Viele Jahre wurde Aluminium als unbedenkliches Spurenelement angesehen. Inzwischen gibt es vielfach Hinweise, dass von Aluminium gesundheitliche Gefahren ausgehen können, so dass natürlich die Frage interessiert, welche Nahrungsmittel besonders aluminiumbelastet sind. Eine Belastung des Körpers mit Aluminium erfolgt ganz überwiegend über Nahrungsmittel.

Von staatlichen Labors in Hessen wurden die Aluminiumkonzentrationen einer breiten Palette von Nahrungsmitteln untersucht. Bei 1.431 Nahrungsmitteln wurden die Aluminiumkonzentrationen bestimmt, wobei die Proben hauptsächlich aus hessischen Unternehmen stammten. 77,8 Prozent der Proben zeigten Konzentrationen von weniger als 10 mg pro Kilogramm; diese gelten als unproblematisch. Die höchsten Aluminiumkonzentrationen wurden bei Süßwaren festgestellt. Durchschnittlich betrug die Aluminiumkonzentration bei dieser Nahrungsmittelgruppe 51 mg/ kg. Mehr als ein Drittel der untersuchten Proben hatten aber Konzentrationen größer als 50 mg/ kg. Hierbei erwiesen sich insbesondere Kakaoprodukte als stark aluminiumbelastet. Die Aluminiumbelastung der entsprechenden Süßigkeiten konnte eindeutig auf den Kakaogehalt bezogen werden und war unabhängig von einer möglichen Aluminiumverpackung. Auch Laugenbrezeln zeigten hohe Aluminiumgehalte, wobei hier die Aluminiumbelastung eindeutig auf Aluminiumbleche zurückzuführen ist. Aluminiumhaltige Behälter, z.B. für Fertigkuchen, gaben wenig Aluminium ab.

Wenn man die höchstgemessene Aluminiumkonzentration von Schokolade zugrundelegt, dann könnten bereits 200 g Schokolade pro Woche bei Kindern die oberste tolerierbare Aufnahmemenge überschreiten.

Referenz:
Stahl et al.: Aluminium content of selected foods and food products: Environmental Sciences Europe 2011; 23:37

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