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Eisenmangel ist nicht gleichzusetzen mit Eisenmangelanämie

BlutarmutEin Eisenmangel ist in der heutigen Zeit weit verbreitet, was aber vielen Menschen so gar nicht bewusst ist. Müdigkeit, Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit können die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sein. Leider wird ein Eisenmangel oft gar nicht erkannt, weil meistens nur eine Eisenmangelanämie als Eisenmangel definiert wird. Hierzu kann gesagt werden, dass die Eisenmangelanämie nur die Spitze des Eisbergs ist.

Zur Beurteilung des Eisenstatus ist auch nicht nur das rote Blutbild ausreichend, also die Bestimmung von Hämoglobin, Hämatokrit, roter Blutkörperchen etc. Ein sinnvoller Messwert zur Beurteilung des Eisenstatus ist das Eisenspeicherprotein Ferritin. Allerdings ist der Referenzbereich von Ferritin sehr problematisch. Er geht häufig von 25 bis 350 μg/l, so dass dann ein Ferrtinwert von z. B. 26 oder 27 μg/l in vielen Fällen in der ärztlichen Praxis als normal und akzeptabel eingestuft wird. Es gibt aber zahlreiche Hinweise, dass ein niedriger Ferritinwert keinesfalls eine ausreichende oder gar optimale Eisenversorgung widerspiegelt, z. B. kann Haarausfall bereits bei einem Ferritinwert kleiner 70 μg/l auftreten. In der überwiegenden Zahl der Studien wird deshalb ein Eisenmangel als Ferritin kleiner 100 μg/l definiert. Für eine gute Eisenversorgung sollte also ein Ferritinwert um 100 μg/ l angestrebt werden.

 

 

AutismusDas Asperger-Syndrom ist eine Unterform des Autismus. Gegenüber dem frühkindlichen Autismus entsteht keine Sprachentwicklungsverzögerung; die Erkrankung tritt in einem späteren Alter auf. Die betroffenen Kinder zeigen eine normale bis überdurchschnittliche Intelligenz. Etwa zwei bis drei pro 10.000 Kinder sind am Asperger-Syndrom erkrankt.

Sowohl beim frühkindlichen Autismus als auch beim Asperger-Syndrom kommen Verhaltenstherapie und Elterntraining zum Einsatz, gegebenenfalls mit unterstützender Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Im Einzelfall kann auch eine Therapie mit atypischen Antipsychotika in Frage kommen.

Autistische Störungen gelten als überwiegend genetisch bedingt, was aber durch neuere Studien zumindest relativiert wird. In einer schwedischen Studie, in die zwei Mio. Kinder einbezogen wurden, zeigte sich, dass autistische Störungen zu etwa 50 Prozent erblich sind. US-Wissenschaftler publizierten 2014, dass bei der Entstehung von Erkrankungen des autistischen Spektrums komplexe Interaktionen zwischen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren, insbesondere Umweltgiften, in Frage kommen.

Eine wichtige Rolle beim Autismus spielen auch biochemische Besonderheiten. 30 bis 50 Prozent der Kinder mit Autismus weisen Biomarker auf, die mit einer mitochondrialen Dysfunktion konsistent sind. Mehrere Studien zeigten, dass Kinder mit Autismus und mit mitochondrialer Dysfunktion schwerere Verhaltensstörungen und kognitive Einbußen aufwiesen als Kinder mit Autismus ohne mitochondriale Dysfunktion.

Behandlungen, die typischerweise bei Patienten mit mitochondrialer Dysfunktion vorgenommen wurden, zeigten auch bei einigen Kindern mit Autismus deutliche Verbesserungen, z.B. eine Therapie mit Carnitin. Auch Antioxidantien wie Vitamin C, N-Acetylcystein, Coenzym Q10 und Carnosin hatten, Berichten zufolge, einen günstigen Effekt auf die Symptomatik bei autistischen Kindern.

Bei Autismus-Erkankungen sind häufig Störungen des Folsäurestoffwechsels nachweisbar. Die wohl bedeutendste Abnormalität sind Auto-Antikörper gegen den Folsäurerezeptor. Diese Auto-Antikörper führen zu einem Folsäuremangel im Gehirn. Durch eine Therapie mit  Folinsäure, einer reduzierten Form der Folsäure, konnte bei Autismuskindern eine deutliche Besserung erreicht werden.

Es ist weitgehend gesichert, dass bei Kindern mit Autismus ein abnormer Redoxstoffwechsel vorliegt, dies haben auch zwei fallkontrollierte Studien gezeigt. Die Störungen des Redoxstoffwechsels beinhalten eine signifikante Verminderung des reduzierten Glutathions. Bei Autismus-Kindern konnte der Glutathionstoffwechsel durch subkutane Injektionen von Mehthylcobalamin und Folinsäure verbessert werden. N-Acetylcystein (NAC) ist eine wichtige Vorstufe für die Glutathionsynthese. NAC wurde sowohl als Monotherapie als auch als Zusatzmedikation bei Autismuskindern eingesetzt. Die Kombination NAC/ Risperidon erwies sich im Vergleich zu einer Monotherapie mit Risperidon als wirksamer. Wissenschaftler der Stanford University konnten in einer Pilotstudie an 31 Patienten nachweisen, dass eine Supplementierung von NAC über einen Zeitraum von 12 Wochen zu einer signifikanten Verbesserung der Irritabilität bei Autismus-Kindern führte.

Hohe Spiegel von Homocystein und Markern des oxidativen Stresses sind mit Autismus assoziiert. Polnische Wissenschaftler publizierten 2013 einen Artikel über den Zusammenhang zwischen Homocystein und Autismus. Erhöhte Homocysteinspiegel seien ein diagnostisches Werkzeug zur Aufklärung von Nährstoffdefiziten bei Autismuspatienten.

In den letzten Jahren sind mehrere Fachartikel erschienen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Vitamin D3 und Autismus beschäftigten. 2012 veröffentlichten Wissenschaftler der University of Glasgow, dass ein Vitamin-D3-Mangel in der Schwangerschaft oder in der frühen Kindheit ein Trigger für Autismus sein könnte. Chinesische Wissenschaftler konnten bei Kindern mit Autismus signifikant niedrigere Vitamin-D3-Spiegel nachweisen als bei gesunden Kindern. Auch in einer Studie auf den Färöer-Inseln wurden bei Autismuspatienten sehr niedrige Vitamin-D3-Spiegel gemessen.

US-Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Frage, welche Rolle Vitamin D3 beim Autismus spielt. Bekanntlich sei Vitamin D3 ein Steroidhormon; ein Vitamin-D3-Mangel während der Entwicklung könne die Reparatur von DNA-Mutationen bei Föten und Kleinkindern behindern und dadurch zum Risiko für Autismus beitragen. Außerdem könne Vitamin D3 das Risiko oder den Schweregrad des Autismus durch folgende Eigenschaften reduzieren: antiinflammatorische und antiautoimmune Effekte, Erhöhung der Krampfschwelle, Schutz der Mitochondrien, Steigerung der Glutathionsynthese und einiges mehr.

Im Februar 2014 publizierten Wissenschaftler des Oakland Research Institute einen Fachartikel, der sich mit dem Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Aufnahme und Autismus beschäftigte. Wesentliche Aussagen dieses Fachartikels sind: Autismus ist durch ein abnormales Sozialverhalten charakterisiert. Erst vor Kurzem konnte nachgewiesen werden, dass bei Autismus niedrige Serotoninspiegel im Gehirn und niedrige Vitamin-D-Konzentrationen vorliegen. In der Studie der US-Wissenschaftler wurde gezeigt, dass Vitamin D3 das Gen aktiviert, das für die Bildung von Tryptophan-Hydroxylase 2 verantwortlich ist. Dieses Enzym wird zur Serotoninsynthese im Gehirn benötigt. Vitamin D3 blockiert außerdem das Enzym Tryptophan-Hydroxylase 1, das für die Serotoninproduktion im Darm und in anderen Geweben verantwortlich ist. Der entdeckte Zusammenhang erklärt z.B., dass bei Patienten mit Autismus niedrige Serotoninspiegel im Gehirn und hohe Serotoninspiegel in der Peripherie vorliegen. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass Jungen häufiger unter Autismus leiden als Mädchen. Östrogene können bei Mädchen die Serotoninspiegel im Gehirn anheben. Auch verschiedene andere immunologische Phänomene sind durch den gefundenen Zusammenhang erklärbar.

Auch eine unzureichende Eisenversorgung ist an der Entstehung von Autismus beteiligt. Generell erhöht ein Eisenmangel das Risiko für psychiatrische Erkrankungen. Im Oktober 2013 haben Forscher der Harverd Medical School publiziert, dass Kinder mit Autismus signifikant niedrigere Ferritinspiegel aufwiesen als gesunde Kontrollpersonen.

Wissenschaftler aus Australien fanden bei Kindern mit Autismus oder globaler Entwicklungsverzögerung häufiger einen Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie als in der Bevölkerung.

Auch Veränderungen der Aminosäurenkonzentrationen wurden bei Autismuspatienten gefunden. Wissenschaftler der Standford University beobachteten bei Autismuskindern reduzierte Plasmaspiegel der meisten neutralen Aminosäuren und von Leucin. Außerdem zeigten Autismuspatienten keinen altersabhängigen Abfall der Glutamat- und Aspartatkonzentrationen sowie einen Anstieg von Isoleucin und Lysin.

Bereits 2003 bestimmten US-Wissenschaftler das Aminosäurenprofil von 36 Kindern mit Autismus und konnten feststellen, dass insbesondere die Kinder mit gluten- und caseinarmer Ernährung Aminosäurendefizite aufwiesen, vor allem auch bei Tyrosin und Tryptophan, die ja bekanntlich wichtige Neurotransmittervorstufen sind. Ein Wissenschaftler aus dem Iran veröffentlichte im August 2013 einen Übersichtsartikel zu Aminosäurenstudien bei Autismus. Die vorhandene Fachliteratur habe mehrere methodische Schwächen, was bei zukünftigen Studien zu verbessern sei. Die Spiegel von Glutamat und Cystein seien bei Autismus erhöht, während die Konzentrationen von Glutamin und Tryptophan vermindert seien.

Fazit:
Wie aus der Fachliteratur ersichtlich, sind bei Autismuspatienten häufig Mikronährstoffdefizite nachweisbar. Außerdem haben Mikronährstoffe das Potential, die Symptomatik bei Autismuspatienten zu verbessern. Wir empfehlen die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks, um herauszufinden, welche Mikronährstoffe fehlen und um eine gezielte Supplementierung durchzuführen.


Referenzen:

  • Thomas Lempp: BASICS Kinder- und Jugendpsychiatrie; Elsevier GmbH, München, 2. Auflage 2013
  • Richard Eugene Frye, Daniel A Rossignol: Treatments for bioedical abnormalities associated with autism spectrum disorder; frontiers in PEDIATRICS; June 2014, Vol. 2, Art. 66
  • Richard E. Frye, Stepan Melnyk et al.: Effectiveness of Methylcobalamin and Folinic Acid Treatment on Adaptive Behavior in Children with Autistic Disorder Is Related to Glutathione Redox Status; Autism Research and Treat4ment
  • Volume 2013 (2013), Article ID 609705, 9 pages
  • Ahmad Ghanizadeh and Ebrahim Moghimi-Sarani: A randomized double blind placebo controlled clinical trial of N-Acetylcysteine added to risperidone for treating autistic disorders; BMC Psychiatry 2013
  •  Hardan AY1,Fung LK, et al.: A randomized controlled pilot trial of oral N-acetylcysteine in children with autism; Biol Psychiatry. 2012 Jun 1;71(11):956-61
  • J Kałużna-Czaplińska et al: A focus on homocysteine in autism; Acta Biochimica Polonica, 60(2), 137-142, Review
  • Kočovská E et al.: Vitamin D and autism: clinical review; Res Dev Disabil. 2012 Sep-Oct;33(5):1541-50
  • Cannell JJ1, Grant WB: What is the role of vitamin D in autism? Dermatoendocrinol. 2013 Jan 1;5(1):199-204
  • Kočovská E et al: Vitamin D in the General Population of Young Adults with Autism in the Faroe Islands; J Autism Dev Disord. 2014 Jun 14
  • Sciencedaily.com, 26.02.2014: Causal link found between vitamin D, serotonin synthesis and autism in new study
  • Youssef J, Singh K et al.: Relationship of serum ferritin levels to sleep fragmentation and periodic limb movements of sleep on polysomnography in autism spectrum disorders; Pediatr Neurol. 2013 Oct;49(4):274-8
  • Sidrak S1, Yoong T et al.: Iron deficiency in children with global developmental delay and autism spectrum disorder; J Paediatr Child Health. 2014 May;50(5):356-61
  • Tirouvanziam R, Obukhanych TV et al.: Distinct plasma profile of polar neutral amino acids, leucine, and glutamate in children with Autism Spectrum Disorders; J Autism Dev Disord. 2012 May;42(5):827-36.
  • Arnold GL, Hyman SL et al.: Plasma amino acids profiles in children with autism: potential risk of nutritional deficiencies; J Autism Dev Disord. 2003 Aug;33(4):449-54.

Studien

Brokkoli 640

 

Folsäure vermindert Übergewicht

Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten bei Studenten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 für die Entwicklung von Übergewicht. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Folsäureaufnahme hatten ein niedrigeres Risiko für starkes Übergewicht im Vergleich zu Studienteilnehmer mit einer geringen Folsäureaufnahme. Die Serumkonzentration der Folsäure korrelierte mit der Folsäureaufnahme über die Nahrung und war negativ mit der Homocysteinkonzentration assoziiert. Die Folsäureaufnahme war negativ mit stark erhöhtem Körpergewicht und Adipositas assoziiert.

Referenz:
Pereira GA, Bressan J et al.: Dietary Folate Intake Is Negatively Associated with Excess Body Weight in Brazilian Graduates and Postgraduates (CUME Project); Nutrients. 2019 Feb 28;11(3). pii: E518. doi: 10.3390/nu11030518...weitere Studien

Indikationen

autismus 640

 

Bei Autismus: Mikronährstoffe im Blut bestimmen

Autistische Störungen gelten immer noch als überwiegend genetisch bedingt, was aber zunehmend relativiert wird. 30 bis 50 Prozent der Kinder mit Autismus zeigen Hinweise auf eine mitochondriale Dysfunktion, für deren Entstehung wiederum ein Mangel an Mikronährstoffen eine große Rolle spielt. Kinder mit Autismus haben häufig auch Störungen des Redoxgleichgewichts, das ebenfalls durch Mikronährstoffdefizite hervorgerufen werden kann.

Mikronährstoffmängel bei Autismus: Bei Autismus wurden verschiedene biochemische Besonderheiten nachgewiesen: Häufig ist bei Autismus ein hoher Spiegel von Homocystein nachweisbar. Es gibt auch viele andere Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffdefiziten und Autismus, z.B. eine Verminderung der Vitamin-D-Konzentration oder bestimmter Aminosäuren...weiter

Mikronährstoffe

Aminosuren 640 2

 

Aminosäuren – leider immer noch unterschätzt

Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Peptide und Proteine und haben darüber hinaus zahlreiche weitere Funktionen im Stoffwechsel. Für die Proteinsynthese sind 21 Aminosäuren erforderlich. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch Selenocystein eine proteinogene Aminosäure ist, da Sie für die Bildung einiger Proteine benötigt wird.

Einstufung der Aminosäuren: Einige Aminosäuren können vom Organismus selbst gebildet werden, sie werden als nicht essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenzielle Aminosäuren müssen obligat mit der Nahrung zugeführt werden. Dazwischen gibt es eine Gruppe von Aminosäuren, die üblicherweise aus anderen Aminosäuren gebildet werden können. Unter bestimmten Umständen, z. B. bei metabolischem Stress, ist die endogene Bildung der Aminosäuren aber nicht ausreichend zur Bedarfsdeckung des Organismus. Auch bei Frühgeborenen ist die Fähigkeit zur Aminosäurensynthese noch nicht ausgereift.mter Aminosäuren...weiter

Fachartikel

Angst 640

 

Zusammenhang zwischen Angsterkrankungen und Mikronährstoffmängeln

...Prinzipiell ist die Hirnleistungsfähigkeit und die psychische Befindlichkeit des Menschen von der Balance der Neurotransmitter abhängig. Bildung und Abbau der Neurotransmitter sind wiederum auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Mikronährstoffen angewiesen. Bei vielen psychiatrischen Erkrankungen sind auch Störungen des Hirnstoffwechsels nachweisbar, z. B. oxidativer Stress, eine mitochondriale Dysfunktion, eine erhöhte Entzündungsaktivität, Exzitotoxizität, Störungen der Blut-Hirnschranke und vieles mehr.
Bei allen psychiatrischen Erkrankungen, so auch bei Angststörungen, sollten Mikronährstoffdefizite abgeklärt werden. Mikronährstoffe sind nicht nur wichtig für den Neurotransmittermetabolismu...weiter

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