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Eisenmangel ist nicht gleichzusetzen mit Eisenmangelanämie

BlutarmutEin Eisenmangel ist in der heutigen Zeit weit verbreitet, was aber vielen Menschen so gar nicht bewusst ist. Müdigkeit, Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit können die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sein. Leider wird ein Eisenmangel oft gar nicht erkannt, weil meistens nur eine Eisenmangelanämie als Eisenmangel definiert wird. Hierzu kann gesagt werden, dass die Eisenmangelanämie nur die Spitze des Eisbergs ist.

Zur Beurteilung des Eisenstatus ist auch nicht nur das rote Blutbild ausreichend, also die Bestimmung von Hämoglobin, Hämatokrit, roter Blutkörperchen etc. Ein sinnvoller Messwert zur Beurteilung des Eisenstatus ist das Eisenspeicherprotein Ferritin. Allerdings ist der Referenzbereich von Ferritin sehr problematisch. Er geht häufig von 25 bis 350 μg/l, so dass dann ein Ferrtinwert von z. B. 26 oder 27 μg/l in vielen Fällen in der ärztlichen Praxis als normal und akzeptabel eingestuft wird. Es gibt aber zahlreiche Hinweise, dass ein niedriger Ferritinwert keinesfalls eine ausreichende oder gar optimale Eisenversorgung widerspiegelt, z. B. kann Haarausfall bereits bei einem Ferritinwert kleiner 70 μg/l auftreten. In der überwiegenden Zahl der Studien wird deshalb ein Eisenmangel als Ferritin kleiner 100 μg/l definiert. Für eine gute Eisenversorgung sollte also ein Ferritinwert um 100 μg/ l angestrebt werden.

 

 

In Deutschland leben derzeit zwischen 16 und 17 Mio. Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Sie stellen fast 20 Prozent der Bevölkerung. Demenzerkrankungen sind typische Erkrankungen des Alters. Eine Umfrage der amerikanischen Alzheimergesellschaft hat ergeben, dass zwischen dem 65. und 74. Lebensjahr jede siebte Person an Alzheimer erkrankt ist. Im Alter zwischen 74 und 85 Jahren steigt dieser Anteil auf 44 Prozent. Nach Angaben der Deutschen Alzheimergesellschaft leben in Deutschland gegenwärtig etwa 1,5 Mio. Demenzkranke, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimererkrankung betroffen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf etwa drei Mio. erhöhen wird.

Bei allen neurodegenerativen Erkrankungen spielen oxidativer Stress, Inflammation und mitochondriale Dysfunktion eine wichtige Rolle - alles Faktoren, die durch die Art der Ernährung und vor allem auch durch die Versorgungslage mit Mikronährstoffen beeinflusst werden. Über die Zusammenhänge der Mikronährstoffversorgung und Demenzerkrankung erscheinen regelmäßig neue Studien. Eine Auswahl aktueller Studien wird im Folgenden vorgestellt:


Selen

Selen ist ein wichtiges antioxidatives Spurenelement, und es ist bekannt, dass eine verminderte antioxidative Kapazität mit kognitivem Abbau assoziiert ist. Brasilianische Wissenschaftler untersuchten bei Patienten mit Alzheimererkankung, bei Patienten mit milder kognitiver Beeinträchtigung und bei einer Kontrollgruppe die Selenkonzentrationen im Plasma und in den Erythrozyten. Die Patienten der Alzheimergruppe zeigten die niedrigsten Selenkonzentrationen im Plasma. Es wurde beobachtet, dass die Selenkonzentrationen in den Erythrozyten sehr eng mit dem kognitiven Abbau korrelierten. Die brasilianischen Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass ein Selenmangel zu einem kognitiven Abbau bei älteren Menschen beitragen könne.

In einem weiteren Fachartikel aus Brasilien wurde die Rolle von Selen bei der Alzheimererkankung beleuchtet. Selen ist  Bestandteil verschiedener antioxidativer Enzyme. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Selen bei der Prävention und Behandlung von Störungen des Gehirns eine Rolle spielt. Im Vergleich zu gesunden Personen war bei den Alzheimerpatienten der kognitive Abbau mit der Selenkonzentration assoziiert.

Homocystein

Homocystein ist bekanntlich ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen werden aber auch häufig bei neuropsychiatrischen Störungen gefunden. Bezüglich der Demenzerkrankungen ist bedeutsam, dass Homocystein wie ein exzitatorischer Neurotransmitter wirken kann und mit inhibitorischen Neurotransmittern wie GABA in Konkurrenz tritt. Zusätzlich führt Homocystein auch zu einer verstärkten mikrovaskulären Permeabilität, was zu Störungen der Blut-Hirn-Schranke führen kann. Wissenschaftler aus Algerien publizierten im April 2014 eine Fallkontrollstudie mit 41 Alzheimerpatienten und 46 nicht dementen Kontrollpersonen. Sie konnten nachweisen, dass eine Hyperhomocysteinämie ein Risikofaktor für die Alzheimererkrankung war und mit einem Vitamin-B12-Mangel assoziiert war.

In der Women`s Health Initiative Memory Study wurden bei über 7.000 Frauen über einen Zeitraum von fünf Jahren das Auftreten von kognitiven Störungen und möglichen Demenzerkrankungen erfasst. Zusätzlich wurden Lebensstilfaktoren, wie die Aufnahme von B-Vitaminen, ermittelt. Dabei zeigte sich, dass eine Folsäurezufuhr unterhalb der offiziellen Zufuhrempfehlungen mit einem erhöhten Risiko für eine milde kognitive Störung und möglicherweise für Demenzerkrankungen assoziiert war.

Italienische Wissenschaftler untersuchten bei älteren Studienteilnehmern die Homocysteinkonzentration und die Spiegel der B-Vitamine. Bei den Studienteilnehmern litten 147 an einer Demenzerkrankung, 127 hatten eine kognitive Störung und 44 Personen eine normale Hirnleistungsfähigkeit. Es zeigte sich, dass eine Hyperhomocysteinämie mit einem schlechteren kognitiven und funktionellen Status sowie mit Demenz assoziiert war, unabhängig von der Konzentration der B-Vitamine. Die Hälfte der Studienteilnehmer mit Hyperhomocysteinämie zeigte normale Konzentrationen der B-Vitamine, so dass die Wissenschaftler vermuteten, dass auch noch andere Faktoren mit hohen Homocysteinspiegeln zusammenhingen.


Antioxidative Vitamine

US-Wissenschaftler konnten nachweisen, dass bei Patienten mit leichter bis moderater Alzheimererkrankung eine Supplementierung von 2000 I.U. Alpha-Tocopherol pro Tag den funktionellen Abbau verlangsamte.

Chinesische Wissenschaftler untersuchten den Effekt der Vitamine E und C und Beta-Carotin auf die Hirnleistungsfähigkeit bei älteren Menschen. Zusätzlich wurden die Plasmaspiegel von Amyloid-Beta und Estradiol bestimmt. Außerdem wurde die Hirnleistungsfähigkeit mittels Testverfahren ermittelt. Eine Therapie mit Vitamin E und C in Kombination mit Beta-Carotin verbesserte signifikant die kognitive Funktion bei älteren Menschen, insbesondere mit höheren Dosen von Beta-Carotin. Außerdem ergaben sich Hinweise auf eine Reduzierung der Amyloid-Beta-Spiegel im Plasma.


Acetyl-L-Carnitin

In einem Fachartikel, der 2014 publiziert wurde, beschäftigten sich zwei US-Wissenschaftler mit Nahrungsergänzungsmitteln als Zusatztherapie für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen. Sie wiesen darauf hin, dass es eine Zahl von Studien gibt, in der eine Supplementierung von Acetyl-L-Carnitin einen günstigen Effekt hinsichtlich einer Verlangsamung des kognitiven Abbaus bei der Alzheimererkrankung zeigte.


Eisen

Wissenschaftler aus Australien untersuchten verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels bei der Alzheimererkrankung. Sie fanden einen starken Zusammenhang zwischen Anämie und Alzheimererkrankung. Die Patienten mit Alzheimererkankung hatten u.a. signifikant niedrigere Hämoglobinkonzentrationen. Die Alzheimererkrankung erwies sich als starker Risikofaktor für Anämie. Die Auswertung der Daten zeigte also, dass die Alzheimererkrankung durch eine Anämie negativ beeinflusst wird.


Vitamin D

Wissenschaftler aus den USA untersuchten anhand von Daten der Cardiovascular Health Study, wie sich die Konzentration von 25(OH)D auf das Risiko von Demenzerkrankungen und auf das Risiko von Morbus Alzheimer im Besonderen auswirkte. Das Risiko für die genannten Erkrankungen stieg bei einer Vitamin D3-Konzentration unter 20 ng/ml. markant an. Forscher aus Finnland untersuchten anhand von Daten der Mini-Finland Health Survey den Zusammenhang zwischen Demenzerkrankungen und der 25(OH)D-Konzentration. Analog zu der US-amerikanischen Studie wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Vitamin-D-Status als Risikofaktor für Demenzerkrankungen anzusehen ist.

Eine chinesische Arbeitsgruppe hat im November 2014 publiziert, dass in einer chinesischen Langzeitstudie niedrigere Vitamin-D-Spiegel mit einem größeren Risiko für kognitive Störungen assoziiert waren. Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Untersuchung aus Italien, die im Dezember 2014 in der Zeitung Neurology veröffentlicht wurde. Sie fanden einen unabhängigen Zusammenhang zwischen niedrigen 25(OH)D-Spiegeln und kognitivem Abbau bei älteren Personen.


Referenzen:

  • Rita Cardoso B, Silva Bandeira V et al.: Selenium status in elderly: relation to cognitive decline; J Trace Elem Med Biol. 2014 Oct;28(4):422-6
  • Jose R. Santos, Auderlan M. Gois, et al.: Nutritional status, oxidative stress and dementia: the role of selenium in Alzheimer's disease; Front Aging Neurosci. 2014; 6: 206; Published online 2014 Aug 28.
  • Nazef K, Khelil M et al.: Hyperhomocysteinemia is a risk factor for Alzheimer's disease in an Algerian population; Arch Med Res. 2014 Apr;45(3):247-50.
  • Agnew-Blais JC, Wassertheil-Smoller S, et al.: Folate, vitamin B-6, and vitamin B-12 intake and mild cognitive impairment and probable dementia in the Women's Health Initiative Memory Study; J Acad Nutr Diet. 2015 Feb;115(2):231-41.
  • Bonetti F, Brombo G  et al.: Cognitive Status According to Homocysteine and B-Group Vitamins in Elderly Adults; J Am Geriatr Soc. 2015 Jun;63(6):1158-63.
  • Dysken MW, Sano M et al.: Effect of vitamin E and memantine on functional decline in Alzheimer disease: the TEAM-AD VA cooperative randomized trial; JAMA. 2014 Jan 1;311(1):33-44.
  • Li Y, Liu S, Man Y et al.: Effects of vitamins E and C combined with β-carotene on cognitive function in the elderly; Exp Ther Med. 2015 Apr;9(4):1489-1493.
  • Bigford GE, Del Rossi G et al.: Supplemental substances derived from foods as adjunctive therapeutic agents for treatment of neurodegenerative diseases and disorders; Adv Nutr. 2014 Jul 14;5(4):394-403.
  • Faux NG, Rembach A et al.: An anemia of Alzheimer's disease; Mol Psychiatry. 2014 Nov;19(11):1227-34.
  • Littlejohns TJ, Henley WE et al.: Vitamin D and the risk of dementia and Alzheimer disease; Neurology. 2014 Sep 2;83(10):920-8.
  • Knekt P, Sääksjärvi K et al.: Serum 25-hydroxyvitamin d concentration and risk of dementia; Epidemiology. 2014 Nov;25(6):799-804
  • Chei CL, Raman P et al.:  Vitamin D levels and cognition in elderly adults in China; J Am Geriatr Soc. 2014 Nov;62(11):2125-9.
  • Toffanello ED, Coin A et al.: Vitamin D deficiency predicts cognitive decline in older men and women: The Pro.V.A. Study; Neurology. 2014 Dec 9;83(24):2292-8.

Studien

Brokkoli 640

 

Folsäure vermindert Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518...weitere Studien

Indikationen

autismus 640

 

Bei Autismus: Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Autistische Störungen gelten immer noch als überwiegend genetisch bedingt, was aber zunehmend relativiert wird. 30 bis 50 Prozent der Kinder mit Autismus zeigen Hinweise auf eine mitochondriale Dysfunktion, für deren Entstehung wiederum ein Mangel an Mikronährstoffen eine große Rolle spielt. Kinder mit Autismus haben häufig auch Störungen des Redoxgleichgewichts, das ebenfalls durch Mikronährstoffdefizite hervorgerufen werden kann.

Mikronährstoffmängel bei Autismus: Bei Autismus wurden verschiedene biochemische Besonderheiten nachgewiesen: Häufig ist bei Autismus ein hoher Spiegel von Homocystein nachweisbar. Es gibt auch viele andere Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffdefiziten und Autismus, z.B. eine Verminderung der Vitamin-D-Konzentration oder bestimmter Aminosäuren...weiter

Mikronährstoffe

Aminosuren 640 2

 

Aminosäuren – leider immer noch unterschätzt

Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Peptide und Proteine und haben darüber hinaus zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel. Für die Proteinsynthese sind 21 Aminosäuren erforderlich. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch Selenocystein eine proteinogene Aminosäure ist, da Sie für die Bildung einiger Proteine benötigt wird.

Einstufung der Aminosäuren: Einige Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden, sie werden als nicht essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenzielle Aminosäuren müssen obligat mit der Nahrung zugeführt werden. Dazwischen gibt es eine Gruppe von Aminosäuren, die üblicherweise aus anderen Aminosäuren gebildet werden können. Unter bestimmten Umständen, z. B. bei metabolischem Stress, ist die endogene Bildung der Aminosäuren aber nicht ausreichend zur Bedarfsdeckung des Organismus. Auch bei Frühgeborenen ist die Fähigkeit zur Aminosäurensynthese noch nicht ausgereift.mter Aminosäuren...weiter

Fachartikel

Angst 640

 

Zusammenhang zwischen Angsterkrankungen und Mikronährstoffmängeln

...Prinzipiell ist die Hirnleistungsfähigkeit und die psychische Befindlichkeit des Menschen von der Balance der Neurotransmitter abhängig. Bildung und Abbau der Neurotransmitter sind wiederum auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen angewiesen. Bei vielen psychiatrischen Erkrankungen sind auch Störungen des Hirnstoffwechsels nachweisbar, z. B. oxidativer Stress, eine mitochondriale Dysfunktion, eine erhöhte Entzündungsaktivität, Exzitotoxizität, Störungen der Blut-Hirnschranke und vieles mehr.
Bei allen psychiatrischen Erkrankungen, so auch bei Angststörungen, sollten Mikronährstoffdefizite abgeklärt werden. Mikronährstoffe sind nicht nur wichtig für den Neurotransmittermetabolismu...weiter

DCMS Eisen News 2019 300

Diabetes 301

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