Norwegische Wissenschaftler untersuchten die Methylquecksilberkonzentrationen von Fischen in norwegischen Seen und machten dabei eine interessante Entdeckung. Sie konnten nämlich nachweisen, dass die Methylquecksilberbelastung bei Forellen und Flussbarschen ansteigt. Diese Entdeckung war völlig unerwartet, da man davon ausgegangen war, dass die Luftbelastung mit Schadstoffen rückläufig ist. Vor rund 30 Jahren kamen noch erhebliche Schadstoffemissionen aus anderen europäischen Ländern nach Norwegen, die zu vermehrtem sauren Regen führten.

Da die Luftqualität jetzt deutlich besser ist als vor dreißig Jahren, kam es in den untersuchten Seen zu einer deutlichen Zunahme des gesamten organischen Kohlenstoffs. Im Rahmen dieser Entwicklung erfolgt offensichtlich eine vermehrte Bildung von Methylquecksilber. In den Bodensedimenten der Seen ist vermehrt Sulfat nachweisbar, das durch den sauren Regen in Flüsse und Seen gelangte. Offensichtlich kann Sulfat die Bildung von Methylquecksilber durch Mikroben fördern. Die Wissenschaftler halten also eine Verringerung des Sulfatgehalts in den Seen für notwendig, damit die Methylquecksilberbildung begrenzt werden kann.


Referenz:
Dag Hongve et al.: Decline of acid rain enhances mercury concentrations in fish; Environmental Science & Technology, Jan. 7, 2012

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