china Strassenhandel 200China als aufstrebende Industrienation leidet bekanntlich unter einer extremen Umweltverschmutzung, u.a. ist auch das Schwermetall Blei ein Problem, das durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt wird. Außerdem werden vielerorts noch Bleirohre in den Haushalten verwendet.

Die negativen Wirkungen einer erhöhten Bleibelastung auf Intelligenz und Hirnfunktion ist ja schon länger bekannt. Neu ist allerdings, dass schon geringe Bleikonzentrationen bei Kindern die Hirnfunktion beeinträchtigen können. Das haben jetzt chinesische Wissenschaftler in JAMA Pediatrics veröffentlicht.

Unter Zusammenarbeit mit der Universität von Pennsylvania in Philadelphia wurde die Studie im Jahr 2004 begonnen. Die Forscher bestimmten die Quecksilberkonzentrationen bei 1.300 Kindern aus der Stadt Jintan in der Povinz Jianssu und begleiten die jungen Studienteilnehmer bis ins junge Erwachsenenalter. Bereits bei den ersten Nachuntersuchungen im Alter von sechs Jahren konnten die Wissenschaftler bei den Kindern, bei denen erhöhte Bleikonzentrationen bestimmt worden waren, emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten feststellen. Der Clou daran ist, dass die gemessenen Bleikonzentrationen gar nicht so hoch waren. Der Mittelwert lag bei 6,4 µg/l und damit weit unter einem Wert von 10 µg/l, einem Wert, der vom US-Centers for Disease Control noch vor Kurzem als unbedenklich eingestuft worden war. Allerdings wurde der zulässige Grenzwert zwischenzeitlich auf 5 µg/ l gesenkt.

Die Wissenschaftler wiesen bei den chinesischen Probanden Bleikonzentrationen von 1,8 bis 32 µg/ l nach. Je höher die Bleikonzentrationen lagen, desto gravierender waren die emotionalen Störungen, Angstreaktionen und Verhaltensauffälligkeiten. Der Schweregrade dieser psychischen Störungen konnte pro Anstieg der Bleikonzentration um je 1 µg/ l ermittelt werden.

Die Forscher fanden heraus, dass sich die Wirkung einer erhöhten Bleibelastung insbesondere bei den Mädchen zeigte, obwohl die Jungen durchschnittlich mehr mit Blei belastet waren. Die Störungen äußerten sich vorwiegend in Selbstzweifel, Depressionen und sozialem Rückzug.

Referenz:
aerzteblatt.de, 02.07.2014: Blei: Schon niedrige Exposition verändert Verhalten von Schulkindern

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok