Immer wieder wird vor einer Kontamination von Lebensmitteln mit Aluminium gewarnt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb, keine säurehaltigen oder salzhaltigen Speisen in Aluminiumfolie aufzubewahren. Auf den Verpackungen der Alufolien ist oftmals ein Hinweis aufgedruckt, wie "Aluminiumfolien nicht in Verbindung mit in Salzwasser gekochten, stark säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln benutzen".  Außerdem wird empfohlen, keine Lebensmittel auf metallhaltigen Servierplatten in Alufolie einzupacken, da sich dann die Folie aufgrund Lokalelementbildung auflösen könnte.

Was geschieht aber, wenn man den Hinweisen nicht folgt. Wie viel Aluminium ist dann in der Salami oder in der Gurke? Der WDR hat dies im Sommer 2014 von einem Labor überprüfen lassen. Tomaten, Gewürzgurken und Salami wurden fünf Tage in Alufolie aufbewahrt und dann gemessen. Von den Ergebnissen soll sogar der Laborleiter überrascht gewesen sein, da die Aluminiumwerte in den Lebensmitteln um bis auf das Vierfache gestiegen waren. Die Tomaten hatten vor der Lagerung einen Aluminiumgehalt von 0,7 Milligramm/Kilogramm, nach fünf Tagen in der Alufolie maßen die Laboranten einen Aluminiumgehalt von 3,1 Milligramm pro Kilogramm. Bei den Gewürzgurken stieg der Wert von 9,2 mg/kg auf sage und schreibe 28 mg/kg; der Aluminiumwert von Salami lag anfangs bei 0,7 mg/kg und nach fünf Tagen bei 1,9 mg/kg.

Und was passiert, wenn man Lebensmittel nach einer Party auf einer Metallplatte mit Alufolie einwickelt? Auch das testete das Labor. Bereits nach 24 Stunden entwickelten sich durch Salz und Säure Löcher auf der Alufolie. Bei einem solch eingepackten Käse maß das Labor schon nach einem Tag einen Aluminiumwert von 2,20 mg/kg, der Anfangswert lag bei 0,82 mg/kg. In der Folie bildeten sich sichtbare Löcher.

Die Verwendung von Aluschalen kann ebenfalls zu einer erheblichen Aluminiumkontamination führen, z.B. wenn in einem solchen Gefäß tiefgekühlter Fisch erhitzt wird oder Fleisch gegrillt wird, insbesondere wenn Salz und Zitronensäure eingesetzt werden. Vorsicht auch vor der Verwendung eines unbeschichteten Aluminiumtopfes, um Tomaten aufzuwärmen. Auch hier erhöhten sich in einem Versuch die Aluminiumwerte enorm, von anfangs 0,5 mg/kg auf 6 mg/kg. Tomaten, die dann einen Tag im Aluminiumtopf aufbewahrt wurden, erreichten sogar einen Aluminiumwert von 19 mg/kg.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, das Erwachsene wöchentlich nicht mehr als 1 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen sollten. Experten halten es für möglich, dass diese Menge bereits beim einmaligen Benutzen eines aluhaltigen Deos erreicht wird.

Referenz:
n-tv.de, 13.01.2015: Ist Alufoie gesundheitsschädlich?

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