Für die Gesundherhaltung von Herz und Kreislauf ist die Verfügbarkeit bestimmter Mikronährstoffe unerlässlich. Eine der bedeutendsten Aminosäuren für das Herz-Kreislauf-System ist die Aminosäure Arginin. Aus Arginin wird Stickstoffmonoxid (NO) gebildet. Dieses Molekül erweitert die Blutgefäße und verbessert so die kardiale und periphere Durchblutung. Dadurch kann Arginin auch zur Senkung des Blutdrucks und bei Angina pectoris eingesetzt werden. Der bei Angina pectoris auftretende Schmerz wird durch eine Verengung der Blutgefäße ausgelöst.

Generell vermag Arginin die Blutfettwerte zu verbessern. Das durch Arginin entstandene NO ist auch eine gefäßprotektive Substanz, d.h. es schützt die Blutgefäße vor Arteriosklerose; es kann ebenso der Oxidation des LDL-Cholesterins entgegenwirken und die LDL-Cholesterinspiegel in den Blutgefäßen senken. Man hat auch festgestellt, dass bei erhöhten Cholesterinwerten im Blut die NO-Konzentration vermindert ist und dass eine Arginingabe die NO-Konzentration wieder erhöht.
Arginin stabilisiert die Wände der Blutgefäße, d.h. deren Durchlässigkeit, z.B. für Fettmoleküle (Lipoproteine), wird verhindert. Außerdem hat diese Aminosäure einen positiven Einfluss auf die Fließeigenschaften des Blutes; sie schützt vor einer Verklebung der Blutblättchen, der so genannten Thrombozytenaggregation.

Arginin ist also eine Aminosäure mit herausragenden Eigenschaften für das Herz-Kreislauf-System. Wer jetzt aber glaubt, viel Arginin hilft besser, der täuscht sich. Eine Überdosierung kann den Stoffwechsel durcheinander bringen. Deshalb sollte prinzipiell vor einer Gabe von Aminosäuren der Bedarf anhand einer Blutanalyse genau ermittelt werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Wirksamkeit einzelner Aminosäuren, wie z.B. Arginin, auch von der Verfügbarkeit anderer Aminosäuren abhängt. Es gibt eine ganze Palette von Aminosäuren, die ebenfalls einen postiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System haben, wie z.B. Glutamin, Taurin, Lysin, Isoleucin, Leucin, Valin. Eine richtig eingestellte Aminosäurengabe anhand einer Blutanalyse kann so manchen Beschwerden, die das Herz-Kreislaufsystem betreffen, vorbeugen oder sie mildern.

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