D3-Supplementierung bei Parkinsonpatienten das Fortschreiten der Erkrankung für eine kurze Zeitspanne verhindern konnte.

Bei Parkinsonpatienten in China waren niedrigere 25-(OH)D3-Spiegel mit dem Schweregrad der Erkrankung assoziiert.


Spurenelemente

Forscher aus Tunesien bestimmten bei 48 Patienten mit Morbus Parkinson und bei 36 Kontrollpersonen die Spurenelemente Kupfer, Zink und Selen. Die Parkinsonpatienten hatten signifikant niedrigere Kupferspiegel im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Chinesische Wissenschaftler bestimmten ebenfalls die Konzentrationen der Spurenelemente bei Parkinsonpatienten. Sie fanden erhöhte Plasmakonzentrationen von Selen und Eisen sowie verminderte Konzentrationen von Kupfer und Zink.


Homocystein

Homocystein ist bekanntlich ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen. Häufig werden bei neurodegenerativen Erkrankungen auch erhöhte Homocysteinkonzentrationen gemessen, so auch bei Parkinsonpatienten. Wissenschaftler aus Südkorea bestimmten bei 33 Parkinsonpatienten ohne Demenz, bei 28 Patienten mit Demenz und bei 48 gesunden Kontrollpersonen die Homocysteinspiegel und führten neuropsychologische Tests durch. Sie konnten nachweisen, dass der Homocysteinspiegel mit dem kognitiven Abfall bei Parkinsonpatienten korrelierte.

Bei Parkinsonpatienten mit höheren Homocysteinkonzentrationen wurde auch eine höhere Rate von vergrößerten Hirnkammern nachgewiesen, d.h. es kam bei den Patienten zu einem stärkeren Abbau von Hirnsubstanz.

Um Oktober 2014 wurde berichtet, dass die L-Dopa-Therapie bei Parkinsonpatienten in Folge einer Erhöhung der Homocysteinspiegel mit einer endothelialen Dysfunktion verbunden war.


Vitamin B1

Wissenschaftler aus Italien berichteten im August 2013 über eine parenterale Hochdosis-Vitamin-B1-Therapie bei drei Parkinsonpatienten. Die Therapie führte zu einer deutlichen Verbesserung der Motorik.


Andere Mikronährstoffe

In einem Fachartikel von US-Wissenschaftlern wurde die Bedeutung von Selen und Selenoproteinen bei Störungen des Gehirns erörtert. Ein Selenmangel ist mit einem kognitiven Abbau assoziiert, und Selenoproteine könnten zur Vermeidung neurodegenerativer Veränderungen von Nutzen sein. Der Morbus Parkinson ist mit einer gestörten Funktion der Glutathionperoxidasen assoziiert.

Über die Effektivität einer Hochdosis-Q10-Therapie bei der Parkinsonerkrankung gibt es unterschiedliche Ergebnisse. Forscher aus Singapur haben im Juli 2014 publiziert, dass eine Hochdosis-Q10-Therapie über einen Zeitraum von zwei Wochen bei Patienten im frühen Krankheitsstadium zu einer Verbesserung der Symptomatik führte. Auch die F2-Isoprostane als Parameter des oxidativen Stresses wurden bei einer Dosis von 400 bis 12.000 Milligramm Q10 pro Tag deutlich reduziert.

Normalerweise wird bei der Einnahme von L-Dopa eine proteineingeschränkte Ernährungsweise empfohlen, um die Wirksamkeit von L-Dopa nicht einzuschränken. Allerdings können durch diese Vorgehensweise Ernährungsdefizite auftreten.

Italienische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass eine Aminosäurensupplementierung bei Patienten unter L-Dopa-Therapie keinen nachteiligen Effekt hatte, vielmehr wurde durch die Supplementierung mit Aminosäuren die Entwicklung einer Insulinresistenz entgegengewirkt sowie die antioxidative Kapazität verbessert.

 

Referenz:

  • Zhao Y, Sun Y, Ji HF, Shen L. et al.: Vitamin D levels in Alzheimer's and Parkinson's diseases: a meta-analysis; Nutrition. 2013 Jun; 29(6):828-32. doi: 10.1016/j.nut.2012.11.018.
  • Peterson AL, Mancini M, Horak FB: The relationship between balance control and vitamin D in Parkinson's disease-a pilot study; Mov Disord. 2013 Jul; 28(8):1133-7.
  • Ding H, Dhima K et al.: Unrecognized vitamin D3 deficiency is common in Parkinson disease: Harvard Biomarker Study; Neurology. 2013 Oct 22;81(17):1531-7.
  • Peterson AL, Murchison C et al.: Memory, mood, and vitamin D in persons with Parkinson's disease; J Parkinsons Dis. 2013;3(4):547-55
  • Suzuki M, Yoshioka M et al.: Randomized, double-blind, placebo-controlled trial of vitamin D supplementation in Parkinson disease; Am J Clin Nutr.2013 May;97(5):1004-13
  • Liu Y1,Zhang BS. et al.: Serum 25-hydroxyvitamin D predicts severity in Parkinson's disease patients; Neurol Sci. 2014 Jan;35(1):67-71
  • Younes-Mhenni S, Aissi M. et al.: Serum copper, zinc and selenium levels in Tunisian patients with Parkinson's disease; Tunis Med. 2013 Jun;91(6):402-5.
  • Zhao HW, Lin J. et al.: Assessing plasma levels of selenium, copper, iron and zinc in patients of Parkinson's disease; PLoS One. 2013 Dec 10;8(12):e83060.
  • Song IU, Kim JS. et al.: Clinical significance of homocysteine (hcy) on dementia in Parkinson's disease (PD); Arch Gerontol Geriatr.2013 Nov-Dec;57(3):288-91
  • Sapkota S, Gee M. et al.: Association of homocysteine with ventricular dilatation and brain atrophy in Parkinson's disease; Mov Disord. 2014 Mar;29(3):368-74.
  • Yoon JH,Lee JS. et al.: Endothelial dysfunction and hyperhomocysteinemia in Parkinson's disease: flow-mediated dilation study; Mov Disord.2014 Oct;29(12):1551-5
  • Costantini A, Pala MI. et al.: High-dose thiamine as initial treatment for Parkinson's disease; BMJ Case Rep.2013 Aug 28;2013.
  • Pillai R, Uyehara-Lock JH, Bellinger FP: Selenium and selenoprotein function in brain disorders; IUBMB Life. 2014 Apr;66(4):229-39
  • Seet RC, Lim EC, Tan JJ et al.: Does high-dose coenzyme Q10 improve oxidative damage and clinical outcomes in Parkinson's disease? Antioxid Redox Signal.2014 Jul 10;21(2):211-7.
  • Cucca A, Mazzucco S, Bursomanno A et al.: Amino acid supplementation in l-dopa treated Parkinson's disease patients; Clin Nutr. 2014 Dec 23. pii: S0261-5614(14)00305-7.

Studien

Brokkoli 640

 

Folsäure vermindert Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518...weitere Studien

Indikationen

autismus 640

 

Bei Autismus: Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Autistische Störungen gelten immer noch als überwiegend genetisch bedingt, was aber zunehmend relativiert wird. 30 bis 50 Prozent der Kinder mit Autismus zeigen Hinweise auf eine mitochondriale Dysfunktion, für deren Entstehung wiederum ein Mangel an Mikronährstoffen eine große Rolle spielt. Kinder mit Autismus haben häufig auch Störungen des Redoxgleichgewichts, das ebenfalls durch Mikronährstoffdefizite hervorgerufen werden kann.

Mikronährstoffmängel bei Autismus: Bei Autismus wurden verschiedene biochemische Besonderheiten nachgewiesen: Häufig ist bei Autismus ein hoher Spiegel von Homocystein nachweisbar. Es gibt auch viele andere Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffdefiziten und Autismus, z.B. eine Verminderung der Vitamin-D-Konzentration oder bestimmter Aminosäuren...weiter

Mikronährstoffe

Aminosuren 640 2

 

Aminosäuren – leider immer noch unterschätzt

Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Peptide und Proteine und haben darüber hinaus zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel. Für die Proteinsynthese sind 21 Aminosäuren erforderlich. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch Selenocystein eine proteinogene Aminosäure ist, da Sie für die Bildung einiger Proteine benötigt wird.

Einstufung der Aminosäuren: Einige Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden, sie werden als nicht essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenzielle Aminosäuren müssen obligat mit der Nahrung zugeführt werden. Dazwischen gibt es eine Gruppe von Aminosäuren, die üblicherweise aus anderen Aminosäuren gebildet werden können. Unter bestimmten Umständen, z. B. bei metabolischem Stress, ist die endogene Bildung der Aminosäuren aber nicht ausreichend zur Bedarfsdeckung des Organismus. Auch bei Frühgeborenen ist die Fähigkeit zur Aminosäurensynthese noch nicht ausgereift.mter Aminosäuren...weiter

Fachartikel

Angst 640

 

Zusammenhang zwischen Angsterkrankungen und Mikronährstoffmängeln

...Prinzipiell ist die Hirnleistungsfähigkeit und die psychische Befindlichkeit des Menschen von der Balance der Neurotransmitter abhängig. Bildung und Abbau der Neurotransmitter sind wiederum auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen angewiesen. Bei vielen psychiatrischen Erkrankungen sind auch Störungen des Hirnstoffwechsels nachweisbar, z. B. oxidativer Stress, eine mitochondriale Dysfunktion, eine erhöhte Entzündungsaktivität, Exzitotoxizität, Störungen der Blut-Hirnschranke und vieles mehr.
Bei allen psychiatrischen Erkrankungen, so auch bei Angststörungen, sollten Mikronährstoffdefizite abgeklärt werden. Mikronährstoffe sind nicht nur wichtig für den Neurotransmittermetabolismu...weiter

DCMS Eisen News 2019 300

Diabetes 301

Anzeige Vitalstoffe

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok