Der Autismus ist eine Hirnentwicklungsstörung, deren definitive Ursache immer noch unbekannt ist. Ägyptische Wissenschaftler untersuchten bei 45 Kindern mit Autismus im Alter zwischen zwei und zehn Jahren und bei 45 gesunden Kindern die Konzentrationen von Blei und Quecksilber. Bei den Autismuskindern zeigten sich hohe Spiegel von Quecksilber und Blei. Durch Anwendung von DMSA als Chelatbildner kam es zu einer deutlichen Verminderung der Schwermetallkonzentrationen, die auch mit einer Besserung der autistischen Symptome verbunden war. Die ägyptischen Forscher kamen zu dem Schluss, dass Blei und Quecksilber als einer der Hauptursachen für Autismus anzusehen sei.

Refernz:
Yassa HA: Autism: A form of lead and mercury toxicity; Environ Toxicol Pharmacol. 2014 Nov; 38(3): 1016-24

US-Wissenschaftler beschäftigten sich in einer Übersichtsarbeit mit der Bedeutung von Schwermetallen für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen. Sie kamen zu dem Schluss, dass es eine starke Evidenz dafür gibt, dass Schwermetallkontaminationen mit arteriosklerotischen Erkrankungen assoziiert sind. Eine erhöhte kardiovaskuläre Sterblichkeit wurde sowohl bei erhöhten Bleikonzentrationen im Blut wie auch im Knochen nachgewiesen, wobei dieser Zusammenhang bei der Bleikonzentration im Knochen stärker ausfiel. Einer der bestuntersuchtesten kardiovaskulären Effekte von Blei ist die Entstehung der arteriellen Hypertonie. Auch Cadmium ist mit der kardiovaskulären Sterblichkeit assoziiert. Cadmium erhöht das Risiko für KHK sowie für die periphere arterielle Verschlusskrankheit und kann zu einer mäßiggradigen Blutdruckerhöhung führen. Der Zusammenhang zwischen Quecksilber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist inkonsistent: In einigen Studien erhöhte die Quecksilberbelastung durch Fischverzehr das Risiko für Herzinfarkt, in anderen Studien wurde dieser Zusammenhang nicht nachgewiesen. Arsen hat nur einen geringen Effekt auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Referenz:
Natalia V. Solenkova et al.: Metal pollutants and cardiovascular disease: Mechanisms and consequences of exposure; Curriculum in Cardiology, July 11, 2014

Forscher aus dem Iran untersuchten die Konzentrationen von Blei und Quecksilber bei 320 Heranwachsenden, darunter 160 mit Metabolischem Syndrom und 160 gesunde Kontrollpersonen. Bei den Jugendlichen mit Metabolischem Syndrom waren die mittleren Blei- und Quecksilberkonzentrationen höher als bei den Kontrollpersonen. Der Anstieg der Serumkonzentration von Blei und Quecksilber war auch mit einem Anstieg einiger kardiometabolischer Risikofaktoren assoziiert.

Referenz:

Poursafa P et al.: Association of serum lead and mercury level with cardiometabolic risk factors and liver enzymes in a nationally representative sample of adolescents: the CASPIAN-III study, Environ Sci Pollut Res Int. 2014 Dec;21(23):13496-502

Kanadische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Personen mit Bluthochdruck, im Vergleich zu Personen mit normalem Blutdruck, höhere Bleispiegel aufwiesen. Insgesamt zeigte sich bei Erwachsenen aus Kanada im Alter zwischen 40 und 79 Jahren ein mäßiggradiger Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration im Vollblut und dem Blutdruck. Dieser Zusammenhang wurde für die arterielle Hypertonie nicht nachgewiesen.

Referenz:
Bushnik T et al.: Association between blood lead and blood pressure: Results from the Canadian Health Measures Survey (2007 to 2011); Health Rep. 2014 Jul 16;25(7):12-22

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