Wenn Frauen zu Beginn der Schwangerschaft ausreichend Folsäure nehmen, wirkt sich dies positiv auf das Verhalten des Nachwuchses aus. Ein Folsäuremangel während der Schwangerschaft ist bekanntlich ein Risikofaktor für Neuralrohrdefekte beim Fetus. Grundsätzlich ist eine ausreichende Versorgung mit diesem B-Vitamin für ein normales Wachstum und für die Gehirnentwickung des Kindes erforderlich. In einer niederländischen Studie wurden die Daten von 4214 Müttern und deren Kindern ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass die Kinder von Frauen, die in der frühen Schwangerschaft Folsäure einnahmen, weniger Verhaltensauffälligkeiten zeigten im Vergleich zu den Kindern, deren Mütter keine Folsäure zuführten.

Die Folsäurezufuhr der Mütter wurde mittels eines Fragebogens erfasst, das Verhalten der 18 Monate alten Kinder wurde mit einer Checkliste bewertet. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass eine unzureichende Folatzufuhr in den ersten Wochen einer Schwangerschaft mit emotionalen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten beim Kind zusammenhängt.

 

Referenz:
www.ad-hoc-news.de, 08.10.2009

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „The Journal of Child Psychology and Psychiatry“ ist eine Studie erschienen, in der nachgewiesen wird, dass niedrige Folsäure-Konzentrationen der Mütter mit der Entwicklung von ADHS-Problemen bei Kindern zwischen 7 und 9 Jahren zusammenhängen.

 

Referenz:
Medical News Today, 29.10.2009

Es ist schon länger bekannt, dass es durch die Behandlung mit Metformin zu einem Mangel an Vitamin B12 und Folsäure kommen kann. Metformin ist ein orales Diabetesmedikament, das zunehmend häufig bei Typ-2-Diabetikern eingesetzt wird. Eine Studie der University of Calgary ergab, dass Metformin-behandelte Patienten erniedrigte Vitamin-B12-Spiegel und erhöhte Spiegel von Homocystein und Methylmalonsäure aufwiesen. Darüber hinaus zeigten klinische Parameter und elektrophysiologische Messungen, dass die Polyneuropathie bei diesen Patienten stärker ausgeprägt war als bei den Kontrollpersonen. Die Nebenwirkungen des Metformin sollten in der Praxis mehr beachtet werden.

 

Referenz:
Wile DJ, Toth C: Association of metformin, elevated homocysteine and methylmalonic acid levels, and clinically worsened diabetic peripheral neuropathy; Diabetes Care 2009 Oct. 21

Zu wenig Vitamin D im Körper junger Frauen erhöht deren Risiko, später eine arterielle Hypertonie zu entwickeln. In einer US-amerikanischen Studie an 559 weißen Amerikanerinnen konnte gezeigt werden, dass Frauen, bei denen 1992 ein Vitamin-D-Mangel festgestellt wurde, 15 Jahre später, also 2007, ein dreifach erhöhtes Hypertonierisiko aufwiesen im Vergleich zu den Frauen, bei denen zum damaligen Zeitpunkt ein normaler Vitamin-D-Spiegel gemessen wurde.  

Ein Vitamin-D-Mangel in frühen Jahren scheint also das Langzeitrisiko für Bluthochdruck zu erhöhen.

 

Referenz:
www.focus.de, 25.09.2009: Heute Vitamin-D-Mangel, morgen Bluthochdruck

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