Glutamin ist derzeit die meist bekannte Substanz für die Verminderung der intestinalen Permeabilität. Es ist hinreichend bekannt, dass ein Glutaminmangel die Durchlässigkeit des Darms erhöht. Eine Glutaminsupplementierung konnte z.B. die Barrierefunktion des Darms bei fehlernährten Kindern verbessern. Glutamin hat aber keinen Effekt auf die Barrierefunktion, wenn es parenteral verabreicht wird. Glutamin ist ein wichtiges Substrat für die Enterozyten; es wirkt zusammen mit anderen Aminosäuren, wie z.B. Leucin und Arginin, für die Aufrechterhaltung der Integrität und Funktion des Darms. Bei verschiedenen Störungen wurde Glutamin mit Erfolg zur Verbesserung der intestinalen Permeabilität eingesetzt. Es verminderte auch die Häufigkeit von Infektionen nach bauchchirurgischen Eingriffen. Bei Säuglingen mit zu geringem Geburtsgewicht verbesserte Glutamin die Allergiebereitschaft während der ersten Lebensjahre.

 

Referenz:
Jean Robert Rapin, Nicolas Wiernsperger: Possible links between intestinal permeability and food processing: A potential therapeutic niche for glutamine; Clinics 2010; 65(6): 635-43

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