Eine Aluminiumbelastung kann bei der Ethiologie verschiedener Erkrankungen eine Rolle spielen, z.B. M. Alzheimer, M. Parkinson, Osteomalzie etc. Bisher war bekannt, dass Aluminium die Funktionsfähigkeit der Zellmembranen beeinträchtigt, den Eisen-, Magnesium- und Calciumstoffwechsel stört und oxidativen Stress verursacht.

Kanadische Wissenschaftler untersuchten jetzt in einem Zellkulturversuch die molekularen Ansatzpunkte der Aluminiumtoxizität. Sie konnten nachweisen, dass eine Aluminiumexposition bevorzugt den Mitochondrienstoffwechsel beeinträchtigt. Die eisen- und redoxabhängigen Enzyme des Citratzyklus und der Atmungskette wurden durch Aluminium drastisch vermindert. Die Zelle versucht die Störung der Mitochondrienfunktion durch eine vermehrte Glykolyse zu kompensieren, außerdem konnte gezeigt werden, dass Aluminium zu einer intrazellulären Fettansammlung führt, weil vermehrt Fette gebildet werden. Eine wichtige Rolle hierbei spielt auch die Beeinträchtigung der Carnitinsynthese durch Aluminium.

 

Referenz:
Mailloux RJ et al.: Hepatic response to aluminium toxicity: Dyslipidemia and liver diseases; Exp  Cell Res. 2011 Jul 20

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