Anfang November 2015 ereignete sich im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais eine Umweltkatastrophe, bei der Quecksilber in großem Stil in die Umgebung freigesetzt wurde. Der Damm eines Rückhaltebeckens einer Eisenerzmine brach, so dass sich eine riesige Schlammlawine über ein Dorf ausbreitete, Häuser und ein Dutzend Menschen unter sich begrub und den Fluss Rio Doce verunreinigte. Der Rio Doce, auch "Süße Fluss" genannt, wandelte sich in Kürze in eine giftige Kloake und zerstörte die Existenzgrundlage zahlreicher Fluss- und Landtiere. Außerdem wurden 280.000 Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Das Unglück betrifft 15 Mio. Menschen in 228 Städten.

Insgesamt wurden durch diese Umweltkatastrophe etwa 50 Mio. Tonnen giftige Überreste in die Umwelt ausgebracht. Neben dem Schwermetall Quecksilber enthielt der todbringende Giftschlamm hohe Mengen an Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Chrom und Nickel.

Dort, wo der Giftcocktail via Flussweg auf seiner 650 Kilometer langen Reise zum Atlantik vorbei floss, wurde giftiger Schlamm mit toten Fischen an Land geschwemmt. Die möglichen Folgen, die das Gift jetzt im Atlantik verursachen, sind noch gar nicht abzusehen.

Referenz:
heise.de, 7.12.2015: Geduldetes Gift - EU will Grenzwerte für Quecksilber lockern

 

 

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