Im Rahmen der US-amerikanischen NHANES-Studie wurde das Hörvermögen von 12- bis 19-jährigen Heranwachsenden audiometrisch bestimmt und mit der Schwermetallkonzentrationen in Beziehung gesetzt. Eine Vollblut-Blei-Konzentration größer als oder gleich 20 µg/ l wurde mit einem erhöhten Risiko für Gehörverluste im Hochfrequenzbereich assoziiert. Hohe Cadmiumwerte im Urin waren mit einem erhöhten Risiko für Niederfrequenz-Hörverluste verbunden. Bemerkenswert ist, dass bereits niedrige Bleikonzentrationen, die als sicher gelten, mit Gehörverlusten assoziiert sind.

 

Referenz:
Shargorodsky J et al.: Heavy metals exposure and hearing loss in US adolescents; Arch Otolaryngol Head Neck Surg. 2011 Dec;137(12): 1183-9

Greenpeace China hat im November 500 Produkte für Kinder in Einkaufszentren, Supermärkten und Großmärkten chinesischer Großstädte erworben. Die eingekauften Produkte wurden auf verschiedene Schwermetalle untersucht. Dabei zeigte sich, dass 10 Prozent der Produkte für Kinder überhöhte Bleigehalte aufwiesen, mehr als 30 Prozent erhielten fünf weitere gefährliche Schwermetalle.

Speziell für Blei gibt es keinen sicheren Grenzwert im menschlichen Körper. Zu fordern ist deshalb, dass Kinder keinerlei Kontakt mit dem Metall haben sollten. Gesundheitliche Probleme durch eine frühkindliche Schwermetallbelastung können sich wahrscheinlich im Laufe des ganzen Lebens fortsetzten. Problematisch sind Schwermetalle in Beschichtungen, z.B. von Spielzeug, da Spielzeugoberflächen oftmals auch von kleinen Kindern in den Mund genommen werden.

 

Referenz:
German.china.org.ch, 09.12.2011: Waren für Kinder: Hoher Anteil löslicher Schwermetalle in China die Regel

Das Risiko für das Pankreaskarzinom hängt mit der Aufnahme bestimmter Spurenelemente  zusammen. Nach einer spanischen Studie wurde festgestellt, dass Patienten mit den höchsten Arsen- und Cadmiumwerten in den Zehennägeln im Vergleich zu den Patienten mit den  geringsten Werten ein drei- bzw. 3,6-fach größeres Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs  hatten. Bei Blei-Belastung ergab sich sogar ein sechsfach erhöhtes Risiko. Dagegen hatten offensichlich Nickel und Selen einen protektiven Effekt. Hohe Nickel- und Selenwerte waren mit  einem geringeren Krankheitswert gekoppelt.


Referenz:
wissenschaft-aktuell.de, 20.12.2011: Bauchspeicheldrüsenkrebs: Spurenelemente beeinflussen  Krankheitsrisiko

US-Forscher haben in einer Studie an 229 schwangeren Frauen, die durchschnittlich eine halbe Tasse gekochten Reis am Tag aßen, deutlich erhöhte Arsenwerte im Urin festgestellt. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitung „Proceedings of the National Academy of Sciences“ publiziert.

Es gibt vermehrt Daten, die beweisen, dass neben dem Trinkwasser auch Lebensmittel erhebliche Mengen an Arsen enthalten können. Für das Trinkwasser sind Höchstwerte definiert, für Reis jedoch noch nicht. Die Reispflanze nimmt das Schwermetall aus dem Boden auf und speichert es auch im Reiskorn; je nach Anbaugebiet und Reissorte kann der Arsengehalt sehr unterschiedlich sein. In der erwähnten Studie wurde nicht der Arsengehalt von Reis gemessen, sondern die Belastung von schwangeren Frauen untersucht, die häufiger ganz normalen Reis aus dem Supermarkt verzehrten.

Der eindeutig festgestellte Zusammenhang zwischen Reiskonsum und Arsen im Urin sollte Anlass geben, verstärkt die Arsengehalte von Nahrungsmitteln zu untersuchen. Eine vermehrte Zufuhr von Schwermetallen ist insbesondere in der Embryonalentwicklung als sehr bedenklich einzustufen.

Referenz:
scinexx.de, 06.12.2011: Reis kann giftiges Arsen enthalten

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